Kiéra
Es war das Sonnenlicht, dass mich weckte. Ebenso, wie die Diskussionen, die irgendwo hier in vollem Gange zu sein schienen. Langsam schlug ich die Augen auf und sah mich um. Dieses Zimmer kannte ich nicht, aber es sah irgendwie ein wenig so aus, wie mein altes Kinderzimmer. Ich krabbelte aus dem Bett und begann, mich ein wenig umzusehen. Ich entdeckte meine alte Haarbürste, den vergoldeten Kamm den Mutter mir einst schenkte und auch ihre alte Spieluhr. So viele Erinnerungen lagen hier herum, meine Brüder hatten mich nie vergessen.
"Und wenn sie doch mehr wusste"?, konnte sie Sams Stimme durch die Mauern des Anwesens hören.
"Ich brauche dieses verlogene Vampirmiststück nicht, um meine kleine Schwester zu beschützten!", rief Damon aus.
Seufzend machte ich mich auf den Weg nach unten. Auch, wenn ich mich in diesem Haus nicht auskannte, war es mir irgendwie vertraut. Einfach alles erinnerte mich an unser altes Anwesen.
Den Stimmen folgend fand ich mich unten im Durchgang vorm Saloon wieder und lehnte mich in den Rahmen der Tür. Stefan saß zusammen mit Damon und Elena auf der ledernen Sofagarnitur. Sam hatte sich auf einen der Sessel gesetzt und Dean tigerte vor dem Kamin auf und ab. Alle anderen waren scheinbar nach Hause gegangen. Da sich aber noch niemand an die Gurgel zu gehen schien, beschloss ich, die ganze Sache erstmal still zu beobachten. Vielleicht hatten sie ihre Gründe, mich nicht dazu zu holen. Dann würden sie mir definitiv nicht freiwillig sagen, was genau sie denn so hitzig diskutierten.
"Wir haben keine Ahnung, was auf uns zukommt. Es wäre besser, wenn wir das ändern könnten", versuchte Sam zu schlichten. Doch allein an Damons mehr als verbissenem Gesichtsausdruck konnte ich sehen, dass er gegen eine Wand argumentierte. Er würde sich niemals überzeugen lassen. Sonderlich begeistert sah Stefan ebenso wenig aus.
"Nein!", rief Damon aus.
"Was sollen wir denn deiner Meinung nach tun? Ich will und werde Kiéra nicht verlieren. An niemanden. Spring gefälligst über deinen Schatten, Vampir", zischte Dean.
"ICH werde meine Schwester nicht verlieren. Und ich brauche weder Katherines Hilfe, noch die von dir und deinem Bruder!"
"Klar, mach es doch ganz alleine. Hat ja schon einmal prima funktioniert", keifte Dean zurück.
"Kiéra ist der einzige Grund, warum ich dir noch nicht den Kopf abgerissen habe. Aber glaube mir, ich ändere meine Meinung ganz gerne mal, also hüte gefälligst deine Zunge. Das ist meine einzige Warnung. Und du würdest gut daran tun, sie auch zu beherzigen", knurrte Damon.
"Pah, als hät-"
"Dean! Es reicht!", schnitt Sam seinem älteren Bruder das Wort ab. "Diese kindischen Streitereien helfen uns nicht weiter!"
"Was bitte sollen wir tun, wenn dieser ignorante Idiot so stur ist? Es war dein Reden, dass wir diese Vampirin nicht gleich hätten weg schicken sollen."
Sam zog nur eine Augenbraue hoch.
"Du schienst von ihr auch nicht sonderlich begeistert. Woher der Sinneswandel?"
"Ich bin davon immer noch nicht begeistert, aber es ist momentan unsere beste Chance um Kiéra zu helfen. Wir kommen nicht weiter!"
"Wir werden warten", entschied Stefan, der sich die ganze Diskussion eher schweigend angehört hatte. Ebenso wie ich.
"Warten? Es geht hier um eure Schwester. Und das Einzige was ihr tun wollt, ist warten?!"
"Wenn es dir nicht passt, musst du nicht bleiben", presste Damon hervor. "Ich werde dich bestimmt nicht am Gehen hindern." Mein Bruder deutete demonstrativ auf die Tür und ich trat kopfschüttelnd in den Saloon.
"Wir werden warten", sagte ich und setzte mich zu Stefan auf den Schoß. Dieser zog mich gleich an sich und auch Damon rückte näher heran.
Keiner von uns hat wirklich damit gerechnet, dass wir uns jemals wiedersehen würden. Auch wenn wir stets darauf hofften. Wir brauchten die Nähe zueinander.
"Alles in Ordnung?", flüsterte Stefan mir ins Ohr und ich nickte nur.
Dean sah nicht sonderlich begeistert aus, aber wenigstens widersprach er nicht länger.
"Es gibt nur zwei Möglichkeiten", sprach ich weiter. "Entweder, wir finden etwas, oder Klaus, die Hölle oder sonst irgendjemand wagt einen ersten Schritt."
Mit diesen Worten stand ich wieder auf und ging Richtung Haustür.
"Wo willst du hin?", fragte Damon, der urplötzlich mit verschränkten Armen stand.
"Bis es soweit ist, werde ich mir Mystik Falls ein wenig ansehen. Ich bin seit über einem Jahrhundert nicht mehr hier gewesen."
"Kiéra... das ist vielleicht keine gute Idee. Wir wissen noch nicht, was hier vor sich geht..."
"Aber ich bin stärker als ich aussehe, das weißt du. Ich kann auf mich aufpassen, Damon. So wie es aussieht, wird Mystik Falls zukünftig wieder mein Zuhause sein. Ich will es kennenlernen."
"Du fühlst dich hier zuhause?", fragte Damon lächelnd nach.
"Es ist dein Zuhause und das von Stefan. Also ist es auch meins. Ich will euch in meinem Leben behalten."
"Ach Krümel", sagte er und schloss mich in seine Arme.
"Du passt auf dich auf!", beschwor er mich.
"Versprochen", sagte ich nickend und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Und sollte etwas sein, egal was, dann meldest du dich!"
"Ja Damon", rief ich lachend über die Schulter, ehe die Tür hinter mir ins Schloss fiel.
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About Salvatores and Winchesters (Crossover)
FanfictionKiéra Salvatore ist ein Augustine Vampir, schon seit sie denken kann. Sie kennt nichts anderes außer den Wächtern, den Doktoren, all den scheußlichen Experimenten die sie an ihr durchführten. An ihr und all den anderen Vampiren. Doch sie ist die ein...
