Kiéra
Ich vergrub mein Gesicht immer tiefer an Deans Brust und genoss seine Nähe. Die Gedanken über meinen Vater rückten immer weiter in den Hintergrund. Ich lauschte dem Jäger, wie er mir immer und immer wieder versicherte, dass ich gut sei. Und das nichts von alldem meine Schuld sei.
Auch Damon und Stefan bläuten mir immer wieder ein, dass ich mir nichts vorzuwerfen hatte und dennoch ließen mich Deans Worte erst zur Ruhe kommen. Es bedeutete mir viel, dass er so dachte. Natürlich bedeuteten mir auch meine Brüder die Welt, dennoch waren sie meine Brüder. Sie würden alles tun, um auf mich aufzupassen, auf meinen Körper und meine Seele.
Ich schloss die Augen, lauschte Deans tiefer Stimme und wünschte mir, dass dieser Moment nicht mehr enden würde. Benebelt von seinem herben Geruch, umgeben von seinen starken Armen, konnte ich mir nichts Schöneres vorstellen. Mein menschlichen Vergnügen bestanden darin, mich in die Welt der Bücher zurückzuziehen und mich in die entlegensten Orte der Welt zu träumen. Und immer wieder las ich von der einzigwahren Liebe. Ich habe mich in die Vorstellung von Liebe auf den ersten Blick verliebt, auch wenn ich nie daran geglaubt hätte, dass so etwas wirklich möglich sein sollte. Sich auf einen einzigen Blick in einen völlig Fremden zu verlieben kam mir so unwirklich vor. Ganz besonders, wenn ich an die Männer dachte, die mir ihre Aufwartung machten. Dennoch hatte ich mich verliebt. In einen Jäger, der bei unserer ersten Begegnung meinen Kopf wollte, wortwörtlich.
Ich wusste nicht genau, zu welchem Zeitpunkt es passierte. Aber mein Herz schlug schneller, wenn ich nur an Dean dachte. Ich war nervös in seiner Nähe und wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Es kam mir nichts in den Sinn was mehr schmerzte, als die kurzen Augenblicke, die er sich von mir abwandte, weil ihn meine Vergangenheit schockierte. Ich genoss seine Nähe. Die Wärme die seine Haut ausstrahlte, seinen Geruch, den Klang seiner Stimme. Und bei dieser Erkenntnis, musste ich lächeln. ich hatte mich unwiderruflich in Dean Winchester verliebt.
Und doch konnte ich es ihm nicht sagen. Was, wenn er nicht das Gleiche für mich empfinden würde? Warum sollte er sich auch in mich verlieben? Selbst, wenn die Jäger nicht viel über ihren Vater sprachen, hatte ich verstanden, wie er zu übernatürlichen Wesen stand. Und ich hatte verstanden, dass er Deans großes Vorbild war. So wie es Sam andeutete, war Dean, mit dem Tod ihres Vaters, noch versessener darauf in dessen Fußstapfen zu treten. Niemals würde er sich in einen Vampir verlieben. Ich konnte froh sein, dass mir helfen wollte, dass er mein Freund war. Ich könnte es nicht ertragen ihn zu verlieren, wenn ich ihm meine Liebe gestand. Seine Freundschaft wollte ich nicht auch riskieren. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst war, dann war ich einfach feige. Ich hatte Angst vor einer Zurückweisung. Ich hatte Angst um mein Herz.
"Was zum Teufel ist hier los?!", polterte Damon urplötzlich. Ich schrak von Deans Brust hoch und sah meinen Bruder fuchsteufelswild im Türrahmen meines Zimmers stehen.
"Damon...", piepste ich, mit vom Schluchzen heiserer Stimme.
Sein Blick fiel auf mich, er stürzte ins Zimmer und riss mich ruckartig aus Deans Armen. Mein Bruder schloss mich den Arm und mit einer Hand drückte er mein Gesicht an seine Brust. "Alles okay", murmelte er, als wolle er mich beruhigen. "Ich bin da, alles okay Kiéra."
Damon strich mir übers Haar und ich spürte seine Wange an meinem Kopf. Er starrte Immer noch auf Dean hinunter.
"Was hast du ihr angetan?", knurrte er und zog mich noch ein Stück weiter aus Deans Reichweite.
Ich drückte meine Arme, die angewinkelt an Damons Brust lagen, gegen seinen Körper und versuchte von seiner Umarmung loszukommen, doch er umgriff meinen Körper nur fester.
"Damon!", versuchte ich die Aufmerksamkeit meines Bruders zu bekommen, doch der Stoff seines Shirts dämpfte meine Stimme.
Mein Bruder rührte sich nicht, strich mir weiter über das Haar und wollte mir versichern, dass er mich vor dem Jäger schützen würde.
"Ich habe gar nichts getan", antwortete Dean gelassen und ich konnte das Rascheln von Stoff hören. Wie es denn Anschein hatte, stand er auf. Und Dean würde gut daran tun, Damon nicht weiter zu reizen. Mein Bruder hatte die ganze Situation nicht unter Kontrolle und fasslicher ihn gefährlich. Wenn er derart angespannt war, konnte sein Nervenband auch ganz leicht reißen. Ich hatte Angst, wenn er rasend wurde, dass er den Jäger angriff. Damon schien ihn vom ersten Moment an nicht leiden zu können.
"Kiéra hat geweint. Du warst mit ihr allein. Denkst du wirklich, ich würde dir glauben?"
"Dann frag sie", antwortete Damon ruhig. Damons Griff um meine Schultern lockerte sich, als er mich von sich schob. Sanft strich er mir die getrockneten Tränen aus dem Gesicht und sah mich an.
"Was ist passiert?", fragte er vorsichtig. "Wenn er dir etwas getan hat, dann werde ich ihn ohne Probleme los!"
Ich lächelte nur und schüttelte mit dem Kopf. Damon wollte mich nur beschützen, dass wusste ich auch. Selbst wenn er ein wenig über die Strenge schlug.
"Ich weiß, du kannst ihn gut leiden, auch wenn ich es nicht verstehe. Ich kann für dich aus der Stadt jagen, wenn ich ihn nicht töten soll", bot Damon weiter an.
"Er hat mir nichts getan", erklärte ich.
"Was ist dann passiert?"
"Wir haben Tagebücher gefunden."
Damon nickte zwar, aber ich konnte ihm ansehen, dass er meine Reaktion trotzdem nicht ganz nachvollziehen konnte.
"Er hasst mich, Damon", schluchzte ich und stürzte mich in die Arme meines Bruders. "Vater hasst mich!"
"Alles okay", murmelte Damon und drückte mir einen Kuss aufs Haar.
Er sah auf und blickte den Jäger an.
"Was habt ihr herausgefunden?", fragte er ihn.
Dean seufzte nur. "Lass uns nach unten gehen, dann können alle mithören."
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About Salvatores and Winchesters (Crossover)
FanfictionKiéra Salvatore ist ein Augustine Vampir, schon seit sie denken kann. Sie kennt nichts anderes außer den Wächtern, den Doktoren, all den scheußlichen Experimenten die sie an ihr durchführten. An ihr und all den anderen Vampiren. Doch sie ist die ein...
