Kapitel 51

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Bevor es losgeht, noch eine kleine Ankündigung: Es werden vorerst nur noch drei statt sieben Kapitel die Woche kommen (Plan wird sein: Montag, Mittwoch und Samstag). 

Jetzt aber erst mal viel Vergnügen beim Kennenlernen. [Mit cringe, übertriebenen (körperlichen) Reaktionen und allem was dazugehört <3]


Kapitel 51

Es war später Nachmittag als Sahra auf der Rückbank im Auto saß und aus dem Fenster schaute.

Alice hatte ihr geschrieben sie habe ihr ein Taxi geschickt. Überhaupt hatte Alice sich unglaublich wage gehalten, was Sahra heute zu erwarten hatte. 

Sahra wusste ja nicht mal, wo es hinging

Sie fragte den Fahrer nochmal nach der Adresse. Dieses Mal antwortete er. Aber sie musste sich wohl verhört haben. Trotzdem schickte sie den Namen der Straße mal sicherheitshalber in die Gruppe der WG.

Sie ging im Kopf nochmal alles durch, was sie wusste. 

Die Mutter Professorin, der Vater wohl in der Wirtschaft tätigwobei das praktisch alles bedeuten konnte. Sie waren ein wenig 'eigen', aber meinten es wohl nicht böse, falls etwas falsch rüberkam. Sahra wusste nicht, ob sie diese Aussage beruhigen sollte. Ja, und Alices Vater hatte wohl auf das Treffen bestanden.

Also eigentlich wusste Sahra überhaupt nichts.

Sie verfluchte sich kurz selbst dafür, dass sie nicht mehr nachgehakt hatte bei Alice. Aber hatte ja auch nicht aufdringlich sein wollen. Ihre Handflächen waren ein wenig feucht. Ihr Blick fiel auf den Blumenstrauß, den sie in den Händen hielt.

Der Wagen bog in eine Straße ein und Sahra sah Bäume vorbeiziehen, hinter ihnen lag ein großer See. Dann wurden die Häuser größer und pompöser. Sie lagen hinter eleganten Zäunen oder gleich Mauern und Sahra sah zum Fahrer, der sie kurz durch den Spiegel beobachtet hatte.

Ihr Magen machte ein unschönes Geräusch. Beschwer dich nicht, du hast den ganzen Tag gestreikt, dachte sie und hoffte, dass der Fahrer nichts gehört hatte. Vielleicht hätte sie doch etwas essen sollen. Wenigstens eine Kleinigkeit.

Das Auto wurde langsamer und hielt am Straßenrand. Naja, vielleicht gab es hier ja ein schickes Restaurant.

Sahra sah eine Frau im oberschenkellangen, gelben Kleid auf das Taxi zukommen. Der Fahrer stieg aus und lief um das Auto herum, um ihr die Tür zu öffnen.

Sie hätte Alice ja beinahe nicht erkannt, mit ihren offenen lockigen Haaren.

Ihr Kleid war schön. Es hatte einen Farbton, der Sahra an Narzissen erinnerte; außerdem war schlicht gehalten mit dem breiteten Gürtel um die Taille und Glockenrock. Aber Sahra hatte Alice noch nie in einem Kleid gesehen, und schon gar nicht in so einem

Hätte Alice Sahra gesagt, dass sie sich verkleiden, dann hätte sie doch etwas anders angezogen. Schon ein bisschen sus.

„Alice?", fragte Sahra trotzdem mal, nachdem sie ausgestiegen war und ihr gegenüberstand.

„Sahra."

Auf Alices Lippen bildete sich ein Lächeln.

„Es tut mir leid, dass ich dich nicht abholen konnte. Es ist was dazwischengekommen." (Eine lautstarke Auseinandersetzung mit ihrem Vater, als dessen Ergebnis sie nun in diesem Kleid steckte, aber das konnte sie Sahra ja nicht sagen.)

„Ich hoffe die Fahrt war ok?" Sie sah zum Fahrer, der jetzt die Tür des Wagens zuwarf und dann wieder einstieg und davonfuhr.

„Ja... Alice, was ist los? Was machen wir hier?"

Bundestag College AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt