Kapitel 11

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Sorry, dass das Update erst jetzt kommt, gestern ists spät geworden. :)


Kapitel 11


Sie spielten noch Karten und unterhielten sich bis um halb zehn die Sonne unterhing und es langsam etwas frischer wurde. Also gingen sie kurz nach drinnen um sich dünne Jacken und/oder Decken zu holen; außerdem waren die Getränke auch fast wieder alle. Um Nachschub kümmerte sich Annalena.

Als die Sonne dann komplett weg war, redeten sie nur noch im spärlichen Licht, das die Lichterkette ihnen spendete. Es war ein richtig unterhaltsamer und schöner Abend, und er wurde lang, sodass Sahra, als sie um kurz vor zwölf auf ihre Uhr schaute fast ein wenig erschrak. Sie hatte vorhin schon ein wenig Müdigkeit verspürt, aber gleichzeitig ließ die Nähe zu Alice, die neben ihr auf der Couch saß und ihren Arm seit einiger Zeit auf der Lehne hinter ihr platziert hatte, ihr Herz die ganze Zeit schon schneller schlagen.

„Hey Leute, ich will ja nicht die Spaßbremse sein, aber es ist fast zwölf Uhr und wir haben morgen alle Uni."

Annalena, die schon faktisch in ihrem Stuhl eingeschlafen war schreckte auf als Sahra die Uhrzeit sagte. Mit ihr sprang auch Bastet erschrocken auf. „Woah, sorry, ich denke ich bin eingeschlafen. Was hast du gesagt, Sahra?"

Müde waren sie alle, aber anscheinend hatte keiner als erstes den Aufbruch wagen wollen, doch jetzt wo Sahra den Anstoß gegeben hatte ging es flott.

„Na, dann wirds doch höchste Zeit fürs Bettchen – ich nehme an Linda schläft bei Anne. Alice", beinahe hätte Cem eine unbedachte Bemerkung gemacht, er konnte sich aber noch beherrschen, „du kannst gerne bei uns auf der Couch pennen, wenn du möchtest."

„Hammer, danke man. Das nehm ich doch gerne an." Alice war erleichtert, sie hätte jetzt echt keine Lust noch eine halbe Stunde mit den Bussen durch die Stadt zu fahren.


Nahezu parallel machten sie sich im (für fünf Personen viel zu kleinem) Badezimmer fertig. Annalena kümmerte sich so lange um die Einrichtung von Alices Schlafplatz. Bastet war auch schon bereit zum Weiterschlafen, sie stand neben Annalena an der Couch und miaute ungeduldig.

„Ja, eure Hoheit, ich beeil mich ja schon", murmelte Annalena und erschrak dann etwas, als plötzlich Alice hinter ihr stand.

„Eure Hoheit?", sie hob eine Augenbraue.

„Katzen", meinte Annalena und damit war eigentlich alles erklärt. Sie warf Alice das Kissen zu. „Schickes Schlafshirt", kommentierte Annalena das T-Shirt, das sie Alice für die Nacht geliehen hatte. Es war ein längeres schwarzes Shirt mit dem Jurassic Park Logo drauf, das Annalena sich vor ein paar Monaten gekauft hatte es aber nur selten trug, weil sie sich in der Größe vergriffen hatte.

„Danke, das steht mir doch ausgezeichnet, finde ich auch", Alice grinste müde, „Ne, jetzt mal ernsthaft, danke fürs Schlafplatz vorbereiten, Lena."

„Kein Ding. Ich hätte dich ja zu mir ins Bett eingeladen, aber nicht, dass ich noch Stress bekomme – nevermind."

Alice grinste verwirrt, „Irgendetwas, das ich verpasst habe?"

„Alles gut. Schlaf gut, ich höre gerade, das Bad ist freigeworden." Und damit verschwand Annalena und schaltete das Licht im Wohnzimmer aus. Auf dem Flur brannte noch Licht, Alice fand sich räumlich also noch gut zurecht.

Sie legte ihr Smartphone neben sich auf den Couchtisch und nahm dann auch ihre Brille ab, um sie danebenzulegen. Dann versuchte sie eine bequeme Position zum Schlafen zu finden. Bastet sprang zu ihr auf die Couch und fing an die Decke zu kneten.


Sie war beinahe eingeschlafen, als sie nochmal Schritte hörte. Müde hob Alice den Kopf und sah etwas im Türrahmen stehen.

„Tut mir leid, hast du schon geschlafen?", flüsterte Sahra und kam langsam näher. Alice erkannte eigentlich Garnichts, ohne ihre Brille war sie theoretisch und praktisch blind, und jetzt im Dunkeln war das alles noch viel schlimmer.

„Fast", sie lächelte und stütze sich auf ihren Ellenbogen ab. „Wieso schläfst du noch nicht?"

„Ich wollte dir noch ein Kissen vorbeibringen... ich weiß nicht, ich hab es gerne, wenn ich noch ein zweites Kissen bei mir habe, also..." sie reichte Alice das Kissen.

„Das ist aufmerksam von dir, danke. Hey, kann es sein, dass deine Katze gerade an meinen Füßen liegt? Ich hab da so ein drückendes Gefühl, aber ich sehe eigentlich nichts."

Sahra lachte leise, „Ja, sie ist da. Soll ich sie wegmachen?

„Nein, alles gut, lächelte Alice, „dann bin ich hier nicht so alleine."

„Okay. Dann möchte ich nicht länger stören... schlaf gut." Sahra war schon fast wieder weg.

„Danke, du auch." Alice sah ihr einen Moment hinterher, dann ging das Licht auf dem Flur aus. Das Einzige was sie jetzt noch hörte war der leise Atem von Bastet und ihr eigener. 

Bundestag College AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt