Kiéra
Zu Deans Leidwesen entschieden wir uns, den Impala auf dem Autohof stehen zu lassen. Bobbys alter rostiger Wagen war in dieser Gegend, vor allem wenn wir tiefer ins Waldgebiet fahren würden, einfach unauffälliger. Mit gepackten Jagdtaschen im Kofferraum standen wir vor dem rostbraunen Auto und gingen den Plan ein letztes Mal durch.
Ich würde versuchen möglichst auffällig durch den Wald zu laufen. Die Werwölfe sollte merken das ich übernatürlich bin. Während ich versuchen würde einen vom Rudel zu trennen, bereiten die Jäger eine Wolfsfalle vor. Mein Handy musste ich nah am Körper tragen, damit ich trotz Vampirgeschwindigkeit das Vibrieren der SMS spüren würde. Dann locke ich den einzelnen Wolf zur Lichtung und wir hoffen, dass die anderen sein Verschwinden nicht allzu schnell bemerken würden.
Mit einem vielsagenden Blick auf seinen Bruder stieg Sam vorn zu Bobby, während Dean und ich uns auf die schmale Rückbank quetschten.
Es war gespenstig still und jeder hing seinen eignen Gedanken nach.
"Mir gefällt dieser Plan immer noch nicht", lies Dean grummelnd verlauten als wir begannen auf die Waldwege abzubiegen.
"Du kannst deinen Wagen doch bald wieder fahren", gab Sam belustigt zurück und ich war froh das er Deans vernichtenden Blick nicht sah.
"Es geht mir hier nicht um den Wagen Sammy und das weißt du ganz genau!"
Bobby lächelte wissend und auch Sam schüttelte nur den Kopf. War ich die Einzige, die nicht verstand worauf der Jäger hinauswollte?
Ich spürte wie sich Deans Finger wieder um meine schlossen und er seinen Blick auf mir ruhen lies. Langsam hob ich den Kopf und sah in besorgte grüne Augen.
"Bist du sicher, dass du das machen willst?", fragte er eindringlich und ich nickte nur.
Ich wusste, wofür ich es tat.
"Mir passiert schon nichts", versuchte ich ihn zu beruhigen. "Ich bin schnell."
"Das sind die Köter auch", knurrte der Jäger nur.
"Warum willst du mich aufhalten?" Ich hatte immer noch das angefangene Wohnzimmergespräch im Kopf. Er habe keine Angst...
"Ich habe Angst, dass die etwas zustößt."
"Warum? Ich bin ein Vampir, eines der Monster die du eigentlich jagen solltest."
"Nein."
"Nein?", fragte ich verwundert.
"Ich weiß was ich gesagt habe, kurz nachdem wir dich im Motel an den Stuhl gefesselt haben..."
"Und was ist jetzt anders?"
"Ich habe dich kennengelernt. Nur weil du ein übernatürlich Wesen bist, bist du noch lange kein Monster. Hast du gehört Kiéra? Du bist kein Monster!", sagte er mit Nachdruck.
"Und du hast keine Angst", murmelte ich erkennend.
"Nein, ich habe keine Angst vor dir. Ich habe Angst um dich."
Ich legte meine freie Hand auf seine Brust und wieder spürte ich sein Herz gegen seine Rippen hämmern.
"Warum schlägt dein Herz so schnell?", flüsterte ich.
Ein lautes Klopfen an der Autoscheibe lies uns ertappt auseinander fahren.
"Seid ihr fertig mit flirten?", rief Sam lachend. "Wir sollten anfangen."
Dean und ich stiegen aus und er kratzte sich verlegen am Hinterkopf, bevor er mit beiden Händen die Tasche fing, die Sam ihm zuwarf. Er fing gleich geschäftig an darin herumzukramen, Bobby trat zu mir.
"In östlicher Richtung, etwa 1000 Meter von hier, liegt die Lichtung. Sie ist abgeschottet von allen nur möglichen Wanderwegen, wir sollten also so keine Probleme bekommen."
Ich nickte nur und sah in die Richtung, in die er mich schicken wollte.
"In Ordnung. Ich geh dann mal ein paar Wölfe aufscheuchen."
"Kiéra warte!", rief Dean mich ein letztes Mal zurück.
"Ja?"
"Nimm den hier mit."
Er zog einen Silberdolch aus seiner Tasche und drückte ihn mir in die Hand.
"Ich hoffe nicht dass du ihn brauchen wirst, aber für den Fall der Fälle. Falls dir so ein Mistvieh zu nahe kommt."
"Dankeschön."
Wieder drehte ich mich um, doch der Jäger bekam mein Handgelenk zu fassen.
"Eine Sache noch..."
Abwartend zog ich eine Augenbraue hoch und er legte wortlos meine Hand wieder auf seine Brust.
"Ich... Mein Herz... es rast...", stotterte er ehe er ins Fluchen überging. "Sam ist besser mit Worten als ich. Ich... weiß nicht..."
Lächelnd zog ich meine Hand zurück.
"Ich muss los..."
"Warte", rief er fast schon verzweifelt. "Ich will es dir unbedingt sagen! Ich weiß nur nicht wie..."
"Ich komme doch zurück. Sag es mir später."
Er nickte niedergeschlagen.
"Bitte sei vorsichtig."
"Versprochen."
Mit diesen Worten rannte ich tiefer in den Wald hinein und versuchte einen Werwolf in die Falle zu locken.
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About Salvatores and Winchesters (Crossover)
FanfictionKiéra Salvatore ist ein Augustine Vampir, schon seit sie denken kann. Sie kennt nichts anderes außer den Wächtern, den Doktoren, all den scheußlichen Experimenten die sie an ihr durchführten. An ihr und all den anderen Vampiren. Doch sie ist die ein...
