Kapitel 18: Charlie Morningstar
---------------------------------------------------------
In den Weihnachtsferien wurden alle Schüler nach hause geschickt. Dumbeldore hatte das Ministerium informiert, nachdem er sich noch einmal ausgiebig erkundigt hatte. Die finale Idee brachte Harry, da er meinte damals wäre doch eine Schülerin gestorben und was wäre, wenn diese Schülerin noch immer in Hogwarts wäre? Und das war sie. Die maulende Myrte war das Mädchen was damals gestorben war und dank ihrer Hilfe wusste Dumbeldore nun, wo der Eingang war. Zusammen mit einem Dutzend Auroren betrat Dumbeldore die Kammer des Schreckens. Zwar war alles durch Parsel gesichert, doch wurde der Eingang einfach gesprengt, später könnte man alles ja wieder reparieren.
Während also in der Schule nach dem Basilisken gesucht wurde, saß Harry in der Eingangshalle vom Hazbin Hotel. Er würde ein paar Tage hier bleiben, damit Loona und Octavia ihre Zweisamkeit genießen konnten, außerdem wollte er Cherries Freunde schon lange mal kennen lernen. Die Dämonen die hier wohnten waren alle verschieden. Neben den normalen Gästen gab es da natürlich noch die Dauerbewohner, wie Angel Dust, Vaggie, Niffty, Husk und natürlich Alastor, der Radiodämon. Blitz hatte ihn immer vor diesem gewarnt da er nicht nur hoch gefährlich war, sondern auch listig. Außerdem war sein ständiges Grinsen gruselig. Und dann wäre da noch Charlie Morningstar, Tocher von Luzifer und Lilith, Prinzessin der Hölle und Chefin vom Hazbin Hotel. Dafür das sie die Tochter des Teufels war, war Charlie wirklich freundlich. Etwas überdreht und vielleicht auch naiv, aber sehr nett. Das heißt aber nicht das man sie wütend machen sollte, Harry hatte es an seinem 3. Tag im Hotel erlebt. Einer der Gäste hatte sich nicht an die Regeln gehalten, Gewalt war verboten, und sich über sie und ihr Ziel lustig gemacht, da hat sie ihn gepackt und mit brachialer Gewalt aus dem Hotel geprügelt. Dabei hatte sie ihre Dämonenform angenommen und die war böse. Soweit Harry wusste war Charlie zur Hälfte Succubus und zur Hälfte gefallener Engel. Wobei er sich da fragte, konnte man noch als Engel zählen, wenn man aus dem Himmel verbannt wurde? Ihr Vater müsste doch ein Dämon sein. Harry beschloss sie einfach mal zu fragen, vielleicht lernte er ja noch was. Das Hotel war recht groß, aber Harry hatte sich schnell eingewöhnt und fand schnell den Weg zu Charlies Büro. Dort wollte er gerade anklopfen, da öffnete sich die Tür und Alastor kam heraus. Der Dämon schaute auf Harry herab und grinste breit. Der kalte Blick und dazu dieses Grinsen, ließ Harry eine Gänsehaut bekommen und innerlich hoffte er niemals alleine mit diesem Dämon zu sein. Der schwarzhaarige Junge war kein Feigling, aber dieser Dämon war ihm einfach unheimlich.
„Hallo mein junger Freund, wolltest du zur lieben Charlie?“ „Ja.“ die Stimme des Dämons war auch nicht gerade beruhigend vor allem klang sie wie ein altes Radio. „Nun dann, herein mit dir.“ der Dämon hielt ihm die Tür auf und ließ ihn durch. Harry nickte und betrat das Büro, Alastor schloss die Tür hinter sich und nun war Harry alleine mit Charlie. „Hallo Harry, was kann ich für dich tun?“ der Junge ging bis zum Schreibtisch und setzte sich auf einen der Stühle. „Ich hätte ein paar Fragen, wenn es dich nicht stört.“ die Dämonin sah ihn fragend an. „Natürlich was kann ich dir den beantworten?“ „Nun ja, dein Vater ist ja ein gefallener Engel, da frage ich mich, wie das sein kann? Also ich meine, wie kann er noch als Engel gelten, wenn er der König aller Dämonen ist? Müsste er nicht auch ein Dämon sein?“ Charlie überlegte erst bevor sie antwortete. „Nun, mein Vater wurde als Engel „geboren“ und auch wenn er verbannt wurde, gilt er noch immer als Engel. Zwar als gefallener Engel, aber ein Engel ist er. Er hat auch noch seine Engelsgestalt, allerdings sind seine Flügel nicht mehr Weiß, sondern Schwaz und der Heiligenschein ist auch Schwarz und gebrochen.“ erklärte sie. „Das ist...verwirrend.“ Charlie kicherte. „Ja das ist es, aber hey, bei mir ist das auch nicht besser. Ich bin halb und halb. Ich bin zwar ein Dämon, aber ich habe auch Engelsblut in meinen Adern, jedoch ist meine wahre Form kein Engel, das hast du sicher schon mitbekommen.“ Harry nickte.
Jetzt fragte Charlie ihn etwas über sein Leben. „Cherrie sagte du würdest auf eine magische Schule gehen, wie gefällt es dir den da?“ Harry zuckte mit den Schultern. „An sich ganz gut, wenn man von ein paar Idioten absieht, die mich nur nerven. Aber hey, es sind auch nur Kinder also nichts was ich ernst nehmen würde.“
„Nun das kenne ich auch aus meiner Schulzeit, wenn das bei uns auch etwas brutaler zuging.“ „Du warst auf einer normalen Schule?“ Charlie lachte hell, „Oh nein, ich war auf einer Privatschule, wo andere Kinder hoher Adelsfamilien auch hin gingen. Das war vor...etwas mehr als 180 Jahren.“ Harry´s Augen weiteten sich. Er wusste das Charlie älter sein musste als wie sie aussah, doch so alt? „Wie alt bist du den?“, fragte er und hielt sich sofort den Mund zu. Die Prinzessin kicherte wieder und sah ihn gespielt streng an. „So etwas fragt man doch keine Dame. Aber ich bin 225 Jahre alt. Weißt du, du faszinierst mich.“ „Tu ich das?“ „Ja. Du bist hier in der Hölle aufgewachsen und hast etwas Dämonenblut in den Adern und dennoch, hast du dir ein reine Seele behalten.“ Harry kratzte sich verlegen im Nacken. „Naja wirklich rein bin ich sicher nicht und ich weiß das ich, wenn ich mal sterbe, hier unten landen würde.“ „Bist du sicher? Wenn du dein Herz behälst und dir treu bleibst, könntest du auch in den Himmel aufsteigen.“ jetzt schüttelte Harry den Kopf. „Das denke ich nicht und ich will auch nicht. Ich will deine Familie nicht beleidigen, aber dein Großvater...nun er ist...“ „Hinterhältig, arrogant, grausam. Ja ich weiß was du meinst.“ Harry nickte. „Außerdem finde ich es sehr unfair wie er entscheidet wer in die Hölle kommt und wer nicht. Ich meine die meisten die hier unten sind haben es verdient, aber es gibt auch Dämonen, die wegen Kleinigkeiten hier landeten. Nehmen wir mal Angel. Er hatte eine Schlimme Kindheit, soweit Cherrie mir erzählt hat. Er hat Drogen genommen, um aus diesem Leben auszubrechen, weil sein Vater ein Mafiaboss war und ihn daher sehr schlimm behandelte. Es kostete Angel sein Leben, aber er hat nie jemanden etwas getan. Er ist eben nicht der Mustersohn den ein Mafiosi haben wollte, er ist Schwul und liebt es Frauenkleidung zu tragen. Er liebt es eine Dragqueen zu sein, aber was ist daran schlimm? Ja er hat einen Fehler mit den Drogen gemacht, aber hat er jemanden verletzt? Hat er getötet? Damals sicher nicht, und dennoch wurde er in die Hölle geschickt. Was ist daran gerecht? Wenn er gewollt hätte, das wir brave kleine Zinnsoldaten sind, hätte er dem Menschen keinen freien Willen geben dürfen.“ Charlie sah ihn ernst aber auch traurig an, den das war einer der Gründe warum ihr Vater rebelliert hatte. Neben der Tatsache das er mehr Macht wollte. „Ich stimme dir da zu Harry, dennoch will ich den Dämonen helfen, in den Himmel zu fahren. Wie du gesagt hast, nicht alle haben es verdient hier zu sein, daher will ich ihnen die Chance geben erlöst zu werden. Auch wenn Dad da nicht mit mir überein stimmt.“
„Weißt du, Charlie. Ich denke meine Eltern sind nicht im Himmel, immerhin waren sie magische Menschen und Magie ist ja was „böses“, daher denke ich, Mum und Dad sind im Reich von Lady Magic, der Erschafferin der Magie. Dein Großvater ist weder der erste, noch der einzige Gott, dafür gibt es Religionen die so viel älter sind als seine.“ jetzt lachte Charlie, als sie sich beruhigt hatte, meinte sie zu ihm, „Jetzt würde dich Großvater sicher nicht mehr hoch lassen. Er hasst es, wenn man andere Götter außer ihm anbetet.“ „Arrogant.“ „Irgend wo her muss mein Vater das ja haben.“ die beiden unterhielten sich noch lange, als es dann Zeit fürs Abendessen wurde, verließen sie das Büro und gingen in den Speisesaal. Während des Essens saß Harry neben Angel und unterhielt sich mit ihm, dabei wurde er, ohne das er es merkte, immer wieder von Alastor angeschaut. Der Radiodämon war beeindruckt, dass ein so kleiner Mensch, schon so starke Magie nutzen konnte. Gut es war andere Magie als seine, er nutze immerhin Voodoo, aber es interessierte ihn doch sehr. Mal sehen zu was der Junge alles erreichen konnte, vielleicht würde er es miterleben und ihn sogar einen Deal anbieten können. Aber noch würde er warten, er wollte keinen Ärger mit Prinz Stolas oder gar mit Charlie, daher würde er den Jungen nur beobachten.
DU LIEST GERADE
Höllenkind
FanfictionHarry wächst in der Hölle bei I.M.P auf. Großgezogen von Loona und den drei Imps Moxxie, Millie und Blizo, mit Hilfe von Stolas, wird er mit 11 Hogwarts betreten. Er würde den braven Jungen spielen, doch würde er auch sein wahres Ich nicht verleugne...
