Kiéra
Damons Griff um meine Schultern wurde stärker, während er noch immer auf die Stelle starrte, an der Vater verschwunden war. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass auch Stefan ziemlich weiß um die Nase geworden ist.
„Das kann nicht sein", hauchte er und schüttelte ungläubig den Kopf. „Das kann einfach nicht sein!"
Ich wollte Stefan beruhigen, doch Damon ließ mich einfach nicht los. Als er merkte, dass ich von ihm los wollte, verstärkte sich sein schraubstockartiger Griff nur noch mehr und ein schmerzerfülltes Wimmern kam über meine Lippen. Der Schmerz, der vorher zu einem dumpfen Pochen abgeklungen war, kam mit einem Schlag zurück.
Das schien Stefan aus seiner Starre zu reißen und sein Blick schoss zu mir. Auch Damon schüttelte es aus seiner Trance und er sah erschrocken zu mir runter. Langsam löste er den Arm von meiner Schulter. Als er das Blut an seinem Jackenärmel sah, runzelte er die Stirn.
„Kiéra?", fragte er und sah mich abwartend an. Ich konnte die unterdrückte Wut in seinen Augen sehen und drehte ihm vorsichtig meinen Rücken zu. Die Fleischwunde an meiner Schulter hatte zwar aufgehört zu bluten, dennoch heilte sie nicht.
Knurrend riss Damon den Stoff meines Shirts auseinander und schob ihn von meiner verletzten Schulter.
„Damon!", rief ich erschrocken und presste die Arme vor die Brust, um den Stoff an Ort und Stelle zu halten. Ich spürte die kalten Hände meines Bruders am Rand der Wunde. Es schien ihn nicht zu kümmern, das er mir vor aller Augen das Oberteil vom Körper gerissen hatte.
„Stefan, halt sie fest", hörte ich ihn murmeln, ehe sich Stefans Hände um meine Schultern schlossen.
„Was hast du vor?", fragte ich vorsichtig, doch da drückten sich Damons Finger schon in die Wunde. Ich schrie und versuchte nach vorne auszuweichen, doch Stefan ließ mich nicht. Ich presste die Hände an Stefans Brust und versuchte frei zu kommen, windete mich in seinem Griff, doch Stefan ließ mich nicht. Es kümmerte mich nicht, dass die Reste meines Shirts zu Boden fielen.Ich versuchte nach vorn auszuweichen, weg von Damon und presste mich an Stefans Körper, den Kopf drückte ich in seine Halsbeuge. Meine Finger bohrten sich in den Stoff seines Shirts, immer fester packte ich zu, bis ich Stefan schmerzerfüllt Keuchen hörte. Doch ich kümmerte mich nicht darum, ich spürte nur den sengenden Schmerz in meiner Schulter.
„Gleich geschafft, Krümel", murmelte Damon und kurz darauf spürte ich, wie er Stoff auf die Wunde drückte um die neu entfachte Blutung zu stillen, aber der Schmerz klang ab. Stefan ließ mich vorsichtig los und Damons Arm, der sich um meine Hüfte schlang, zog mich an seine Brust, bevor meine zitternden Beine unter mit nachgeben konnten.
„Alles gut", murmelte er in mein Ohr, „Die Splitter sind raus, jetzt wird es heilen."
Ich lehnte den Kopf an seine Brust und sah auf. Mein Blick viel auf Stefan und die blutroten Flecke auf seinem Oberkörper, zehn an der Zahl. Ich blickte auf meine Hände hinab und konnte Blut an meinen Fingerspitzen kleben sehen.
"War ich das etwa?", fragte ich vorsichtig, obwohl ich die Antwort eigentlich schon kannte. Doch ich wollte nicht daran denken, dass ich der Grund für die Schmerzen meines Bruders war.
"Das sind nur Kratzer", wiegelte er ab. "Hauptsache, dir geht es besser und deine Schulter heilt jetzt."
"Aber", setzte ich an, doch wurde gleich wieder von Stefan unterbrochen.
"Die kleinen Schrammen sind doch längst wieder verheilt", versicherte Stefan mir und zog zum Beweis sein Shirt ein wenig nach oben. Alles was ich sehen konnte, waren kleine, sichelförmige Schrammen, welche mit jedem Augenblick heller wurde. Beruhigt ließ ich meinen Blick zu den Jägern schweifen. Sam und Matt hatten alle Mühe Dean zurückzuhalten, Jeremy stand, zum Eingreifen bereit, daneben. Klaus beobachtete das Ganze nur mit einem Lächeln.
„Was sollte das?!", knurrte Dean und riss sich los. Wütend stapfte er auf Damon und mich zu. Als er vor uns zum Stehen kam, richtete sich sein Blick auf meine Schulter, obwohl er die Wunde nicht sehen konnte, ehe er mir in die Augen sah.
„Alles ok?", fragte er vorsichtig.
Ich senkte den Blick und wollte Nicken, da bemerkte ich, dass ich außer einem BH nichts mehr an meinem Oberkörper trug und schlug die Arme vor die Brust.
„Mhm", murmelte ich bestätigend und wagte es nicht, aufzublicken.
„Schau sie nicht an", knurrte Damon, ließ mich los und drückte mir die blutigen Reste meines Oberteils vor die Brust, ehe ich das Rascheln von Stoff hörte. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie er sich aus seiner Jacke schälte. Bevor mein Bruder jedoch soweit war, schob sich ein grau-blau-karierte Stoff in mein Blickfeld.
„Nimm schon", ermutigte Dean mich, als ich aufsah. Er stand in einem einfachen schwarzen T-Shirt vor mir und bot mir das Hemd an, welches er darüber getragen hatte.
„Danke", murmelte ich und schlüpfte hinein, sehr zu Damons Missfallen, doch er ließ mich und zog seine eigene Jacke wieder hoch.
„Was war das für eine Wunde?", fragte er dann in die Runde, wobei er aber besonders ein Auge auf Klaus hatte. Kaum dass nicht mehr alle Aufmerksamkeit auf mir lag, wickelte ich Deans Hemd enger um meinen Körper und vergrub lächelnd meine Nase darin.
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About Salvatores and Winchesters (Crossover)
FanfictionKiéra Salvatore ist ein Augustine Vampir, schon seit sie denken kann. Sie kennt nichts anderes außer den Wächtern, den Doktoren, all den scheußlichen Experimenten die sie an ihr durchführten. An ihr und all den anderen Vampiren. Doch sie ist die ein...
