Louis saß weiterhin auf Fynns Schoß und der streichelte seine Seite.
"Als sie kamen, bahnte sich gerade ein übles Gewitter an."
"Wer kam denn mein Süßer" Fragte Sina. Bei den Worten mein Süßer knurrte Fynn sie an, worauf die entschuldigend lächelte.
"Mein Vater und mein Bruder. Mein Vater wusste nicht dass meine Mutter tot war. Erst als ich ihm ihr Grab zeigte, glaubte er mir. Er... Er war wütend. So wütend... Er schliff mich ins Haus und schlug zuerst mit dem Gürtel auf mich ein, bis das Blut nur so spritzte. Das war das erste Mal, dass ich zusammengeschlagen wurde. Er schrie mich immer an, dass ich schuld an ihren Tod hätte. Ich sei eine Missgeburt ein Fehler und er würde mich umbringen. Er war richtig vor Wut zerfressen. Währenddessen befahl er meinem Bruder das Haus zu verwüsten. Alles, was ich liebte wurde vor meinen Augen zerstört. Mein Vater schlug weiter auf mich ein. Ich schaffte es mich aus seinem Griff zu lösen und rannte nach draußen. Sein Wolf hatte mich jedoch schnell gefangen. Er.... Er war sehr wütend, dass ich weggelaufen bin, zeichnete mich mit diesen Krallenspuren. Er meinte seine Frau hätte ihn wegen mir verraten also würde ich diese Marken verdienen. Außerdem würde ich ihr wohl sehr ähnlich sehen, sodass er noch mehr Hass verspürte. Es brannte fürchterlich. Wie Säure, die man mir durch die Wunden laufen lässt. Ich konnte mich nicht selber heilen, dazu fehlte die Zeit. Er schrie mich an und warf mich durch die Gegend. An meinen Haaren zog er mich zurück ins Haus. Mit einer Scherbe Schnitt er Beleidigungen in meine Haut. Sie heilten sehr sehr langsam. Ich trug sie Wochenlang mit mit herum. Ich beherrschte meine Kräfte noch nicht so gut. Außerdem wurde mir ja verboten, meine Kräfte zu zeigen. Also wartete ich bis der Angriff vorbei war. Mit einem Buch schlug er immer wieder auf mich ein. Auch in mein Gesicht. Seine Augen glühten rot vor Wut. Nur dank meinem Bruder lebe ich noch...."
Louis sah zu Nicolas. "Nick hat ihn überzeugt, dass ich nützlich sein könnte. Mein Vater stimmte nach langer Überlegung zu.
Vor meinen Augen verbrannten sie mein altes Zuhause. Nichts, als diese Ruine blieb übrig... im Rudel angekommen, änderte sich sein Verhalten mir gegenüber nicht. Meine Wunden hatten kaum Zeit zu heilen. Ich haute immer wieder ab. Bis mich Dino eines Tages fand. Naja eigentlich fiel ich ihm eher vor die Füße." Louis schmunzelte. "Er hat mich versorgt und bei sich aufgenommen. Mein Vater meinte irgendwann, dass ich meine Schulden abarbeiten muss. Ich kam in die Bar. Schließlich hatte die Hexe viel Geld verlangt und dann musste ich die Schuld meine Mutter getötet zu haben auch abarbeiten. Es war Fluch und Segen zu gleich. Einerseits wurde ich nicht mehr so oft verprügelt andererseits hasste ich die Arbeit. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt. Mein Vater, Alpha Rick, ist ein jähzorniger Mann. Er schlägt nicht nur mich, sondern auch Nicolas."
"Ich hab dir all die Jahre die Schuld an allem gegeben. Am Tod meiner Mutter, an der Wut unseres Vaters... Er war früher anders gewesen, sagte man mir. Ich kann mich nur an ein Leben voller Gewalt erinnern. Du hast, als du da warst, angefangen, mich immer wieder zu heilen. Ich sagte nichts meinem Vater, weil ich Angst hatte, daß du mich dann nicht mehr heilen kannst. Er hätte dich eingesperrt und mich dennoch weiter gequält. Ich war so eigennützig und verblendet. All die Jahre, hab ich nicht gesehen, dass du nicht mein Feind bist. Du allerdings hast immer an mich geglaubt. Mich geheilt und meine Schmerzen aufgenommen. Auch wenn ich das nicht wollte. Meine Schläge ausgehalten und meine Launen ertragen. Es tut mir unendlich leid Lou.... Ich bin so ein schlechter Bruder." Nicolas kniete vor Louis und weinte bitterlich.
"Du bist der bester Bruder der Welt Nick! Ich hab dich lieb und daran ändert sich nichts. Du musstes ihn viel länger ertragen."
"Aber zu dir war er schrecklicher... Ich hätte eingreifen müssen. Aber ich hatte so eine .... Angst... Ich bin ein erbärmlicher Alpha!"
"Nein bist du nicht! Du warst doch trotzdem immer für mich da. Dank dir kann ich meine Kräfte etwas besser beherrschen und auch in meiner Hitze warst du da."
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Kleiner Wolf
Manusia SerigalaLouis ist laut, sagt seine Meinung, ist mutig und auf keinen Fall unterwürfig. Er ist alles was ein Omega nicht ist. Er ist defekt. Sein Rudel hasst ihn und auch das verfeindete Rudel kann ihn nicht sonderlich leiden. Für viele ist er unsichtbar...
