"Nur mal angenommen, dass mir der heutige Unterricht mehr Spaß macht, als gestern und du dir wirklich Mühe gibst. Dann würde ich annehmen, dass ich über gestern hinwegsehen könnte",...
Ich verdrängte die Erinnerungen von der Woche und rief erneut: "Wie oft noch?" "So oft, wie ich es sage", antwortete Caius und klatschte wieder in die Hände. Ich schnellte los und rannte zum gefühlt hundertsten Mal den künstlichen Hang hoch. Mit jedem Mal zog sich das Ende immer weiter hin, wie ein Kaugummi. Oben angekommen zitterten meine Pfoten und ich atmete schwer. "Und locker wieder runter joggen", rief Caius. Doch ich konnte nicht mehr. Außer Atem fiel ich fast hinunter und brach dann schlussendlich zusammen. "Caesar", rief Caius mahnend. "Cai-us, I-ich ka-nn n-icht", versuchte ich zu sagen, während ich nach Luft rang. Kurz herrschte Stille, dann kam er zu mir. "Tut mir leid", sagte er leise und setzte sich zu mir. So langsam bekam ich wieder Luft und legte meinen Kopf in deinen Schoß. "Schon okay, das Training heute war anstrengend und hart, aber nicht zu viel. Es war genau richtig", erklärte ich. Caius überlegte etwas und holte dann Luft. "Ich weiß, dass der Zeitpunkt gerade nicht der beste ist, aber hier sind wir allein... Hast morgen Abend schon etwas vor?", fragte er etwas schüchtern. Ich grinste ihn breit an. "Kommt drauf an", meinte ich. "Auf was?", hakte er skeptisch nach. "Ob ich ein Date habe oder nicht!" Jetzt grinste er. "Gehst du morgen Abend mit mir aus?" "Liebend gern", gab ich zurück und kuschelte mich an ihn. Vor meinem inneren Auge erschien Caius breit grinsend. "Isst du eigentlich auch Vampirspeisen?", fragte er nach einiger Zeit. "Ich bin ein Halbvampir. Ich kann menschliche und vampirische Nahrung zu mir nehmen. Und als Panther rohes Fleisch, aber das würde mir ohne ihn nicht schmecken", gab ich zu. "Hast du schon einmal etwas vampirisches probiert?", erkundigte er sich und streichelte mein Fell. "Nein, nicht wirklich. Ich kann mich an nichts vor meiner ersten Verwandlung erinnern. Es ist alles schwarz, wenn ich daran denke. Aber es stört mich nicht. Ich will es auch gar nicht wissen", murmelte ich. "Darf ich denn morgen mit dir, als Halbvampir, rechnen?", fragte er, "Versteh das bitte nicht falsch, ich habe nichts gegen den Panther! Nur es ist komisch..." "Ich verstehe es nicht falsch, Caius. Ich verstehe dich sogar sehr gut. Ich finde es auch nicht toll, dass ich es noch nicht kontrollieren kann. Ich würde gerne wieder als Halbvampir in Erscheinung treten. Ich würde mich gerne Dad und Papa zeigen, aber ich kann das nicht einfach so. Wenn es morgen Abend klappt, dann werde ich als Halbvampir neben dir sein, wenn nicht, dann tut es mir leid", nuschelte ich traurig. "Hey Süße!", sagte er sanft, "Egal ob es klappt oder nicht, ich möchte dich und die Hauptsache ist, dass du mitkommst und bei mir bist!" "Awww", wisperte ich gerührt, "Du bist so süß!" Er grinste und wir knuddelte noch etwas. Doch ich wurde immer erschöpfter und Caius wollte allmählich auch aus der Halle. Also erhoben wir uns und liefen zurück zum Schloss. Unterwegs wurden uns die Türen aufgehalten und Wachen verbeugten sich. Mittlerweile hatte ich keine Angst mehr vor einigen Wachen. Felix, Demetri und Santiago kannte ich schon näher. Immer wenn ich sie sah, hielt Caius mich zurück. Er sagte, dass ich mich mit ihnen unterhalten darf, aber nicht einfach losstürmen soll. Und nach ein paar mahnenden Blicken und Wiederholungen, konnte ich mich jetzt am Ende der Woche beherrschen, was das anging. Im Empfangsbereich stand Santiago. Kaum sah ich ihn, rief ich seinen Namen und er sah auf. "Hey", rief er und kniete sich hin. Caius strich mir über den Rücken und blieb stehen. Das war mittlerweile unser geheimes Zeichen, wenn er mit etwas einverstanden war und wartete. Grinsend lief ich zu Santiago und genoss die Umarmung. Doch nach kurzen Wortwechsel verabschiedete ich mich wieder. Er wünschte mir eine gute Nacht und ich ihm viel Erfolg bei der Nachtwache. Dann ging ich zu Caius zurück, der zufrieden nickte, bevor wir weiterliefen. Als Caius endlich die besagte Tür öffnete, trat ich erleichtert ins Wohnzimmer. Er schloss die Tür und wir seufzten synchron. "Na, wie war's?", fragte Papa, der grinsend aus dem Schlafzimmer meiner Eltern kam. "Eine Mischung aus Oper und klassischer Musik mit einem Hauch von Rock", meinte ich. Caius zog seine Augenbrauen hoch und sah überfordert zu Papa, der leise lachend den Kopf schüttelte und uns kam. "Also war der Anfang doof, aber der Abschluss super", übersetzte Papa für Caius, "Wir gehen dich jetzt duschen, damit du sauber ins Bett kommst!" "Was? Nein! Ich mag kein Wasser!", rief ich. "Pssst! Dein Vater ruht gerade", sagte er mahnend. "Entschuldigung!", murmelte ich. "Na los, dann freut er sich um so mehr, wenn er wach wird!", versuchte mich Papa zu überreden. "Nein", nuschelte ich und versteckte mich halb hinter Caius Beinen. Papa seufzte. Diese Diskussion haben wir schon zweimal geführt und es hatte sehr lange genug dauert. "Okay, wir machen einen Kompromiss!", begann er, "Du machst keinen Aufstand beim Duschen und im Gegenzug darfst du mit zu Dad ins Bett!" "Fast", meinte ich. "Fast?", fragte er mit hochgezoger Augenbraue. "Zusätzlich darf ich morgen Abend mit Caius raus ohne, dass uns jemand nachspoiniert!", stellte ich eine weitere Bedingung. Papa gefror und sah mit dieser einen hochgezogen Augenbraue zu Caius. "Bitte?", fragte er, als hätte er nicht richtig gehört. Caius wurde unsicher und sah kurz zu mir. "Ich möchte mit ihr raus", begann er, doch Papa war die Erklärung nicht ausführlich genug. "Genauer!", forderte er. "Wir haben ein Date!", sagte er dann und straffte seine Schultern. Papa sah ihn immer noch versteinert an. "Also die Reaktion hätte ich eigentlich von Dad erwartet", murmelte ich. "Ich auch", wisperte Caius. "Aro ist am Ende seiner Nerven und liegt mit Bauch-und Kopfschmerzen im Bett. Wie du ihm das erklären willst, ist mir ein Rätsel!", sagte Papa dann. Irritiert sahen Caius und ich uns an, bevor unsere Augen groß wurden. "Muss Dad davon erfahren? Kann es nicht unter uns bleiben?", fragte ich gequält mit dem Hintergrundgedanken, dass Dad diesbezüglich nicht besonders gut auf Caius zu sprechen war. "Maus, dein Vater hat eine Gabe, falls du es noch nicht mitbekommen hast. Genau wie ich. Es ist sogut, wie unmöglich es vor ihm geheim zu halten!", meinte Papa und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich sah überrascht zu Caius. "Fuck, da war was", fluchte er...
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"Because we love you!" ~Volturi
FanfictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
