Kapitel 87
Robert gähnte und bemerkte, wie er langsam müde wurde. Die viertel Stunde, die er jetzt hier gesessen war hatte sich wie eine ganze angefühlt. Wenn er sich jetzt nicht schleunigst die Beine vertrat, würden ihm in den nächsten Minuten die Augen zufallen.
Also ging er im weniger stark frequentierten Teil des Gartens flanieren. Auch hier befanden sich schicke Gartenleuchten, die seinen Fußweg an den Beeten mit den Sommerblühern genügend erhellten. Die Musik von der Tanzfläche und die Gespräche der Gäste waren hier kaum mehr als ein leises Hintergrundgeräusch.
Er blieb stehen und rieb sich über die Augen. Vielleicht brauchte es doch mehr als ein paar Schritte; vielleicht brauchte er ein kleines Hilfsmittel. Die Siemens EQ9 fiel ihm ein, und wie wunderbar sie Heißgetränke aller Art zubereiten können soll. Ja, das war genau das was er jetzt brauchte.
In der Küche duftete es nach gemahlenen Kaffee und frischem Gebäck. Während im Foyer Techno über Lautsprecher lief, hörte man hier eine andere Musik. Jemand ließ eine Spotify Playlist laufen, in der sich lauter Lieder befanden, die in Hipster Cafés als Hintergrundmusik dienen könnten.
Es war eine tolle Atmosphäre, deshalb schreckte die lange Schlange, die noch um diese Uhrzeit vor dem Kaffeevollautomaten war Robert keineswegs ab. Wenn so viele Gäste hier waren, dann konnte der Kaffee ja nur gut sein. Er reihte sich ein und ließ den Blick etwas schweifen.
Die Küche war groß und geräumig und sehr modern gehalten, also wie der Rest des Hauses, aber nicht so prunkvoll - irgendwie schlichter. Um den Tresen herum hatte sich eine kleine Gruppe an Gästen versammelt, die gemeinsam Kaffee und Gebäck genossen und ein selbsternannter Barista überwachte das Geschehen an der Maschine.
„Bonsoir Robert!"
Er drehte sich um und sah Heiko, der seine Hände in den Taschen seiner Lederjacke vergrub.
„Du hast auch die Kaffeemaschine entdeckt, hm?"
„Hi, ja ich wollte jetzt eben auch mal probieren."
Sie rückten einen Schritt nach vorn.
„Gute Entscheidung." Heiko nickte und winkte kurz an ihm vorbei. Als Robert seinem Blick folgte entdeckte er Professor Macron, der beim Gebäck anstand. „Arbeitsteilung heißt der Trick, Robert."
„Hm? Ja, naja, ich bin alleine hier, da geht das schlecht."
Heiko machte irgendwelche Zeichen in Richtung seines Begleiters und wieder lief jemand mit seinem frisch zubereiteten Heißgetränk vom Anfang der Schlange weg; sie rückten auf.
„Keine Sorge, ich hab Emmanuel gesagt er soll ein bisschen mehr raussuchen, dann kannst du gerne bei uns mitessen."
„Das ist nett, danke Heiko."
Wurde er gerade zu einem Kaffeedate mit Heiko und Professor Macron eingeladen? Robert wusste nicht wie er das finden sollte.
„Der nächste bitte." Eine gelangweilte Stimme, die ihn ein bisschen an Thaddäus Tentakel erinnerte ließ Robert aufhorchen.
„Robert, ich glaube du bist dran."
Der Angesprochene drehte sich zum Aushilfsbarista um.
„Das ging ja jetzt schnell."
„Was möchtest du trinken?", fragte der junge Mann in seiner Schürze, auch von seinem Auftreten erinnerte er Robert sehr an Thaddäus.
„Ich hätte gerne einen Cappuccino. Hast du auch pflanzliche Milch da?"
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Bundestag College AU
FanfictionDer Titel und das Cover Art sagen eigentlich schon alles aus, was man über diese Geschichte wissen sollte. Falls es doch etwas detaillierter sein soll, dann gibt es vor dem ersten Kapitel eine kleine Übersicht. :) Crack-esque
