Der Weg war ewig lang und so war ich mehr als erleichtert, als endlich die sehnsütig erwartete Tür in mein Blickfeld kam. Caius schmunzelte bei meinem Anblick und öffnete sie endlich. Wir traten ins Wohnzimmer. Dad und Papa saßen bis eben kuschelnd auf der Couch...
Nun sahen sie auf. "Und wie wars?", fragte Papa. "Ich will ins Bett", jammerte ich und rieb mir mit einer Pfote an den Augen. Papa lachte leicht und Dad erhob sich. "Zuerst wird gegessen!", sagte er und stellte mir ein Tablett mit frischem Fleisch und einer Schale Milch hin. "Ich will nichts essen, sondern nur ins Bett", murmelte ich. "Prinzessin, du isst bitte etwas", bat mich Dad und kniete sich zu mir. Dann begann eine kleine Diskussion, die Dad gewann und ich widerwillig begann zu essen. Caius meinte, dass er duschen und dann ins Bett ginge. Ich nahm auch seine Verabschiedung nur am Rande war. Endlich war ich satt und sah auf. "Willst du nur abgerieben werden oder duschen gehen?", fragte Papa, während Dad mich etwas. streichelte. "Abreiben reicht. Ich gehe morgen duschen", gähnte ich. "Na dann", meinte Papa und kam im Vampirspeed mit einem Handtuch an und rieb mir den Schweiß ab. "Selbst wenn ich müde bin, ist das cool", murmelte ich. Er lachte leise und ging in meinen Käfig. Es war aber kein Käfig mehr, der abgeschlossen wurde, nein, es war wie ein zweiter Raum. Und es störte mich nicht mehr so sehr, wie am Anfang. Dennoch störte es. Dad folgte uns und machte das Licht aus. "Ich denke du bist wirklich k.o., also wenn du sagst du willst allein schlafen, dann können wir das verstehen und-", begann Dad, doch wurde von Papa unterbrochen. "Vielleicht möchte sie gerade deswegen einfach unsere Anwesenheit", schmunzelte Papa. Beide sahen zu mir. "Bleibt ihr bei mir?", fragte ich hoffnungsvoll. Jetzt sahen mich beide sanft an. "Natürlich", lächelte Dad. "Ähm", murmelte ich und sah unsicher weg. "Was liegt dir auf dem Herzen, Prinzessin?", fragte Dad und beugte sich zu mir runter. "Darf ich bei euch schlafen?", fragte ich leise. "Kann es sein, dass du den Käfig nicht magst?", fragte Papa und sah mich nachdenklich an. "Er erinnert mich an einige Dinge, die ich verdrängen wollte", nuschelte ich. "Vielleicht ist es wirklich besser, wenn du bei uns schläfst", stimmte Dad zu und erhob sich. "Danke", sagte ich und lief mit Dad in das Schlafzimmer meiner Väter. Dort legte ich mich in die Mitte und machte es mich bequem. Dad legte sich auf die rechte Seite und Papa auf die Linke. Es war schon dunkel und ich gähnte. "Und wie war dein Tag mit Caius?", fragte Papa und Dad begann meinen Rücken zu streicheln. "Es war unglaublich anstrengend", murmelte ich, "Muss ich das jetzt wirklich jeden Tag machen?" Papa lachte leise und leicht. "Nur werktags. Also Montag bis Freitag. Aber vielleicht ändern dein Vater und ich unseren Plan ja noch", erklärte Papa. "Bitte", jammerte ich, "Das war so schlimm. Ich musste voll viel rennen und so und meine Pfoten tun weh. Caius hat mich einfach ignoriert und fast gequält!"
Und während Caesar ihren Vätern alles bis ins Detail erzählte, wurde sie immer müder und schlief langsam aber stetig ein. So lag sie eine halbe Stunde später leise schlafend zwischen ihren Eltern. "Können wir den Plan bitte noch einmal überarbeiten?", fragte Aro leise, "Ich möchte nicht, dass Caius sie so quält und keine Rücksicht nimmt. Bei allem Respekt, aber das kann ich nicht mit ansehen!" Marcus wich dem Blick seines Freundes aus und sah an die Decke. "Caius war nicht er selbst. Er muss als die Person im Training sein, die Caesar kennt. Dieser harte, gefühlskalte und emotionslose Caius darf nicht bei Caesar sein. Das verletzt beide nachtragend und ist unnötig. Caius soll ihr lediglich etwas beibringen und spielerisch mit ihr trainieren. Aber seine Show kann er sich sparen. Die beiden sind schließlich die ganze Zeit allein!" Mit großen Augen sah Aro seinen Freund an. "Wow", murmelte er, "Du machst dir ja noch viel intensivere Gedanken, als ich. Denkst du, dass Caius das absichtlich macht?" "Nein. Es ist eine unbewusste Makse, die er trägt, sobald er als Meister ein Training beginnt. Ich werde mit ihm sprechen", versprach Marcus und sah Aro Direktion die Augen. "Okay", stimmte ihm der Schwarzhaarige zu, "Aber bitte lass uns das Training trotzdem kürzer machen. Von morgens bis abends ist wirklich übertrieben!" "Hmmm, vielleicht reicht es ja auch bis zum Mittag, um 13.00 Uhr. Dann kommen die beiden zurück und essen direkt Mittag. Caesar kann Mittagspause machen und danach nehmen wir uns Zeit für sie", überlegte Marcus. "Das klingt wirklich gut. Aber jeden Tag würde ich es nicht machen. Montag und Dienstag das harte Programm und Mittwoch bis Freitag lockerer. Was sagst du?", fragte Aro leise und strich über Caesars Ohren. Sie schnurrte genussvoll und die Väter lächelten. "Abgemacht!", sagte der Braunhaarige, "Dann gehe ich später zu Caius, rede mit ihm und teile ihmden neuen Plan mit". Und für den Rest der Nacht ruhten die beiden bei ihrer Tochter und beschützten sie. Egal was kommen mag, die beiden werden sie nicht im Stich lassen.
Derweil lag Caius bei völliger Dunkelheit in seinem Bett wach. Seine Gedanken hielten ihn wach. War er heute zu streng mit Caesar gewesen? Sie hatte mehrmals um eine Pause oder um Nachsicht gebeten, doch er hatte sie einfach ignoriert. Eiskalt. Es war fast so, als wenn er nicht er selbst gewesen wäre. "Was ist nur los mit mir?", fragte er nuschelnd in die ruhige Nacht. Ihm war klar, dass es nicht einfach werden würde, doch dass es so aus dem Ruder lief, das hatte er wahrlich nicht erwartet. Langsam wurde ihm bewusst, dass er Caesar nicht als Caesar gesehen hatte, sondern als irgendeinen Vampir, den er trainieren sollte. Er hatte sie blind Runden laufen lassen. Ohne das Wissen, dass sie es war, hatte er sie Stunden über Stunden mit Sport gequält, ja fast schon tyrannisiert. Es war ein Wunder, dass sie es noch bis ins Bett geschafft hatte. Und ein zweites Wunder, dass ihre Väter so ruhig geblieben wären. Aber vielleicht hatten sie es schon geahnt und ignorierten ihn. Nein, das passte nicht zu ihnen. Mit Sicherheit konnte er sich morgen in aller Früh von Aro eine Predigt anhören. Der Schwarzhaarige hatte ihn seit seinem Liebesgeständis sowieso verstärkt auf dem Kicker. Er wollte nicht sagen, dass Aro dies nicht schon vorher hatte, aber nun noch extremer. Marcus dagegen blieb meist ruhig und gelassen. Er war der Meinung, dass Aro und er sich nicht zu sehr in Caesars Privatsphäre einbringen durften, denn sie sollte ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Aus Fehlern lernt man und das sollte seine Tochter auch lernen. Caius war Marcus innerlich dankbar, denn durch diese Einstellung und seinen Einfluss gegenüber seines Mannes, konnte er Aro zurückhalten sich bei Caesar und ihm einzumischen. Caius zuckte stark zusammen, als es sachte an der Tür klopfte. Es war nicht Aro, der wäre nicht so vorsichtig mit seiner Tür umgegangen...
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"Because we love you!" ~Volturi
Fan-FictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
