"Sie ist nicht nur ein Panther. Sie ist ein Nachtträumer und ein extrem junger noch dazu. Das musst du berücksichtigen!", rief Rose. "ICH KANN MIT IHR MACHEN WAS ICH WILL!", schrie Emmett und stand auf. "NEIN DAS KANNST DU NICHT!", schrie nun der Schwarzhaarige.
Überrascht sah ich ihn an. "Was mischt ihr euch da überhaupt ein?", rief Emmett. "Du wirst sie nicht länger bei dir behalten. Du wirst dich von ihr fern halten!", sagte er. "Ach ja? Und wie wollt ihr das anstellen?", fragte mein "Freund" höhnisch. "Ganz einfach: Wir nehmen sie mit!" Und das war der Punkt, wo selbst beruhigende Worte und das Streicheln nichts mehr half. Ich wollte hier weg. Ich war doch kein Objekt, um das man sich stritt. Ich wollte zurück in den Wald, zurück in die Natur. Zurück in mein Zuhause. Ich fauchte und versuchte die Hände ab zu schütteln. Doch ich wurde festgehalten und fast schon fixiert. "Das bringt nichts", flüsterte der Blonde. "Macht ihr sie fertig für die Reise?", fragte der schwarzhaarige Mann. "Sind schon dabei!", sagte der Blonde und griff in seine Anzugtasche. Währenddessen redete der Schwarzhaarige mit Emmett und Rose und erklärte irgendwas von Bindungen. "Hier, riech mal!" Und schon stieg mir ein angenehmer Duft aus Baumrinde und Zitronenmelisse in die Nase. Ich wollte aber nicht weiter daran riechen, doch es blieb mir nichts anderes übrig, denn die beiden hielten meinen Kopf fest. "Riech, das hilft!", flüsterten sie. Und da ich nicht lange genug die Luft anhalten konnte, musste ich riechen und sofort kam der Duft in meine Atemwege. Ein komisches Gefühl beschlich mich. Alles wurde so sanft und so ruhig. Die Stimmen wurden immer leiser. Alles schien in einen Tiefschlaf fallen zu wollen. Ich konnte nicht lange dagegen ankämpfen. Schlussendlich fielen mir meine Augen zu und ich sackte in die beiden Arme der Männer. Hilflos und ausgeliefert...
Langsam verschwand der Duft von Baumrinde und Zitronenmelisse und ich kam wieder zu mir. Nun stieg mir ein neuer, unbekannter Geruch in die Nase. Ich öffnete meine Augen und sah mich um. Ich war in einem Käfig eingesperrt. Panik und Wut gleichzeitig erfassten mich. Ich erhob mich schnell und sah, dass über dem Käfig ein schwarzes seidiges Tuch lag. So wurde mir die Sicht nach außen verwehrt. Ich wurde aggressiv und lief knurrend im Käfig auf und ab. Als das nichts brachte und meine Wut immer noch wuchs, versuchte ich es mit Gewalt. Ich trat gegen die Gitter und warf mich mit meinem ganzen Körpergewicht dagegen. Er hielt stand und es schepperte laut. Ich gab nicht auf, sondern tat dies immer wieder. Im Hintergrund hörte ich eine Tür aufgehen. Einige Paare von Schuhen traten ein. "Deine Frage hat sich wohl erledigt Marcus", hörte ich eine Stimme. "Ja, sie ist wach. Und das nicht gerade seit einer Minute!", antwortete eine zweite. Die Schritte kamen in meine Richtung, doch ich ignorierte sie. Plötzlich wurde eine Seite des Tuches aufgedeckt und gab den Blick in ein großes Zimmer frei. Doch vor mir standen die drei Männer, die mich entführt hatten. Ich knurrte sie an und ging in Angriffsstellung. "Hallo Kleines!", sagte der Schwarzhaarige und trat dichter. Ich warf mich fauchend gegen das Gitter vor ihm und versuchte ihn anzugreifen. Erfolglos. Er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Das Einzige, was er tat, war mich sanft an zu lächeln. "Ich kann dich verstehen, Liebling!", sagte er. Nein, das kann er nicht! Knurrend versuchte ich einen zweiten Angriff. Wieder erfolglos. "Sehr gut sogar. Aber das Verhalten hier bringt weder dich, noch uns, weiter, Prinzessin!", sagte er und sah mir in die Augen. Standhaft. Ohne eine Unterbrechung. Ich wurde ruhiger und sah einfach nur in diese roten Augen. "Du wirst sicher einige Fragen haben. Wenn du es zulässt, dann würden wir sie gerne beantworten. Außerdem noch einige Regeln erklären. Aber dazu musst du uns zuhören, Liebling!", sagte er und die anderen Männer traten auch vor. "Das heißt, dass du dich beruhigen musst, Kleine!", sagte der Braunhaarige. "Sonst muss ich dich an etwas riechen lassen, wodurch du bewegungsunfähig wirst. Und das willst du auch nicht, oder Süße?", fragte der Blonde. Ich war irritiert. Was für Regeln? Welche Fragen? Wer waren diese Leute? Was für ein Duft? Und warum nannten sie mich Schatz, Liebling, Kleines, Kleine oder Süße? "Möchtest du, dass Caius dir das gibt?", fragte der Mittlere. Ich wich knurrend einen Schritt zurück. "Das nehme ich als eindeutiges, nein!", murmelte der Blonde. "Das sehe ich genauso!" "Liebling, vielleicht ist es besser, wenn du dich hinlegst und uns dann zuhörst", schlug der Schwarzhaarige vor. Provokant zeigte ich meine Zähne. "In Ordnung", nickte er und begann, "Der Blonde ist Caius und der Braunhaarige Marcus. Ich bin Aro. Wir sind die Könige der Vampire und leiten den Volturi Clan". Jetzt weiß ich, wie sie hießen. "Du bist ein Nachtträumer. Man verwandelt sich als dieser am Ende des 16. Lebensjahres zum ersten Mal. Dein Seelentier ist, nach deinem jetzigen Aussehen, ein schwarzer Panther. Du verwandelst dich in deinen ersten Jahren immer zu Vollmond in einen Babypanther, der dann vier Wochen hat, um wieder groß zu werden. Du bist, laut vielen Aussagen, noch sehr jung, was man mit gekonntem Auge auch sehen kann. Nicht nur als Halbvampir, sondern auch als Panther. Du bist unerfahren. Ignorierst Regeln. Weißt nicht, wie man Jagd oder Respekt hat. Außerdem ist dein Verhalten generell noch sehr verspielt. Was du brauchst ist jemanden, der dir zeigt was Regeln und Manieren sind. Aber der dir noch mehr Zuneigung und Liebe gibt. Denn das hat dir bisher gefehlt, ist aber für Nachtträumer enorm wichtig. Und diese fehlende Zuneigung und Liebe werden wir nachholen, Kleine!", sagte Marcus. Geschockt sah ich ihn an. Auf der einen Seite, woher wusste er das und auf der anderen Seite werde ich garantiert nicht hier bleiben! "Genau, Schatz!", stimmte ihm Aro zu. "Marcus und Aro werden sich nicht nur so verhalten, sondern sind ab jetzt an deine Väter. Und du bist von nun an ihre Tochter. Und das wird auch so bleiben!", sagte Caius. Ich war wie versteinert. Die beiden waren von nun an meine Väter? Garantiert nicht. "Und wir werden dich erziehen", sagte Aro, woraufhin ich brüllend einen dritten Angriff auf ihn versuchte. "Wenn du es so willst, dann haben wir auch eine Menge Peitschen", sagte er. Ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Ihn weiter ansehen, zurückweichen oder ihn angreifen...
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"Because we love you!" ~Volturi
FanfictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
