Kapitel 66

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Einen wunderschönen Montag wünsche ich allen, die zurückgekehrt sind! ;D Ich war diese Woche im botanischen Garten, und was soll ich sagen – die Schreibblockade ist vorerst überwunden! Wie versprochen (es ist ja irgendwie noch Sonntag könnte man argumentieren) gibt es ein neues Kapitel. Entspannt ein bisschen heute am freien Montag, ich wünsche einen guten Start in die neue Woche allerseits, bleibt gesund und passt auf euch auf. Kussi


Kapitel 66

Sahra sah Annalena nachdenklich hinterher. Sie wusste doch, dass da irgendwas nicht stimmte. Es war die Tatsache, dass Annalena und Alice heute Morgen noch kein Wort miteinander gewechselt hatten, und jetzt auch noch das mit dem Kaffee.

„Was ist denn heute nur los?", fragte Cem verwundert und schenkte sich noch einen Saft ein.

Die Freunde beruhigten sich allmählich wieder und setzten ihr Essen fort.

„Bestimmt noch müde von gestern – oder der Kater." Christian spendete seine Serviette nun ebenfalls für die Eindämmung des Kaffeesees.

Ohne nachzudenken, stand Sahra auf und folgte den beiden Frauen in die Küche. Es war beinahe so, als würde eine fremde Macht über sie bestimmen und ihr sagen, geh da jetzt hin.

So, jetzt war sie hier. Was nun?

Alice stand am Waschbecken, während Annalena auf der anderen Seite im Besteckschubfach im Schrank herumwühlte; keine der beiden schien sie zu bemerken.

„Was ist los bei euch?"

Annalena zuckte zusammen und mied ihren Blick, Alice drehte sich sofort in Sahras Richtung. „Hi Sahra, was meinst du?"

Sahra hatte das Gefühl, dass Annalena sie ignorierte; da wühlte sie doch tatsächlich weiter ungestört und unglaublich lange im Besteck herum.

„Hast du das verdammte Messer endlich gefunden, Annalena?", fragte Sahra genervt und das ließ die Brünette aufblicken.

„Hm? Sorry, ja." Sie schloss die Schublade und sah zu Sahra.

„Ich meine, das was da grade am Tisch passiert ist. Und allgemein euer Verhalten. Gestern Abend und heute Morgen."

„Da war nichts. Das war ein kleiner Unfall, eine Unachtsamkeit von meiner Seite, sorry." Annalena war auf dem Weg nach draußen, aber Sahra stellte sich ihr kurzerhand in den Weg. Das ließ sie beide zusammenstoßen.

Das Messer fiel klirrend zu Boden.

„Shit, sorry, Sahra." Annalena berührte sie kurz an der Seite, es war so eine Geste, die Entschuldigung unterstreichen sollte.

Alice beobachtete das Geschehen aus der Ferne, in ihrer Hand hielt sie den Spüllappen. Annalena bückte sich, um das Messer aufzuheben. Sahra bückte sich zur gleichen Zeit und beinahe stießen sie noch mit ihren Köpfen zusammen. Dann griffen sie auch beide nach dem Messer, Sahra überließ es Annalena schließlich.

„Ich weiß, dass ihr euch gestern geküsst habt."

Sie standen sich jetzt wieder gegenüber.

„Was? Wie kommst du–"

„Ich habe es ihr erzählt, Lena."

Annalena zog eine Braue nach oben. „Oh."

„Ja, oh. Und was ist das hier jetzt für ein Zirkus? Müsst ihr euch noch aussprechen, oder wie siehts aus? Dann tut das, aber macht hier nicht so komisch auf Verdrängung oder 'es ist ja nichts passiert', denn es ist ja ganz eindeutig was passiert."

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