Kapitel 43 - Mein Kind

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Kiéra

Ich beobachtete meinen Bruder dabei, wie er in der Küche an der Kaffeemaschine hantierte. Die beiden Winchesters saßen ebenfalls am Küchentisch und blätterten in den alten Tagebüchern herum, dass sie immer mit sich führten.
Außer dem Rascheln des Papiers und dem brühen des Kaffees war nichts zu hören. Keiner wusste so recht, was er sagen könnte.

"Wir sollten Damon Bescheid sagen", entschied sich Stefan dann dazu, die Stille zu brechen.
"Ich gehe", sagte ich und starrte dennoch weiter auf die Tischplatte vor mir, mit meinen Fingern fuhr ich über die hölzerne Maserung. Seit ich mich an diesen Tisch gesetzt hatte, überlegte ich daran, was ich zu Damon sagen könnte. Ich wusste, dass er nicht wirklich sauer auf mich war. Er machte sich Sorgen. Und egal, wie oft ich ihm versicherte, dass er keinen Grund dazu hatte, er machte sich auch immer noch Vorwürfe.
"Ich kann auch gehen ", bot Stefan mir an und wollte sich schon auf den Weg machen, als ich endlich aufstand.
"Nein", sagte ich entschieden. "Ich sollte mit ihm reden."

Um Damon zu finden musste ich nur meinem Gehör folgen. Ich konnte ihn noch immer im Wald wüten hören. Als ich ihn sah und er meine Schritte ebenfalls hören konnte, hielt er einen Moment inne. Doch er drehte sich nicht zu mir um.
"Was willst du Kiéra?", brummte er und schleuderte den Stamm, den er in den Händen hielt, an den Baum, der ihm am nächsten stand.
"Mich entschuldigen?", sagte ich vorsichtig und sah, wie er sich anspannte.
Einen Moment schien er unsicher, wie er reagieren sollte, ehe er sich seufzend zu mir umdrehte.
"Hör zu, Damon", setzte ich an, "es tut mir-"
"Nein, Kiéra. Du musst dich nicht entschuldigen", unterbrach er mich dann. "Aber ich..."
"Du auch nicht, Damon", seufzte ich. Ich wollte seine Entschuldigung nicht hören., er hatte sich nichts vorzuwerfen.
"Ich hatte nicht vor mich zu entschuldigen", erklärte er.
"Was?"
"Ich habe vielleicht ein wenig impulsiv reagiert", gab er zu. "Aber ich werde mich nicht für meine Wort entschuldigen."
"Damon..."
"Nein Kiéra, ich diskutiere da auch nicht drüber. Ich kette mich an dich, wenn es sein muss", stellte er noch einmal klar. "Gott, wie kannst du da auch  nur drüber nachdenken?"
"Es tut mir leid", sagte ich ein weiteres Mal, weil ich nicht wusste, was ich anderes hätte sagen können. "Es ist nur..."
"Du machst dir Sorgen, dass weiß ich. Aber ich mache mir um dich Sorgen Krümel", fuhr er um einiges ruhiger fort.
"Ich weiß... Ich hab nicht nachgedacht", murmelte ich.
Damon winkte ab und schloss  mich in seine Arme.
"Alles wieder okay?", fragte ich und schielte zu ihm hoch.
"Ich war dir nie böse", erklärte er. "Aber ich kann den Gedanken einfach nicht ertragen, dass dir etwas passiert."

Wortlos vergrub ich die Nase einen Moment in seinem Shirt, als Damon sich von mir löste.
"Seid ihr denn schon irgendwie weitergekommen?", fragte er dann.
"Nein. Die beiden Jäger blätterten in Vaters alten Tagebüchern und hoffen, dass sie da vielleicht etwas finden. Aber wir wollten jetzt zusammen überlegen, wie wir weiter vorgehen", erklärte ich ihm und machte mich auf den Weg zurück zur Pension.

Als Damon und ich wieder in die Küche traten, drückte Stefan uns beiden eine Tasse Kaffee in die Hand, ehe er sich an den Küchentisch setzte. Damon lehnte sich an den Türrahmen.
"Also, wonach suchen wir?", fragte er und sah zu den beiden Jäger.
Sam schloss das Tagebuch und sah auf.
"Genau kann man das eigentlich nie sagen", erklärte er. "Vielleicht einen Talisman oder Glücksbringer. Das ist immer unterschiedlich. Es muss etwas sein, was eurem Vater zu Lebzeiten viel bedeutet hat."
Damon überlegte einen Moment, ehe er den Kopf schüttelte.
"Mir würde nichts einfallen, allerdings stand ich Vater auch nie sonderlich nahe."
Auch Stefan zuckte hilflos mit den Schultern.
"Kiéra"?, fraget Dean hoffnungsvoll. "Kannst du dich noch an irgendetwas erinnern, was deinem Vater wichtig gewesen sein könnte?"
„Ich bin nicht sicher", sagte ich vorsichtig. „Er war immer ein sehr verschlossener Mensch. Er war ein strenger, unnachgiebiger Vater, der keine Meinung außer seiner eigenen zuließ."
„Und du erinnerst dich gar nichts? Irgendetwas, was er vielleicht immer mit sich herumtrug?", hakte Sam weiter nach. „Egal was es ist. Alles, woran du dich in Bezug auf deinen Vater erinnern kannst, könnte wichtig sein."

About Salvatores and Winchesters (Crossover)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt