11_Papa

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Er lag auf dem Rücken. Ich versuchte dort auf seine Brust zu krabbeln, was nicht gerade leicht war. Doch ich schaffte es. "Super!", flüsterte Dad und legte mich eine Hand auf den Rücken. Leicht drückte er mich nach unten, sodass ich auf seiner starken Brust Platz nahm...

"Es war einmal...", begann Mar-Papa das Märchen vorzulesen. Ich mochte viele Märchen nicht. Beispielsweise auch das, welches er gerade vorlas. Sieben Geißlein. Ich schrie und stand wieder auf. Papa hielt inne und Dad beobachtete meine Bewegungen ganz genau. Ich purzelte von Dads Brust herunter und tappste zu Papa. "Caesar?!" Ich kletterte zu Papa auf die Brust und sah ihn an. Dann biss ich mit meinen kleinen Milchzähnen in das Buch und zerrte daran. Papa ließ es los und so zog ich es quer übers Bett. Angestrengt atmete ich. "Was soll das?", fragte Dad streng. Ich schaute ihn ängstlich an. Papa erhob sich und kam zu mir. "Willst du eine andere Gutenachtgeschichte?", fragte er. Ich nickte und sah ihn mit großen Augen an. Während Dad hinter mir erleichtert ausatmete, nahm Papa mich hoch und trug mich zum Bücherregal. "Ich hatte mir schon gedacht, dass du das nicht magst... Wie wärs stattdessen mit Robin Hood?", fragte er. Hochbegeistert schrie ich und streckte mich zum Buch. Papa schmunzelte und trug mich zurück zu Dad. Dort legte er mich auf seine Brust, lächelte Dad beruhigend an und ging dann noch einmal, um das Buch zu holen. Papa legte sich wieder hin und begann zu lesen. Eine Weile blickte ich unruhig hin und her, bis ich Dad bittend ansah. Er überlegte erst kurz, doch schien dann den Grund zu finden. Er hob eine Hand und begann mich sanft und liebevoll zu streicheln. Ich genoss es und kuschelte mich an ihn. Dabei sah ich Papa beim Lesen zu und lauschte seiner samtigen Stimme. Durch das bequeme Liegen, die Streicheleinheiten und die melodische Stimme von Papa wurde ich immer müder. Ich hatte Mühe die Augen offen zu lassen und musste Gähnen. Dad und Papa bekamen das mit und warfen sich wissende Blicke zu. Ich gab quengelnde Geräusche von mir, weswegen Papa inne hielt. "Schatz", flüsterte er, "Mach die Äuglein zu!" "Lesen hat keinen Sinn mehr", sagte Dad. Ich war da anderer Meinung und begann richtig zu quengeln. Papa stellte das Buch zurück und legte sich dann direkt neben Dad, der vergeblich versuchte mich zu beruhigen. Die beiden sahen sich an und unterhielten sich über Blicke. Dann legten sie sich auf eine Seite, sodass sie sich ansahen und noch etwas Platz zwischen ihnen war. Dort setzte mich Dad hinein. Ich sah sie aus müden Augen an. "Du wirst jetzt hier schlafen. Aber du darfst natürlich auch in dein Gitterbett, wenn dir das lieber ist", sagte Papa. Ich schüttelte den Kopf und strich mir mit meinen Pfoten übers Gesicht. Gähnend streckte ich mich ein letztes Mal, was nicht gerade leicht zwischen "meinen Vätern" war. "Schatz, hinlegen!", sagte Papa und drückte mich nach unten. Quengelnd gab ich nach, da Papa einfach zu stark war. "Liebling, mach die Äuglein zu!", sagte Dad. Als ich jedoch nur weiter quengelnd die Augen offen ließ, seufzte er. Dann glitten seine Hände zu mir. Eine legte er auf meine Augen und verhinderte so, dass ich sie wieder öffnen konnte. Mit der anderen stoppte er meine Versuche seine Hand wegzunehmen und hielt meine Vorderpfoten sanft fest. Ich schrie und zappelte unruhig, obwohl ich erschöpft war. Papa und Dad seufzten und Papa hielt meine Hinterpfoten fest. "Prinzessin, du bist nur so quengelig, weil du müde bist! Lass dich auf uns ein. Wir sind dein Väter und beschützen dich!", sagte Dad. Und er erinnerte mich wieder an meinen Deal mit Caius. Einlassen. Zulassen. Also blieb mir in naher Zukunft nichts anderes übrig. "Und wenn du auffhörst so zu schreien, dann kann ich dich auch gerne streicheln!", sagte Papa, der noch eine Hand frei hatte. Sofort hörte ich auf und spitzte meine Ohren. Papa begann wirklich mich zu streicheln. Ich genoss es, doch quengelte noch etwas leise vor mich hin. "Ja, Schatz, ja! Wir wissen Bescheid!", flüsterte Dad als Antwort auf mein Gequengel. Ich setzte das noch eine kleine Weile fort, doch wurde immer erschöpfter. "Willst du kuscheln? Wenn ja, dann nehmen wir unsere Hände weg und du darfst dich so hinlegen wie du möchtest. Aber nur, wenn du danach deine Äuglein zumachst und schläfst!", sagten Papa und Dad. Und schon bekam ich etwas mehr Freiheiten. Ich öffnete gequält meine Augen und sah zu Dads Hand, die er von meinen Augen genommen hatte. "Möchtest du?", fragte er und hielt sie mir hin. Ich rieb mir müde meine Augen und gab ein zustimmendes Geräusch von mir. Dad legte sie direkt zu mir. Ich streckte meine Pfoten aus und zog seine Hand eng an mich. Schmunzelnd beobachteten Dad und Papa mich, während ich es mir gemütlich machte und meinen Kopf auf Dads Hand legte. Dort kuschelte ich und rieb mir wieder die Augen, da sie kurz vorm Zufallen waren. "Äuglein zu, Schatz! Dann streichelt dich dein Vater auch weiter!", lächelte Dad. Ich sah zu Papa, der zustimmend nickte. Sofort kuschelte ich mich wieder in Dads Handfläche und schloss die Augen. Leicht lachend begann Papa mir sanft durch das Fell zu streichen. So war es schließlich passiert. Die Müdigkeit überkam mich und ich schlief vollkommen erschöpft ein. Mit dem Gedanken an Caius, Dad und Papa...

Ich wurde am nächsten Morgen durch einige Sonnenstrahlen grummelnd wach. Die Nacht war gut, doch meine Laune schwankte auf einmal und ich war emotionaler. Ich rieb mir meine Augen, bevor ich sie dann schlussendlich öffnete und mich umsah. Ich war in dem Zimmer und doch lag nicht mehr in der Mitte eines großen Ehebettes. Sondern war in dem erhöhten Bett mit Gittern. Ich schnaubte und erhob mich. Dass kann doch jetzt nicht deren Ernst sein. Ich begann mit meinen kleinen Milchzähnen an dem stabilen Holzgitter zu arbeiten. Ich biss hinein und versuchte es heraus zu ziehen. Mitten in diesem Vorgang kam Papa herein. "Da ist ja schon einer wach", lächelte er, "Und schon aktiv"...

"Because we love you!" ~Volturi Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt