Kapitel 34 ~Marie Feldon~

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Nach knapp 13 Stunden und einem Zwischenstopp landen sie in San Francisco.
Y/n ist extrem aufgeregt, weil sie noch nie hier war.
Das Casting findet in San Francisco statt, sollte Tom es tatsächlich schaffen die Rolle zu bekommen, so wird in LA gedreht. Das hatte er Y/n im Flugzeug erzählt. Er castet für einen Hollywood Film.

Da es nachmittags ist und sie heute nichts mehr vorhaben, beschließen sie sich ein wenig die Stadt anzusehen. Dies tun sie allerdings nicht lange und gehen dann ins Hotel, wo ihre Koffer noch warten.
Ihr Zimmer befindet sich im 2. Stock und sie nehmen den Aufzug.
Das Zimmer ist nicht sonderlich groß, aber sehr gemütlich, wodurch es Y/n gut gefällt. Auch Tom ist zufrieden.

Am nächsten Morgen wachen beide relativ früh auf. Heute ist der Tag des Castings und daher bereitet sich Tom nach dem Frühstück direkt darauf vor. Er soll einen kleinen Part aus dem Film vorspielen und Y/n übernimmt fürs Üben den Teil der weiblichen Hauptrolle.

Als sie Mittags dann beim Ort des Castings ankommen, hat sie das Gefühl aufgeregter zu sein als Tom. Sie werden in einen Raum gebracht wo noch andere Leute sitzen, alle vertieft in das Skript. Scheinbar ist Y/n die einzige Begleitung.
Leise fangen die beiden an nochmal den Text durchzugehen, sodass sie die anderen nicht stören.
„Wow... Sie beide sind ein sehr gutes Team."
Schlagartig drehen beide sich um. Dort steht ein Mann, den Y/n auf etwa 50 schätzt.
„Sie passen außerdem beide perfekt zu den Rollen. Ich denke ich habe auch schon ohne das offizielle Casting meine beiden Hauptrollen gefunden, ich bin James Williams, der Regisseur hier."
„Ähm, ich denke sie missverstehen das. Ich spreche gar nicht vor." ,meint Y/n unsicher.
„Wie? Sie schauspielern nicht? Sie sind ein Naturtalent. Sind Sie sicher, dass sie es nicht mal ausprobieren wollen?"
„Ich... Ich weiß nicht." ,schüchtern schaut sie zu Tom.
Dieser ist jedoch begeistert: „Ich denke auch, dass du es versuchen solltest. Du bist wirklich gut und hast vermutlich sogar bessere Chancen als ich."
Y/n errötet.
„Ich würde Sie gerne beide für die jeweiligen Rollen haben. Sie entsprechen genau den Vorstellungen. Es würde perfekt werden."
„Und was ist mit dem Casting?"
„Von Ihrem Talent Mr. Holland konnte ich mich schon oft genug überzeugen und Ihre Begleitung habe ich so eben live spielen gesehen. Ich denke ein Casting ist nicht mehr nötig. Also was sagen Sie? Nehmen Sie die Rollen an?"
Y/n und Tom sehen sich noch einmal kurz an, nicken dann aber beide entschlossen.
„Sehr schön, dann haben wir hier also ‚Marie Feldon' und ‚Nick Bunter' ".

Dann drückt er Tom eine Visitenkarte in die Hand und sagt, er solle sich am Besten morgen nochmal melden. So haben die beiden noch ein wenig Zeit, falls sie sich noch um entscheiden sollten.

Sie gehen zurück ins Hotel und Y/n hat ihre Sprache noch nicht so ganz wiedergekommen.
„Ich bin so, so unendlich stolz auf dich, Darling." ,macht Tom den Anfang.
„Ich... ich werde die Hauptrolle in einem Hollywood Film sein."
„Und du wirst die beste ‚Marie Feldon' sein, die möglich gewesen wäre.
Heißt das eigentlich, dass doch was ernstes aus mir und meiner Drehpartnerin werden darf?"
„Ist es das nicht schon?"
Jetzt grinst Tom.
„Ich wollte aber noch nach deinem Rat fragen: Ich hab in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, den Job im Café aufzugeben. Ich wusste nur nicht, womit ich sonst mein Geld verdienen soll. Jetzt hab ich zumindest zeitweise einen anderen Job und ich denke ich muss sowieso kündigen, denn 3 Monate nicht zu arbeiten, funktioniert im Café einfach nicht. Soll ich es machen?"
„Tu es! Wer weiß, ob aus deiner Schauspielkarriere noch was wird und selbst wenn nicht, was hast du zu verlieren. Ich bin mir sicher du findest später auch wieder Jobs."
„Du meinst also ich soll echt kündigen?"
Tom nickt.
„Na schön, dann werde ich das Morgen tun."

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