1_Der Anfang

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Caesar:
Genüsslich streckte ich mich, bevor ich mich ausgeruht erhob. Auf allen Vieren lief ich durch den Wald. Mein schwarzes Fell glänzte in den morgendlichen Sonnenstrahlen, während meine eisblauen Augen die Umgebung abscannten. Ich spitzte meine Ohren und lauschte den Geräuschen des Waldes. Die Vögel zwitscherten und ich konnte einige Tiere heraushören. Ein Knacken hinter mir ließ mich herum fahren und in Angriffsstellung zu gehen. Knurrend beobachtete ich einige der Vampire näher kommen. Als sie meine Haltung erkannten stoppten sie einige Meter vor mir. Ein Mann mit kurzen Haaren und breiten Schultern sowie bronzefarbenen Augen trat vor. Ich erkannte ihn. Emmet! "Hey Kleine!", sagte er und kam langsam auf mich zu. Ich fauchte jedoch und ging einige Schritte zurück. "Ich bin es! Shhh! Ich tu dir nichts! Und meine Familie erst recht nicht. Ganz ruhig!", redete er auf mich ein und kam nun gebeugt auf mich zu. Ich blieb stehen. Der Vampir, der vor mir lief, war der Erste, dem ich mich gezeigt hatte. Eher ungewollt, doch irgendwie bereute ich es nicht. Denn er behandelte mich mit Respekt und Liebe. Bis jetzt. Ich zuckte zusammen, als er eine Hand auf meinen Kopf legte. "Shhh, ganz ruhig! Ich bin da!", flüsterte er und begann mich dort zu kraulen. Ein Schnurren entwich meiner Kehle, was ihn lächeln ließ. "Alles in Ordnung. Das war nichts Schlimmes. Das heißt nur, dass es dir gefällt", erklärte er mir und nahm nun auch seine zweite Hand. "Alles ist gut, kleiner Nachttäumer! Shhhh", flüsterte er. Ich begann langsam es zu genießen und ging einen Schritt auf ihn zu. Dann rieb ich mein Gesicht an seinem Shirt. Er begann leise zu lachen und sagte: "Nicht so stürmisch, Kleine!" "Emmet!", ertönte hinter ihn eine Stimme. Ich wich sofort drei Meter zurück knurrte die Vampire an. "Carlisle, das ist sie. Aber sie ist noch sehr eingeschüchtert und ängstlich. Bitte erschrick sie nicht noch mehr!", sagte Emmet zu einem blonden Mann. Dieser nickte und beugte sich auf meine Augenhöhe runter. "Hallo Nachttäumer! Ich bin Carlisle. Emmet hat schon viel von dir erzählt. Er mag dich wirklich sehr", sagte er. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, wie ich darauf antworten sollte und starrte ihn eine Zeit lang an. Dann sah ich unsicher zu Emmet. "Kleine, das ist meine Familie", begann er und kam zu mir, "Das ist Carlisle und seine Frau Esme. Das ist Alice mit ihrem Mann Jasper. Daneben stehen Edward und seine Frau Bella. Und das ist Rosalie. Meine Frau!" Ich versuchte mir alles zu merken, denn mit Namen hatte ich schon immer Probleme. Doch Emmets Frau weckte meine Neugierde. "Wir würden dich gerne kennenlernen und uns freuen, wenn du eines Tages mit uns zusammen wohnen würdest", sagte Carlisle. Ich schmiegte mich enger an Emmet und signalisierte ihm, dass ich langsam nicht mehr unter so großer Gesellschaft sein konnte. "Für den Anfang warst du großartig. Ich komme heute Nachmittag nochmal vorbei, wenn das okay ist?", fragte er. Als Antwort rieb ich mich an ihm. Er streichelte lachend ein letztes Mal mein Fell, bevor er zu seiner Familie ging. Kurz darauf waren sie verschwunden. Vampirspeed, dachte ich mir seufzend. Das kann ich leider noch nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich das jemals werden kann. Emmet kam wirklich am Nachmittag und redete mit mir. Ich genoss seine Nähe die gesamte kommende Woche. Auch brachte er mir Rose näher, die ihn immer öfter begleitete. Ich begann sie zu mögen, wie alle anderen auch. Doch Vertrauen schenkte ich nur Emmet und Rose...
Ich bin ein Nachttäumer. Und das obwohl meine Art als ausgestorben galt. Ich bin der lebende Beweis für das Gegenteil. Doch es ist kein Wunder, dass es so war. Meine Art wurde gejagt, verkauft, eingekerkert und gefoltert. Und warum? Weil wir uns in unser Seelentier verwandeln konnten. Doch das beginnt erst im Alter von 16 Jahren. Mit 21 Jahren bleibt das menschliche Aussehen bestehen und man altert nicht mehr. Doch das mit dem Alter des Gestaltentieres ist so eine Sache. Meine Gestalt ist ein Panther und ich verwandelte mich momentan noch zu jedem Vollmond zurück in einen Babypanther. Ich wuchs schnell und war kurz vor Vollmond ausgewachsen. Doch wenn der Vollmond aufging, dann wurde ich jedes Mal wieder zu einem Babypanther. Ich weiß nicht, ob das normal ist oder ob es eine Mutation ist. Oder aber ob es daran liegt, dass ich erst 17 Jahre alt bin und noch sehr jung und unerfahren. Das Wenige, was ich weiß, hat mir Emmet erklärt. Doch mehr wusste er auch nicht. Er meinte, dass er mal mit Carlisle darüber reden wird und mir dann die Neuigkeiten, falls es welche gibt, mitteilt. Ich kann mich zwar zurück in einen Menschen, bzw. einen Halbvampir verwandeln, doch ich will es nicht. Außerdem habe ich, meinem Gespür nach, eine Gen, das dafür sorgt, dass ich mir bei Gefahr in den Panther verwandle. Das kann natürlich auch an meinen jungen Jahren liegen, denn wir Nachttäumer leben unendlich. Wir sind unsterblich. Naja, anderes Thema. Als Mensch habe ich rote Haare, die mir glatt bis zu den Schultern fallen. Ich war relativ groß und etwas muskulös. Meine eisblauen Augen behielt ich jedoch auch als Panther. Mit diesen durchforstete ich gerade meine Umgebung nach einem ordentlichen Essen. Als ich einen Elch erblickt hatte, lief mir das Wasser im Mund zusammen. Fleisch! Ich schlich mich leise an und sprang dann ab. Doch wie gesagt. Ich war unerfahren und fiel vom Rücken. Der Elch schreckte hoch und trat vor Schreck mehrmals aus. Er traf meinen Kopf und meinen Bauch. Ich knurrte vor Schmerzen auf, sodass der Elch schnell das Weite suchte. Mein Blut lief aus den Wunden und über mein Fell. Mühsam erhob ich mich und schleppte mich keuchend durch den Wald. Irgendwann konnte ich nicht mehr und legte mich einfach auf das Moos. Sofort wurde das Moos blutig getropft. Doch lange ausruhen konnte ich mich nicht. Denn ich brauchte jetzt Rose und Emmet. Die beiden würden mir helfen. Auch wenn sie mir verboten hatten zu jagen, da sie so etwas wie hier vorausgeahnt hatten. Nach wenigen Minuten stand ich auf und versuchte den steigenden Schmerz zu unterdrücken. Es fiel schwerer als gedacht, doch half etwas. Endlich kam das große Haus in Sicht und ich trat an den Rand des Waldes. Edward und Bella saßen mit Esme, Alice und Rose draußen im Garten und unterhielten sich. Als ich aus dem Schatten der Bäume ins Freie trat, erstarrte Esme mit dem Blick auf mich. Edward und Bella sahen mich nun auch. Rose und Alice saßen mich dem Rücken zu mir. Esme schlug sich die Hände vor den Mund, ebenso Bella. Edward sagte etwas zu Rose, die sich blitzschnell umdrehte. Ihre Augen weiteten sich als sie mich sah. Der Schock war ihr förmlich ins Gesicht geschrieben und Edward "EMMET!", schrie...

"Because we love you!" ~Volturi Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt