2_Verletzt

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Edward und Bella sahen mich nun auch. Rose und Alice saßen mich dem Rücken zu mir. Esme schlug sich die Hände vor den Mund, ebenso Bella. Edward sagte etwas zu Rose, die sich blitzschnell umdrehte. Ihre Augen weiteten sich als sie mich sah. Der Schock war ihr förmlich ins Gesicht geschrieben und Edward "EMMET!", schrie.

Rose erhob sich und hatte die Hände vor dem Mund. "Was ist den Edward?", fragte eine Stimme und dann trat Emmet heraus. "Emmet!", hauchte Rose und schwankte in ihrem Gleichgewicht. Emmet fing sie auf und hielt sie fest. Sie zeigte auf mich. Als sein Blick meinen traf wurde er besorgt und panisch. "CARLISLE! SCHEISSE, CARLISLE KOMM SCHNELL HER!", schrie er und kam nun langsam auf mich zu. Ich wich erst einen Schritt zurück und musterte ihn. Im Augenwinkel sah ich einige Gestalten in schwarzen Anzügen und Carlisle den Garten betreten. "Hey, ich bin es! Alles gut!", sagte Emmet und hielt seine Hände zur Schau nach oben. Ich musterte sie skeptisch und bleibe stehen. "Carlisle! Du musst ihr helfen!", schluchzte Rose im Hintergrund. Doch ich beobachtete nur Emmet. Er kniete sich vor mir hin und sah mir in die Augen. Dann legte er seine Hände auf seinen Schoß. "Komm her, Kleine!", sagte er und sah mich liebevoll an. Vorsichtig schritt ich auf ihn zu, was mit den Verletzungen nicht gerade leicht ging. Jeder beobachtete meine Bewegungen genauestens. Bei Emmet angekommen, hielt er mir eine Hand hin. Ich legte mein Maul hinein und er kraulte meinen Kopf. Ich genoss es, auch wenn dies aufgrund der Schmerzen eher schwer fiel. "Shhh", sagte er und leitete mit seiner Hand meinen Kopf nach links. So zeigte sich den anderen der Abdruck des Elches. Einige zogen scharf die Luft ein. "Carlisle, du musst ihr helfen!", sagte Rose panisch und sah mich aus purer Angst an. "Wenn sie es zulässt", nickte dieser. "Das wird sie nicht. Haben wir keine andere Lösung?", fragte Emmet nachdenklich und kraulte mein Fell. "Ohh Caesar!", schluchzte Rose und kam zu mir. Sie kniete sich zu Emmet und nahm mich in den Arm. Etwas unruhig stand ich dort, doch ließ sie gewähren. Das war ich ihr schuldig nach meinem Fehlverhalten. "Ich könnte ihr etwas geben, dass sie einschläft und dann unterdessen die Wunden säubern. Für die Heilung kann sie Medikamente bekommen", sagte der Arzt. "Sie wird das nicht nehmen", murmelte Emmet. "Ich kann es natürlich auch mit einem Betäubungspfeil machen-", knurrend unterbrach ich ihn und ging sofort in Angriffsstellung. "Hey, komm wieder her!", sagte Rose schluchzend und wäre sie kein Vampir, dann würde sie weinen. Ich ging wieder zu ihr und ließ die Umarmung zu. Ich gab ihr so Halt. "Du kannst es höchstens desinfizieren und dann könnten wir abwarten, wenn ihr damit einverstanden seid?!", schlug Carlisle vor. "Das hört sich schon besser an", nickte Emmet und streichelte mein Fell. "Du kommst mit rein. Nur ins Wohnzimmer und wir lassen dir Terrassentür auf. Ich mach deine Wunden sauber und dann schläfst du!", sagte Emmet und erhob sich. Ich wollte zurückweichen, doch beide sahen mich bittend an, als ein stehender Schmerz meinen Körper durchfuhr. Also begleitete ich sie an den ganzen Vampiren vorbei ins Haus. Dort wies mich Emmet zu einer bequemen Decke auf dem Boden und begann mit Carlisle Anweisungen meine Wunden zu desinfizieren. Kurz danach schlief ich erschöpft ein. Doch durch die Verletzungen und die Müdigkeit schlief ich ganze zwei Tage durch...

Ich wurde durch die ersten aufgehenden Sonnenstrahlen zwei Tage später geweckt. Ich streckte mich einmal und erhob mich dann. Doch noch im Halbschlaf trottete ich durch die Gegend, bis jemand mein Fell streichelte. Ich kannte den Geruch nicht. Er war vollkommen neu in meiner Nase. Ich drehte mich um und sah drei Männer in Anzügen vor mir stehen. Der linke hatte braunes langes Haar und sah mich warm an. Ähnlich wie der Schwarzhaarige in der Mitte. Ganz rechts stand ein blonder Mann mit starken Armen und einem Grinsen auf den Lippen. Das schüchterte mich alles extrem ein und machte mir Angst. Knurrend ging ich in Angriffsstellung. Der Schwarzhaarige sah mich sanft an und beugte sich auf meine Augenhöhe runter. "Hallo Liebes!-" Doch weiter kam er nicht, denn Emmet kam ins Wohnzimmer gestürmt. "Du bist wach!", rief er und besann sich dann wieder. Langsam kam er auf mich zu und ging auf die Knie. Ich drehte den Männern meinen Rücken zu und ging ohne Schmerzen oder ähnliches auf ihn zu. Er nahm meinen Kopf in seine Hände und begutachtete erst meine Rippen und dann mein Auge. Erleichtert atmete er aus und sagte: "Es ist fast verheilt. Wahrscheinlich heilt ihr schneller als andere!" "Nachtträumer habe in der Tat einen schnelleren Heilungsprozess", sagte eine Stimme hinter mir. Emmet sah auf. Ich wollte auch, doch er hielt meinen Kopf fest. "So und jetzt zum eigentlichen Thema. Was erlaubst du dir eigentlich?", rief er ernst. Sein Gesicht wurde wütend, als er fortfuhr. "Du weißt ganz genau, dass du noch viel zu jung zum Jagen bist. Und dann noch einen Elch? Ich bitte dich! Du hast auf meine Anweisungen zu hören. Und wenn es heißt keine Jagd, dann wirst du dieser Aufforderung nachkom-", weiter kam er nicht, denn ich entriss mich seiner Hände und wich zurück. Immer weiter. Und plötzlich stand ich zwischen dem Blonden und dem Schwarzhaarigen. Ich wollte auch hier weg, doch der Blonde kniete sich zu mir runter und streichelte mein Fell. Diese Tat ließ mich erfrieren. Er kniete sich zu mir und streichelte mich dann auch noch. Es war extrem beruhigend. "Emmet, wo bist d-" rief Rose, doch brach ab, als sie ins Wohnzimmer kam. "Was ist hier los?", fragte sie irritiert und skeptisch zugleich. "Ich lasse nicht zu, dass sie sich wegen ihrer dummen Instinkte auf einen Elch stürzt. Sie wird hier bleiben!", sagte Emmet und sah mich dabei an. Rose ließ vor Schreck das Glas fallen, welches sie in der Hand hielt. Ich zuckte stark zusammen. Und wollte, auch aufgrund Emmets Worten, zurückweichen. Doch nun kniete sich auch der Braunhaarige zu mir und beide Männer streichelten mein Fell. Der Braunhaarige beugte sich zu meinem Ohr und flüsterte nur für mich und seine Freunde hörbar: "Shhh alles gut, Liebling! Du brauchst keine Angst zu haben. Wir sind hier und beschützen dich!" Und das war ein Punkt, wo ich nie gedacht hätte, dass der mich so ruhigstellen würde. Tat er aber. "Emmet, hast du sie noch alle?", rief Rose und sah ihren Mann geschockt an, "Sie ist ein Jungtier und du willst sie mit sowas zähmen? Vergiss es!" "Was soll das heißen? Das ich nicht in der Lage bin einen Panther zu zähmen, oder was?", rief Emmet und stand auf. "Sie ist nicht nur ein Panther. Sie ist ein Nachtträumer und ein extrem junger noch dazu. Das musst du berücksichtigen!", rief Rose. "ICH KANN MIT IHR MACHEN WAS ICH WILL!", schrie Emmett und stand auf. "NEIN, DAS KANNST DU NICHT!" schrie nun der Schwarzhaarige...

"Because we love you!" ~Volturi Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt