»Er hat mir gesagt, ich soll mir das Ganze durch den Kopf gehen lassen. Als wenn es da noch etwas zu überdenken gäbe.«
Sully schnaubte und stieß zugleich ein amüsiertes Grunzen aus. Ich lächelte und lenkte Sullys Wagen auf den Parkplatz vor seinem Haus. Die Garagentür stand offen und von drinnen war ein Poltern zu hören.
»Ich hoffe nur die wollen mich auch noch, wenn die von meinem beschädigten Knie hören.«
Ich stellte den Motor ab und sah zu ihm. »Bestimmt. Mit dem Knie fällst du ja nicht für immer aus. Nur ein paar Monate«, redete ich ihm gut zu. Am Training für die nächste Saison würde er auf jeden Fall wieder teilnehmen können, davon war ich überzeugt.
»Du hast Recht.« Er beugte sich zu mir, gab mir einen Kuss auf die Stirn und zog den Schlüssel aus dem Zündschloss. Ich grinste und stieg aus. Sully tat es mir gleich und hievte sich mit seinen Krücken vom Sitz. Er umrundete die Motorhaube und blieb vor der offenen Garagentür stehen. Ich trat neben ihn und wagte einen Blick hinein.
»Hey, Thomas«, meinte Sully und klopfte mit seiner Krücke gegen die offenstehende Tür, um auf uns aufmerksam zu machen. Thomas schaute auf und begann zu lächeln. Sullys Onkel war über die Motorhaube eines Wagens gebeugt, während sein Oberteil und seine Hände mit Öl und Ruß beschmutzt waren.
»Wie war der Tag?«, fragte er und sah sowohl Sully, als auch mich an.
»Gut«, sagte ich und zuckte mit den Schultern, während Sully ein euphorisches spitzenmäßig ausstieß. Ich grinste über Thomas' irritierten Blick. Sully fing ohne Umschweife an zu erzählen.
»Coach Norris hat mich heute in sein Büro zitiert.«
Thomas hob die Augenbrauen und sah Sully abwartend an. Der genoss es offenbar sichtlich seinen Onkel zappeln zu lassen, denn er grinste und lehnte sich gegen den Türrahmen.
»Er hat eine Mail vom Manager der Hull Pirates bekommen, also einem Eishockey Team, das in der National Ice Hockey League spielt.« Thomas Augen wurden groß. Er legte den Imbusschlüssel, den er bis eben in der Hand gehalten hatte, auf dem Beistelltisch neben sich ab und wischte sich die Hände an einem Tuch ab.
»Der Manager sucht nach neuen Spielern für sein Team und offenbar ist er interessiert an mir.«
»Ehrlich?«, entfuhr es Thomas, dessen Augen begeistert aufleuchteten.
Sully lachte und nickte.
»Mensch Junge, das ist ja großartig.« Thomas grinste und kam auf uns, um Sully kräftig in den Arm zu nehmen. Der lachte nur und verlor beinah sein Gleichgewicht. Ich legte ihm stützend eine Hand auf den Rücken.
Thomas ließ Sully aus der Umarmung, doch statt ihn loszulassen, hielt er ihn an den Oberarmen fest.
»Ich freu mich für dich. Ich hab zwar keine Ahnung von Eishockey, aber wenn dich der Manager von irgendsoeinem Team haben möchte, musst du ja wirklich verdammt gut sein. Gratulation.« Er klopfte ihm stolz auf die Schulter und drückte zu.
»Und jetzt geht rein. Eddie will davon mit Sicherheit auch wissen.« Sully grinste und wurde von Thomas praktisch aus der Garage geschoben. Ich lief voraus und nahm Sully den Schlüsselbund aus der Hand, um die Haustür aufzuschließen. Meinem Dad hatte ich schon heute Morgen gesagt, dass ich erst abends wieder Zuhause sein würde.
»Bin Zuhause, Eddie!«, rief Sully quer durchs Haus und es dauerte keine Minute bis Eddie im Türrahmen auftauchte. Aus der Küche drang ein herrlicher Geruch von Eintopf.
»Ach, Harper. Schön, dass du auch hier bist«, begrüßte sie mich freudenstrahlend.
»So würde ich auch mal gerne empfangen werden«, witzelte Sully. Ich grinste und stieß ihm mit den Ellenbogen in die Seite.
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Greatest Pretenders
Fiksi Remaja* E I S H O C K E Y - R E I H E | B A N D 1 * »Weißt du eigentlich, dass ich dermaßen auf dich stehe, Harper? So dermaßen.« Während Harper Dewey ihrem Golden Retriever Rüden all ihre Geheimnisse verrät und aus Comicbüchern vorliest, ist Sullivan...
