13_Fortschritt

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"Denk ans Kuscheln!", flüsterte Papa und hielt die Flasche höher. Und da war es vorbei. Ich wollte unbedingt kuscheln. Ich konnte mir keinen ganzen Reim daraus machen, doch ich vermutete, dass es an meiner momentanen emotionalen Lage lag...

Ich zog einmal und sofort strömte die warme Flüssigkeit in mich. Die süße Flüssigkeit verwöhnte meine Geschmacksknospen. Ich begann gierig zu trinken und Dad nahm seine Finger heraus, weil ich nun ja alleine trank und mich im Moment nicht sträubte. Ich wurde immer schneller und hektischer. "Hey, hey, hey! Ganz ruhig!", sagten Papa und Dad, "Trink langsamer, Caesar!" Ich hörte fast schon automatisch auf die beiden und verlangsamte mein Tempo zu einer normalen Geschwindigkeit. "So ist es gut. Braves Mädchen!" Und aus irgendeinem Grund gab mir das Bestätigung und Genugtuung. Dad begann derweil mein Fell zu streicheln. Es war zusätzlich entspannend, weswegen die Milch noch einzigartiger schmeckte, als ich sie es eh schon tat. Ich trank und trank, bis alles leer war. "Das war großartig!", lobte mich Dad. Ich schrie kurz glücklich auf, bevor ich erschöpft von meinem inneren Gefühlschaos gähnte. "Du bist müde von den Emotionen. Möchtest du kuscheln oder lieber allein im Gitterbettchen schlafen?", fragte Dad. Ich streckte mich nach ihm, was er lächelnd zur Kenntnis nahm. "Das ist eindeutig kuscheln. Ist es okay, wenn ich dich zu deinem Vater gebe? Der sieht seine wundervolle Tochter schon so sehnsüchtig an", grinste Dad, Papa an. Ich nickte und rieb mir müde meine Augen mit den Pfoten. "Na dann", flüsterte Dad und küsste mich zweimal. Ich weigerte mich nicht, da es angenehm war und ich eh nichts daran ändern hätte können. Dann übergab er mich an Papa, der mich stolz ansah. Ich begann auf einmal wieder zu schluchzen und streckte mich nach ihm aus. Ich wollte zu ihm. Ich wollte seine Nähe, seine Zuneigung, seine väterliche Liebe! Und zwar genau jetzt. Er merkte es noch bevor die ersten Tränen über meine Wangen liefen, dass meine Stimmung gekippt war. "Am besten geht ihr aufs Zimmer", sagte Dad und sah mich besorgt an. Papa nickte und erhob sich. Er trug mich durch die Räume in das Zimmer, in dem ich schlief, während ich begann stark zu weinen. Im Zimmer angekommen legte er sich, ohne Schuhe, auf das große Bett. Mich legte er auf seine Brust und begann, während er mich sanft festhielt, mein Fell zu streicheln. Ich wollte aufstehen und näher zu ihm, doch da er mich festhielt, ging es nicht. "Was ist, Schatz?", fragte Papa. Ich sah ihn sehnsüchtig aus traurigen, nassen Augen an. Er ließ kurz locker und gewährte mir so, mich einmal zu bewegen. Ich stand auf und krabbelt näher zu ihn. Ich legte mich wieder hin, als ich meinen Kopf in seine Halsbeuge kuscheln konnte. Und schon waren Papas Hände wieder da und hielten mich fest, doch seine Mundwinkel zuckten kurz nach oben, als er sah was ich tat. Er streichelte mich wieder und begann auf mich einzureden. "Shhh, alles ist gut, Prinzessin! Ich bin da. Dein Vater ist da. Caius ist auch da. Wir sind alle da! Shhh! Nicht weinen, Spatz! Das sind die Hormone, dafür kannst du nichts. Schau, ich bin da! Nur für dich, meine wunderbare Tochter!" Die Tränen versiegten und ich beruhigte mich langsam wieder. "Shhh, so ist es gut! Das machst du großartig, Liebling! Alles wird gut! Shhh!" Nun, nach dem Beruhigen, kam die Erschöpfung. Ich gähnte und kuschelte mich enger an Papa. "Du bist müde. Das ist ganz normal. Schlaf ein bisschen, dann geht es dir wieder besser. Ich bleibe auch die ganze Zeit bei dir, Schatz!", flüsterte Papa und küsste meinen Kopf. Ich schloss genießerisch die Augen und gähnte wieder. "Ist gut, Liebling! Jetzt schlaf", sagte er und malte einige Kreise auf meinen Rücken. Ich schnurrte und ließ mich fallen. Kurz darauf überkam mich die Erschöpfung und ich nickte in Papas Armen erleichtert ein...

Langsam wurde ich wieder wach und streckte mich erst einmal. "Na geht's wieder?" fragte Papas Stimme. Ich öffnete meine Augen und setzte mich auf. Ich saß nun auf Papas Brust, der mich mit einem warmen Lächeln auf den Lippen ansah. Ich nickte leicht und sah mich neugierig um. Wir waren allein, doch plötzlich hörte ich eine bekannte Stimme aus dem Wohnzimmer nebenan. "...aber das war so ein komisches Gefühl. Un-" "Hörst du ihn?", fragte Papa. Meine Augen wurden immer größer und ich nickte heftig. "Er ist vor ein paar Minuten gekommen", lächelte mich Papa an. Ungeduldig tappste ich auf der Stelle hin und her. "Weil du so brav warst, darfst du zu ihm. Ab-" Ich unterbrach ihn und wollte vom Bett runterspringen. Leider schnappte mich Papa in der Luft und hielt mich fest. Streng sah er mich an. "Erst ausreden lassen!", befahl er. Ich zog meinen Kopf ein und sah nach unten. "Du darfst zu ihm, aber wir gehen gemeinsam! Und du benimmt dich!", beendete er seinen Monolog, "Haben wir uns verstanden?" Ich nickte. "Ich habe dich lieb, Schatz!", sagte er noch hinzu und küsste meine Stirn. Ich entspannte mich sofort wieder und wurde aufgeregt. Mit einem wissenden Lächeln auf den Lippen nahm er mich an seine Brust und trug mich aus dem Raum hinaus. Als wir im Wohnzimmer ankamen, sah ich ihn und schrie überglücklich. Er und Dad drehten sich um. Dad lächelte glücklich, während er grinste. Papa ließ mich runter, sodass ich stolpernd zu ihm rannte. Er beugte sich zu mir runter und hob mich hoch. "Hey, da ist ja mein kleiner Räuber!", rief Caius und wir knuddelten. Ich war so froh ihn endlich wiederzusehen. "Warst du auch schön brav?", fragte er mich mit einem Hauch von Strenge. Ich nickte ganz stolz und reckte mein Kinn nach oben. Caius sah prüfend zu Dad und Papa, die sich auf die Couch niedergelassen haben und ihre Hände ineinander verschränkt hatten. Sie nickten ebenfalls als Bestätigung und ein Hauch von Stolz glitzerte in ihren Augen. "Das hast du großartig gemacht, Räuber! Einfach großartig!", rief Caius und knuddelte gleich noch einmal. Freudig schmiegte ich mich an ihn. "So und jetzt hab ich auch Zeit für meinen kleinen Räuber!", sagte Caius und grinste mich an...

"Because we love you!" ~Volturi Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt