Sie hatte ihre Väter belauscht, nachdem sie sich fertig gemacht hatte. "Ja Papa, du hast Recht", murmelte sie und knetete ihre Hände. "Und du weißt sicher auch, dass es unhöflich ist, wenn man lauscht, gerade bei den eigenen Eltern!", sagte Marcus und richtete sich auf...
Caesar sagte nichts. Aro erhob sich nun auch und stand neben Marcus. Dieser forderte: "Ich erwarte auf jede Frage, die Aro oder ich stellen, eine Antwort!" Caesar nickte. "Ich höre nichts!" "Ja, ich weiß, dass es unhöflich ist zu lauschen", meinte sie leise und sah auf den Boden, "Tut mir leid, es kommt nicht wieder vor!" Aro sah zufrieden zu seinem Freund und küsste ihn kurz auf den Mund. "Da du ja jetzt fertig bist, können wir beginnen", sagte Aro und deutete auf den Stuhl vor ihm. Der Schreibtisch war so groß, dass das Paar ohne Probleme dahinter sitzen und arbeiten konnte, während ihre Tochter ihre Aufgaben vor ihren Augen machte. "I-Ich, also-mein", stammelte Caesar und suchte nach den richtigen Worten. "Ich habe seit vorgestern nichts mehr gegessen", flüsterte sie. Urplötzlich stand Marcus neben ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Und was möchte du essen?", fragte er sie sanft, "Egal was es ist, ich werde es dir besorgen!" Caesar sah überrascht auf und schien wieder neuen Mut zu fassen. "Gehen Pancakes mit Apfelmus und Honig?", fragte sie leise. "Aber natürlich mein Engel", nickte er und küsste ihre Stirn. Schon war er verschwunden. Etwas überfordert sah sie zur Tür, durch die ihr Vater gerade verschwunden war. "Setz dich doch bitte", bat Aro sie nun sanft, da er erkannt hatte, dass es nicht immer auf laute Lautstärke oder harte Dominanz ging, sondern man die Ruhe bewahren sollte. Wenn er sanft und freundlich um etwas bat und es so tat, dass sie dennoch seine Überlegenheit spürte, dann konnte er auch damit sehr weit kommen. Caesar nickte und lief zum besagten Stuhl. Gerade als sie sich setzte, kam Marcus mit einem Tablett wieder. Er schloss die Tür und stellte das Silbertablett vor seine Tochter. "Bitte sehr!" Caesar sah hungrig auf den Berg von frischen Pancakes. Dazu waren zwei Schüsseln, eine mit Apfelmus und die kleinere mit Honig. "Ich wusste nicht, was du trinken wolltest, also habe ich Wasser besorgt", erklärte Marcus und deutete auf das Glas. Sofort griff sie danach und trank es gierig aus. Aro zog eine Augenbraue hoch, als er sah, wie hungrig seine Tochter war. Für ihn reichte es vollkommen aus alle zwei Tage Blut zu trinken. Aber bei Caesar sah das wohl anders aus. "Ich denke wir müssen auf geregelte Mahlzeiten achten", flüsterte Marcus ihm zu, als er neben ihn trat. Aro nickte und setzte sich wieder. Während er sich weiter durch die Papiere arbeitete, dachte Marcus über die Ernährung seiner Tochter nach. Da fiel ihm ein Buch ein, welches einer seiner ältesten Freunde ihm schenkte, bevor er im Krieg gegen den Westen starb. Sofort eilte er durch den Raum und ließ seine Fingerspitzen über die alten Buchrücken gleiten. Aro schien nun zu merken, dass etwas nicht stimmte und sah zu seinem Freund, der das alte Werk nun endlich gefunden hatte und es auf den Tisch legte, ehe er sich setzte. Der Braunhaarige blätterte und fand schließlich das gewünschte Kapitel... Die Ernährung eines Nachtträumers. Er las sich das Kapitel durch, während Aro zwischen seiner speisenden Tochter und seinem gefesselten Freund hin und her blickte... Als Caesar fertig gegessen hatte, stellte Aro das Tablett beiseite und sah mit verschränkten Armen abwartend zu Marcus. Dieser merkte nichts und las gespannt weiter. Nach einigen weiteren Minuten, die verstrichen, reichte es Aro schließlich und er räusperte sich auffällig laut. Marcus sah hoch und sah ihn fragend an. "Ich weiß ja nicht, was du da liest, aber würdest du bitte mit deinen Gedanken dabei sein, wenn ich Caesar alles erkläre?" Aro klang leicht sauer und Marcus ahnte warum. Sein Freund hasste es, wenn er nicht bei der Sache war. Gerade dann, wenn Aro selbst etwas sagte. "Natürlich", murmelte er und legte das Buch beiseite. Zufrieden nickte Aro und setzte sich nun wieder auf seinen Platz. "Also Caesar", begann er und lehnte sich leicht nach vorn, "Du hattest bisher nur bei Caius Unterricht, aber das wird sich ab heute ändern. Dein Vater und ich werden dir ebenfalls Wissen vermitteln. Allerdings nichts, was man so einfach in der Menschenschule lernt, sondern Wissen, was wir für notwendig und oder hilfreich erachten!" Begeisterung sah anders aus, doch Marcus hatte keine andere Reaktion erwartet. Schließlich wurde das Band seiner Tochter und seines guten Freundes immer stärker. Ihm war klar, dass keiner der beiden weniger gemeinsame Zeit für gut heißen würde. Während er in sich hineinlächelte, da man Aro deutlich ansah, dass er mit dieser Reaktion nicht gerechnet hatte, fuhr Aro fort. "Caius wird dich weiter in Kampfkunst unterrichten, aber auch in Fechten. Das wird jeden Mittwoch und Freitagvormittag stattfinden. Dein Vater lehrt dich Philosophie, um deine Vorstellungskraft und dein Einfallsreichtum zu trainieren. Mathematik werde ich übernehmen, da durchaus mathematischen Fähigkeiten erforderlich und ebenfalls hilfreich sind. Die Geschichte und Entwicklung der Vampire und Gestaltwandler übernimmt dein Vater, schließlich musst du auch über alles Bescheid wissen. Ich trainiere deine Konzentration, sodass du mehr Kontrolle über dich und deinen Körper erlangst. Da wir wichtige Personen in der Welt der kalten Wesen sind und wir viel Wert auf alte Tradition und Höflichkeit legen, wir dein Vater dich im Tanze lehren. Und zu guter Letzt, wirst du bei mir unsere Gesetzte lernen!" Caesar starrte ihren Vater ungläubig an. "Hier ist dein Tagesplan für die ganze Woche. Wenn etwas nicht passen sollte, werden wir es ändern, aber für diese Woche gilt er!", erklärte Aro und reichte ihr den Plan. Sie nahm ihn jedoch nicht an. Aro seufzte und legte ihn ihr auf den Platz, bevor er weiter erklärte: "Des Weiteren haben wir Zeiten für die Nachtruhe, schließlich bist du noch im Wachstum und benötigst ausreichend Schlaf! In der Woche ist Bettruhe um 20.30 Uhr und Nachtruhe um 21.30 Uhr. Am Wochenende, also am Freitag-und am Samstagabend, bist du um 21.30 Uhr im Bett und gehst spätestens um 22.00 Uhr schlafen! Die Zeiten habe ich dir auf den Zettel geschrieben, falls du nachlesen möchtest". In Caesar staute sich Fassungslosigkeit und Wut auf. Prüfend sah sie auf das Pergament. Sie hatte sich also wirklich nicht verhört. "Wollt ihr mich eigentlich verarschen?", murmelte sie. "Wie bitte?", fragte Aro seine Tochter und hoffte inständig für sie, sich verhört zu haben...
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"Because we love you!" ~Volturi
Hayran KurguNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
