"Dann beantworte mir eine Frage ehrlich", forderte Marcus und Aro nickte knapp, "Was tut dir weh?" "Das ist unfair!" murmelte Aro. Marcus lachte leicht, weswegen seine Brust vibrierte. "Das kenne ich irgendwoher", sagte er, "Genau das gleiche Verhalten hat unsere Tochter!"...
Ein leichtes Schmunzeln erschien auf Aros Lippen, was Marcus nicht entging. "Na los", bestimmte Marcus und streichelte Aros Haar. "Es fühlt sich so an, als wenn ein Pfeil in meiner linken Schläfe wäre und mein Kopf fast explodiert. Und mein Bauch tut auch noch weh. Allerdings alles nicht mehr sooo schlimm, wie heute Vormittag!", gab Aro nach. Marcus überlegte. "Ich mache dir eine heiße Tasse Blut mit Salbei, Pfefferminze und Zitronenmelisse. Die trinkst du aus und dann schläfst du. Das sollte erst einmal helfen", überlegte Marcus. "Okay", stimmte Aro leise zu. "Und bis dahin legst du dich hin!" Nach einer kurzen Umarmung legte sich Aro wieder ins Bett und Marcus ging, um das Getränk zu mischen. Währenddessen war Caesar kurz vorm Einschlafen. Sie lag neben Caius in seinem Bett. Der Vampir streichelte den Panther, wie er es versprochen hatte. Dabei beobachtete er jede ihrer Regungen und genoss ihren bezaubernden Anblick. Er konnte es immer noch nicht fassen, dass sie mit ihm morgen Abend ausging. Allerdings wusste er nicht, wie ihre Väter das aufgenommen hatten. Marcus war zwar etwas geschockt und im ersten Moment überfordert gewesen, doch bei Aro wusste er gar nichts. Die Tatsache, dass es dem schwarzhaarigen Vater nicht gut ging, verschlimmerte seine Sorge enorm. Wenn Aro krank war, gab es für seine Gedanken genau zwei Richtungen. Entweder ja oder nein. Was dazwischen gab es eigentlich nicht, wenn der König krank war. Bei Marcus sah das anders aus. Er war so gut wie nie krank und wenn, dann beeinflusste das in keinster Weise seine Meinung beziehungsweise seine Stellungnahme. Kurz nachdem Caesar einschlief, nickte auch Caius selbst weg. Die Anwesenheit des Mädchens tat ihm gut und verhalf auch zu ruhigerem Schlaf.
Schlafen musste auch Aro, der gerade die rote Flüssigkeit der warmen Tasse ausgetrunken hatte. Marcus stellte sie auf den Nachtisch und strich Aro durchs Haar, ehe er sich umzog. Der Schwarzhaarige beobachtete seinen Freund dabei. Als Marcus seine Schlafkleidung trug, legte er sich ins Bett und zog Aro zu sich heran. Der kuschelte sich an Marcus heran. So lag das Paar dort und auch bald begann sie zu ruhen. Während es in dem großen Apartment im zweiten Stock des Nordflügels still war, beschützten Wachen das Schloss sowie ihre Könige...
Der nächste Tag begann ruhig und blieb es auch noch eine Weile. Das Paar lag im Bett und ruhte immer noch. Marcus war kurz wach, doch bewegte sich nicht, um seinen kranken Freund nicht zu wecken. Kurz darauf schlief auch er wieder ein. Im Zimmer des dritten Königs schien die Sonne durch die Gardinen. Sie waren schon eine Weile wach, doch kuschelten lieber gemütlich im bequemen Bett. Zwischendurch aß Caesar etwas und Caius trank einen Kelch Blut, doch danach legten sie sich wieder hin. Es war eine schläfrige Atmosphäre, obwohl die Sonne hell schien. Doch nachdem die Uhr zwölf Uhr angezeigt hatte, wurden die Jüngsten langsam wach. Es war amüsant mit anzusehen, wie Caesar sich immer wieder bewegte oder Caius seine Hand anders legte. Schlussendlich sahen sich dich beiden an und entschieden einstimmig endlich aufzustehen. So zog Caius sich schnell um, ehe sie ins Wohnzimmer gingen. "Wo sind Dad und Papa?", fragte sie. "Wahrscheinlich schlafen sie noch. Aro braucht viel Erholung, um wieder fit zu werden. Also müssen wir ganz leise sein", erklärte Caius und sah den Panther mahnend an. "Leise sein? Na gut", murrend gab sie nach. "Wir können ja mal sein Fell durchbürsten", schlug Caius vor. "Au ja!", rief sie, doch wurde sofort leise, als sie Caius' ernsten Blick sah, "Ups!" "Caesar!"
Währenddessen wurde Marcus durch sanfte Küsse wach. Schmunzelnd sah er in das freudige Gesicht seines Freundes. "Morgen", grinste Aro. "Morgen", gähnte Marcus und zog ihn an seine Brust. "Bist du noch müde?", fragte Aro und sah hellwach zu ihm. "Nein, überhaupt nicht. Wie kommst du denn darauf?", kam es sarkastisch von dem Braunhaarigen, "Wie geht es dir?" "Ganz gut! Mein Bauch grummelt ab und zu noch und mein Kopf muss einen leichten Druck aushalten, aber das schaffe ich!", grinste Aro und kuschelte sich an Marcus. "Das freut mich", schmunzelte dieser und seufzte. Nachdem sie noch etwas den Moment genossen hatten, entschieden sie sich aufzustehen.
"Können wir noch mal über heute Abend reden?", ertönte Aros ernste Stimme, als er sich die Haare kämmte und in den Spiegel sah. Marcus lehnte sich in den Türrahmen und köpfte sein Hemd zu. "Über was genau möchtest du denn reden?", fragte er. "Über Caius und Caesar", antwortete Aro und legte die Bürste weg, "Ich weiß nicht, was ich davon halten soll!" Marcus verstand, was sein Freund meinte. "Aro, wir beide kennen Caius jetzt schon unser ganzes Leben", begann er und ging gefolgt von Aro in das Ankleidezimmer, "Wir beide wissen ganz genau, dass er zwar chaotisch, aber auch höflich und respektvoll ist. Allein in der letzten Woche hat er Caesar unglaublich viel Benehmen beigebracht!" "Benehmen?", hakte er skeptisch nach. "Ja, Benehmen", bestätigte Marcus, "Sie achtet auf Körpersprache, fragt vorher, ob sie das darf und hält Abstand. Gestern hat sie vor deinem Bett auf die Erlaubnis gewartet, dass sie zu dir kommen kann. Und wenn Caius mit ihr unterwegs zu den Trainingshallen ist, dann wartet sie immer auf das Zeichen von ihm, dass sie zu jemandem darf. Sie weiß mittlerweile, dass das Schloss gefährlich ist und sie nicht allein sein darf. Caius hat mit seiner Höflichkeit und seinem Respekt auf sie abgefärbt!" "Hm", murmelte Aro und sah zu, sein Freund sich die Krawatte band. "Ich denke, dass wir Caius eine Chance geben sollten, sich zu beweisen", beendete Marcus seinen Gedanken zu diesem Thema und machte mit dieser Aussage seinen Standpunkt klar. "Auch wenn ich nicht wirklich davon überzeugt bin", begann Aro und stieß sich vom Türrahmen ab, "Gebe ich ihm dir zur Liebe die Chance. Aber wenn er es vermasselt, dann sage ich ihm glasklar meine Meinung!" Etwas beleidigt sah Marcus weg, als Aro seine Hände sanft wegdrückte und die Krawatte begann neu zu binden. "Nach all den Jahrhunderten hast du eben immer noch deine Probleme damit", schmunzelte Aro und küsste ihn, als we fertig war, "Aber das ist nicht schlimm. Ich helfe dir gern!" Marcus erwiderte den Kuss und lehnte sich an Aro. "Aber ich habe es schon so oft geübt!", murmelte der Braunhaarige. "Ist schon gut", flüsterte Aro und strich ihm durchs Haar, "Dann geben wir ihm eine Chance und lassen die beiden heute Abend miteinander ausgehen!"
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"Because we love you!" ~Volturi
FanfictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
