Ich würde von Dad unterbrochen. "Ganz langsam! Atme erstmal durch-Was hast du da?", fragte Dad stirnrunzelnd. "Was denn?" meinte ich neugierig und sah mich um. "Still halten!", befahl Dad und streckte seine Hand zu meinem Auge aus. Er strich mit seinem Daumen um eine Stelle über meinem Auge. "Ist das Blut?", ...
... fragte Dad. "Zeug mal her", meinte Papa und kam zu uns. Das kann kein Blut sein. Von was denn? Ungeduldig sah ich umher. Papa, was machst du da, fragte ich, als er sich irgendwas über meinem Auge ansehen wollte. "Halt mal still, Schatz!", sagte Papa und ich hielt meinen Kopf ruhig. Er drückte auf eine Stelle und ich schrie auf. Papa das tut mir weh! Hör auf! "Schon gut Caesar. Aro, es ist getrocknetes Blut!", sagte Papa und ließ von mir ab, "Und es scheint so, als wenn sich darunter eine Verletzung verbirgt!" Die Stelle tat urplötzlich so sehr weh, dass ich schluchzte und mich an Dad drückte. Dad es tut weh! Weinte ich in seine Brust. "Shhh! Alles wird gut Prinzessin!" Dad redete auf mich ein und strich mir beruhigend durchs Fell. Währenddessen redete Papa mit Felix und Demetri. Ich kuschelte mich immer tiefer in Dads Anzug, den er sich eben erst angezogen haben musste.
"Okay, also Schatz! Demetri und Felix sind weg und jetzt kümmere ich mich um deine Verletzung!", sagte Papa und lief plötzlich los. Dad folgte ihm mit mir auf dem Arm. Nach einigen Sekunden schloss Papa hinter Dad und mir eine Tür und Dad setzte sich mit mir auf eine komische weiße Liege. "Weißt du noch, wie das passiert ist?", fragte Dad und küsste meinen Kopf, während Papa sich weiße Gummihandschuhe anzog. Nein, Dad! Ich wusste nicht mal, dass ich blute. Sagte ich in Gedanken und Dad nickte. "Du bist schreckhaft aufgewacht, von der Couch gesprungen und gegen das Tischbein gestoßen. Wohl etwas zu stark, denn so hast du dir die Verletzung zugezogen!", erklärte Dad. "Caesar sieh mich mal an", meldete sich Papas Stimme hinter mir. Ich drehte mich mit verweinten Augen zu Papa um und sagte in Gedanken seinen seinen Namen. "Ja, ich bin hier, Schatz! Alles wird gut. Ich taste die Wunde erst einmal ab, dann desinfiziere ich sie dir und dann mache ich ein Pflaster darauf. Einverstanden?", fragte er und hockte sich auf Augenhöhe. Bleibt Dad hier drin? Fragte ich und sah zu ihm hinter mir auf. "Ja, ich bleibe bei dir. Du darfst bestimmt auch auf meinem Schoß bleiben. Oder Marcus?", fragte Dad. "Sicher", lächelte Papa und ich strahlte ihn an. "Das Lächeln gefällt mir!", grinste Dad. Und dann begann Papa mit dem Abtasten. Zuerst presste ich nur meine kleinen Zähne zusammen, doch dann konnte ich nicht anders und begann schluchzend zu weinen. Dad streichelte mein Fell und redete auf mich ein. Doch es tat genauso sehr weh, wie vorher. Deshalb begann ich mich dagegen zu wehren und drehte ständig meinen Kopf weg. Papa drehte ihn zwar immer zu sich zurück, doch sofort drehte ich ihn wieder weg. "Was soll das, Schatz?", fragte er und streichelte sanft meine Wange. Ich lehnte mich gegen ihn und schluchzte. Papa, es tut so weh! "Ja, ich weiß. Aber das muss sein. Ich bin auch gleich damit fertig-" Nein! Ich wollte diese Schmerzen nicht mehr und sprang von Dads Schoß. Zu meinem Bedauern fing er mich in der Luft auf. "Caesar! Das ist nur zu deinem Besten!", sagte Dad streng. Ich weinte und zappelte rum, als er mich auf seinen Schoß zurück setzte. Dennoch blieb er der Stärkere und zwang mich so Papas Abtasten und Desinfizieren auf. Wobei letztere noch eine Stufe höher war und ich mich so stark ich konnte, wehrte. Als Papa dann endlich ein großes Plaster holte und Dad mich streichelte, hörte ich langsam auf. "Shhh! Du hast es geschafft, Caesar! Shhh! Alles wird gut. Schau Papa macht dir das Pflaster drauf und dann ist es vorbei, Prinzessin!", flüsterte Dad in meine Ohren und ich wurde ruhiger. Papa konnte somit auch das Pflaster aufkleben. Als es schlussendlich wirklich vorbei war und Papa seine Handschuhe auszog und wegschmiss, liefen nur noch stumme Tränen über mein Fell. "Na komm her!", sagte Papa und hob mich an seine Brust. Ich kuschelte mich an ihn und genoss seine beruhigende Stimme, während er mit Dad und mir ins Wohnzimmer ging...
Nach vielen Stunden, in denen ich all meinen Gefühlen Freilauf gegeben hatte, wurde ich allmählich ruhiger. Ich hatte geschrien und Bäume gefällt. Ich hatte haareraufend nachgedacht und mein Spiegelbild im Wasser angesehen. Und nun? Nun war ich wieder ruhiger. Nach etlichen Stunden. Aber dieser sehr lange Emotionsausbruch hatte mich auch Kraft gekostet. Ich hatte Durst und das Verlangen nach Schlaf und Ruhe. Und mir fehlte Caesar. Es war sicher schon genug Zeit vergangen und sie würde sich Sorgen machen. Und das bekam ich alles im Schloss. Also erhob ich mich und lief in normaler Geschwindigkeit im Schein der Abendsonne zurück. Kurz hatte ich Angst, dass Aro und Marcus sich gegen mich gestellt hatten und mich nicht mehr zu ihr lassen würden, doch dann kamen mir wieder ihre Worte in den Sinn... Wir waren mehr als Freunde. Brüder!
Im Schloss angekommen, lief ich zuerst in den Kerker. Ich musste meinen Durst stillen, denn Caesar darf nichts passieren. Also trat ich nacheinander in die Zellen. Nachdem fünf Menschen leer in ihren Zellen auf dem Boden bei offener Tür lagen und ich gerade einen Jugendlichen halb leer fallen gelassen hatte, war ich satt. Gerade kamen Demetri und Felix rein, um zu schauen warum die Menschen schrien. "Schleppt die Leichen weg und schafft neue Mahlzeiten an. Und entsorgt den ekelhaften Jungen, der mich getreten hat, ordentlich!", rief ich und die beiden sahen mir nur geschockt hinterher. Ich trank so viel nur, nach einem Krieg oder bei einem Wutausbruch. Und das bereitete den beiden offenbar ein mulmiges Gefühl.
Dennoch hörte ich, wie sie meinem Befehl nachkamen. Satt und ohne Gefahr für meine Kleine, ging ich durch die immer ruhiger werdenden Gänge. Mittlerweile war es schon fast Abend und ich hoffte, dass Caesar noch nicht im Bett war. Leise öffnete ich die Tür ins Wohnzimmer und trat ein...
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"Because we love you!" ~Volturi
FanfictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
