Dennoch hörte ich, wie sie meinem Befehl nachkamen. Satt und ohne Gefahr für meine Kleine, ging ich durch die immer ruhiger werdenden Gänge. Mittlerweile war es schon fast Abend und ich hoffte, dass Caesar noch nicht im Bett war. Leise öffnete ich die Tür ins Wohnzimmer und trat ein...
Kaum hatte ich die Tür geschlossen, da schrie Caesar schon: 'CAIUS!' Doch Marcus hielt sie weiterhin auf seinem Schoß fest. Man hörte ihre Beschwerden und sah ihre Fluchtversuche, doch Marcus und Aro sahen nur mich an. Missbilligend schnalzte Aro mit der Zunge und erhob sich, während er seine Arme vor der Brust verschränkte. Ich wusste, was er wollte. Und ich hatte auch über das nachgedacht. Im Nachhinein war ich mir meines Fehlers deutlich bewusst und war bereit die Konsequenzen zu tragen. Wenn es sein musste auch, mich zu entschuldigen. "Sind wir wieder da und haben uns?", fragte er und hob sein Kinn. Ja, er war definitiv noch sauer. "Sieht so aus", murmelte ich und traute mich nicht, ihn anzusehen. "Ich wollte eigentlich fragen, ob Caesar mit zu mir darf?!", nuschelte ich. Aro schien offenbar ruhiger zu werden, als Marcus mit Caesar, die ordentlich rebellierte, auf dem Arm zu ihm trat. Er ließ seine Schultern sinken und sah zu Marcus. Nach einem kurzen Moment, in dem die beiden sich in die Augen gesehen hatten, nickten sie. "Ja, es ist besser so", sagte Marcus und die beiden lächelten mich warm an, als wenn sie mich verstehen würden. Marcus setzte Caesar auf dem Boden ab und sie sah ihn überrascht an. Er nickte und schon rannte sie meinen Namen schreiend auf mich zu. Ein Lächeln umspielte meine Lippen und ich kniete mich zu ihr runter. "Hey Süße", murmelte ich, nahm die in den Arm und knudddelte sie. 'Caius, ich hab dich so vermisst! Ich wollte dich sogar suchen kommen, aber Dad und Papa waren zu stark und haben mich nicht gehen gelassen. Und ich habe mir schreckliche Sorgen gemacht. Und-' Caesar brabbelte einfach so drauf los mit einer süßen Stimme. "Süße, es ist alles gut. Ich bin wieder da! Jetzt ist alles wieder gut. Okay?", fragte ich sie schmunzelnd. Gähnend fragte sie: 'Caius, können wir kuscheln?' "Wenn deine Eltern das erlauben", sagte ich und sofort sah sie bittend zu Aro und Marcus. "Einverstanden, aber Caius kommt nachher nochmal zu uns", nickte Aro mir zu. Ich nickte ebenfalls und erhob mich mit Caesar. Sie war schon ein wenig gewachsen, was mich lächeln ließ. In meinem Schlafzimmer angekommen, machte ich gedimmtes Licht an und legte mich mit Caesar auf der Brust aufs Bett. Sofort krabbelte sie zu meiner Halsbeuge und kuschelte sich dort hinein. "Hey! Was wird das?", fragte ich amüsiert und begann ihren Kopf zu kraulen. Sie schnurrte und auch, wenn es noch nicht erwachsen klang, war es trotzdem unglaublich süß. 'Caius, ich mag dich wirklich!', gähnte sie. Ich hielt inne und sah sie an. "Meintest du das gerade ernst?", fragte ich etwas überrumpelt. 'Ja! Du wusstest schon vor Papa und Dad, wie es mir ging und hast dich liebevoll verhalten. Und der Gedanke das du so nur bei mir bist, ist nicht nur schön, sondern ich liebe ihn... Ich liebe dich', sagte sie murmelnd und dann schlief sie ein. Geschockt, verwirrt und überrascht lag ich dort mit Caesar und starrte sie an. "Sie liebt mich", murmelte ich. Ich weiß nur noch nicht, ob sie das sagt, weil sie mich wie einen Bruder liebt oder ob sie mich liebt liebt. So wie ich sie. Aber ich werde es ihr zum passenden Augenblick sagen. Mit Sicherheit! Aber auch erst, wenn sie ein wenig gewachsen ist... Sollte ich vielleicht mit Marcus oder Aro darüber reden? Nein... Ich denke nicht. Das geht erstmal niemandem etwas an! Ich lag so kuschelnd mit Caesar noch zwei Stunden und dann zwang ich mich dazu aufzustehen. Vorsichtig hob ich Caesar aus meiner Halsbeuge und kuschelte sie in meine Bettdecke ein. "Schlaf schön weiter, Süße!", flüsterte ich, küsste ihre Stirn und strich ihr über den Kopf. Sie gab einen ungeschulten und unglaublich süßen Laut von sich, was mich grinsen ließ. Dann verließ ich mein Zimmer und ließ die Tür einen Spalt breit auf. Zögernd lief ich den Gang entlang und hielt inne. Sollte ich wirklich reingehen? "Caius komm rein!", rief Aros Stimme, deren Tonlage ich nicht einordnen konnte. Unentschlossen betrat ich das Wohnzimmer und sah Marcus und Aro, die am Fenster standen und einen Wein mit Blut tranken. "Ihr wolltet, dass ich noch einmal zu euch komme", meinte ich und knetete nervös meine Fingerknochen. "Setz dich", befahl mir Marcus sanft und deutete auf einen der beiden Sessel. Schnell ging ich zu diesem und ließ mich in das Polster sinken. "Schläft sie?", fragte Aro und man hörte deutlich seine missbilligende Tonlage heraus. Er war angespannt. "Ja,... Sie schläft in meinem Bett", murmelte ich und sah auf meine unruhigen Hände. "Aro", sagte Marcus und ich lugte hoch, "Komm wieder runter! Beruhige dich! Caius beantwortet dir alles und Caesar geht es gut!" Marcus hatte Aro eine Hand auf die Schulter gelegt und redete ein wenig auf ihn ein. "Es tut mir leid-", hauchte ich und stand auf. Ich sah auf den Boden, doch spürte die intensiven Blicke auf mir. "Was tut dir leid? Dass du Caesar mit deinen Ideen in Gefahr bringst? Du sie gefärdet? Sie von dir abhängig machst? Sie zu falschen Sachen verleitest?", rief Aro aufgebracht. "ARO! ES REICHT!", schrie Marcus und zog ihn zurück, da er mir bedrohlich nahe kam. "NEIN-" "DOCH! CAIUS HAT IHR NICHTS GETAN! ER HAT VIELLEICHT EINE FALSCHE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN, ABER DAS IST BEIM BESTEN WILLEN NOCH LANGE KEIN GRUND FÜR DEIN VERHALTEN! KOMM RUNTER, ANSONSTEN WERDE ICH GEHEN!" Marcus schrie Aro an, der ihn stumm ansah. Jeder von uns wusste, dass er seine Drohung wahr werden lassen würde. Und Aro stritt selten mit Marcus. Der Grund war die Tatsache, dass sie sich liebten und gegen Streit und Gewalt waren. Sie redeten über ihre Probleme oder Ängste, was andere nicht konnten. "Bitte geh nicht!", bat Aro leicht erfasst von der Angst, die seine weiterführende Haltung verursachen würde. "Dann beruhige dich und sei fair!", forderte Marcus und ließ ihn los. Aro sah zu mir mit einem abschätzenden Blick und schloss dann die Augen. "Ich bin ruhig", sagte er und sah Marcus in die Augen...
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"Because we love you!" ~Volturi
Fiksi PenggemarNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
