"Und wir werden dich erziehen", sagte Aro, woraufhin ich brüllend einen dritten Angriff auf ihn versuchte. "Wenn du es so willst, dann haben wir auch eine Menge Peitschen", sagte er. Ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Ihn weiter ansehen, zurückweichen oder ihn angreifen...
"Ich sehe in deinen Augen, dass du nicht weißt, wie du dich jetzt verhalten sollst!", sagte Marcus und trat jetzt direkt an das Gitter. Ich wollte das nicht, doch er hatte Recht. "Wie wäre es, wenn du uns einfach zu Ende reden lässt. Dann bekommst du nach der Fahrt und deiner misslungen Jagd Essen. Danach kannst du dich noch ausruhen", schlug er vor. Ich fauchte, als er 'misslungene Jagd' sagte. Ich wollte nicht, dass mir das ewig vorgehalten wurde. "Schatz, dass meint Marcus nicht böse. Und ist normal, dass du das noch nicht schaffst", sagte Aro. Marcus nickte und sagte: "Caius fahre fort!" "Während deine Väter sich um deine Erziehung kümmern, werde ich dich trainieren und dir zeigen, wie man richtig auf die Jagd geht. Allerdings nur, wenn dein Verhalten entsprechend ist. Denn wenn du mich die ganze Zeit angreifst, ohne dass ich dich darum gebeten habe, ist das Ganze kontraproduktiv", sagte der Blonde. "Also werden wir erst mit der Erziehung beginnen und dann langsam mit dem Training!", sagte Aro. Ich tat nichts. Ich wollte einfach nur hier weg. Raus aus diesem Käfig. Weg von den Gittern. Einfach raus. "Schatz!", rief Aro. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen und wich erschrocken einen Schritt zurück. "Schatz, komm her!", sagte Aro sanft. Wie aus Reflex wich ich noch weiter zurück und schüttelte den Kopf. Dabei sah ich ihn voller Angst an. Ein Lächeln spiegelte sich auf den Lippen der Männer ab. Es war sanft und warm. "Liebling, du musst keine Angst haben. Wir werden dir nichts tun!", sagte er. Ich senkte ängstlich meinen Kopf und wich in die hinterste Ecke des Käfigs zurück. "Wir werden dir auf gar keinen Fall wehtun und auch niemand sonst. Dafür sind wir da!", sagte Caius. "Ich glaube wir sollten das Essen holen. Sie wird heute nicht mehr aus der Ecke kommen", sagte Marcus sanft und sah mich an. Die anderen beiden stimmten ihm zu. Dann verschwand Aro aus meiner Sicht, da nur eine Seite nicht vom Tuch bedeckt war. Kurz darauf kam er mit einem saftigen und blutigen Stück Fleisch auf einem Tablet zurück. Mir lief schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen. "Bist du hungrig?", fragte Caius holte einen Schlüssel heraus. Ich sagte nichts, sondern beobachtete weiter die Situation. Caius schloss eine kleine Gittertür von 30cmx50cm auf. Aro schob das Tablet hinein. Erst jetzt fiel mir auf, dass die Gitterstäbe sehr dick waren, aber dafür viel Platz zwischen ihnen war. "Ich hoffe es schmeckt dir. Caius war extra nochmal im Wald und hat einen Hirsch erlegt!", sagte Aro. Ich sah zu Caius, der mich grinsend ansah. "Wenn du möchtest, dann bringe ich dir das bei!", sagte er und streckte eine Hand durchs Gitter. Ich starrte sie eine Zeit lang einfach nur an. Ich konnte jetzt vieles tun. Ich konnte sie mit dem Arm abreißen. Oder aber ich tat gar nichts. Oder ich ging zu ihm. "Komm her, Liebling", sagte Aro und stellte sich mit Marcus zu Caius. "Alles ist gut!", sagte Caius. Vorsichtig ging ich einen Schritt auf ihn zu. Doch dann wich ich wieder zurück. Caius nahm seine Hand zurück, doch hatte ein Lächeln auf den Lippen. "Das war ein guter Schritt. Ein Fortschritt. Du musst nur lernen uns zu vertrauen. Wir sind nun deine Familie, Prinzessin!", ertönte Marcus warme Stimme. Ich sah ihn mit großen Augen an. "Ja, und es ist alles gut, Kleine. Iss jetzt!", sagte Aro. Ich blieb jedoch stehen. Die drei sahen sich kurz an und setzten sich dann in die Sessel um einen Tisch herum. Die Sitzecke war so gelegt, dass alle mich im Blick hatten. So auch jetzt. Skeptisch besah ich erst sie und dann das Fleisch. "Ich hab es selbst herausgeschnitten. Ich habe extra zartes Fleisch genommen", sagte Caius. Ich sah ihn an. "Iss, Süße!", flüsterte er. Ich beobachtete es als letztes noch einmal, nachdem ich auch daran gerochen hatte. Ich konnte noch nicht meine Gestalt kontrollieren, weswegen ich auch meine Krallen nicht unter Kontrolle hatte. Ich leckte einmal daran. Blut war alles, was ich dachte, und dann stürzte ich mich auf das große Stück Fleisch. Es war fast so, als wenn ich in einen unkontrollierbaren Blutrausch fiel. Ich zerfetzte das Fleisch förmlich. Ich aß alles auf und war danach voll mit Blut bespritzt. Als ich aufsah, schauten mich die drei mit je einem Weinglas voll Blut amüsiert an. "Du siehst aus, Schatz!", schmunzelte Marcus. Aro erhob sich und stellte sein Weinglas auf den Tisch. Dann verschwand er kurz aus meinem Sichtfeld und kam mit einem nassen, schwarzen Handtuch wieder. Doch er ging auf mich zu. Skeptisch besah ich das Tuch und ihn, als er es durch die Gitter mir entgegen streckte und das Tuch öffnete. "Komm her Liebling!", sagte er. Ich bewegte mich nicht in keinster Weise. "Da du eine lange Fahrt hinter dir hast, lasse ich mal durchgehen, wenn du es jetzt selbst machst", sagte er mit einem warmen Lächeln auf den Lippen. Und da ich es hasste ums Maul rum schmutzig zu sein, entschied ich mich dafür. Also ging ich auf ihn zu. Angekommen entriss ich ihm das Tuch. Ich legte es auf den Boden und rieb mein Gesicht daran. Es brachte nicht so viel wie erhofft, doch wenigsten etwas, auch wenn es wehtat. "Kleines, ich sehe, das dir etwas wehtut. Lässt du mich mal sehen?", fragte Aro. Und wieder bekam ich Angst und wich ängstlich mit gesenktem Kopf in die hinterste Ecke. Plötzlich kamen auch die anderen beiden. Besorgt sahen sie mich alle an. "Lass uns das morgen klären, Aro. Heute ergibt es keinen Sinn mehr", sagte Caius. "Du hast Recht!", stimmte ihm dieser zu. "Liebling, ruh dich aus. Schlaf, es ist schön spät. Morgen wird alles besser!", sagte Marcus. Ich musste unwillkürlich Gähnen, was ein Lächeln auf ihre Gesichter brachte. "Dein Vater hat Recht. Ruh dich aus. Dann sieht das hier morgen schon gar nicht mehr so schlimm aus!", stimmte ihm Aro zu. "Schlaf gut, Süße!", sagte Caius. Ich wollte nicht, aber ich war echt müde. Uns so legte ich mich hin und schlief fast sofort ein...
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"Because we love you!" ~Volturi
FanfictionNachtträumer. Sie waren besonders selten und machtvoll, wenn man sie auf ihrer Seite und unter Kontrolle hatte. Diese Geschöpfe des Mondes gelten als ausgestorben. Doch was ist, wenn Emmet einen weiblichen Nachtträumer kennenlernt, die noch extrem j...
