Fynn
Am nächsten Morgen war Louis noch da. War auch besser so für ihn.
Er lag stumm in Fynns Arm. Die Tränen liefen ihn flussartig über die Wangen. Fynn erwachte durch ein schluchzen und schreckte automatisch hoch. "Louis? Was ist los?" Louis versuchte zu sprechen. Allerdings kamen nur krächtsgeräusche aus seinem Mund.
"Ohje... Du bist ganz schön erkältet... Ich mach dir schnell einen Tee und dann wasch ich dich mal ab. Du bist ganz verschwitzt. Und danach gibt es Wadenwickel. Wir kriegen dich schon wieder gesund." Er küsste Louis auf die Stirn und machte sich ans Werk.
Louis ließ alles kampflos über sich ergehen. Allein daran merkte Fynn schon, dass es Louis schlecht ging.
Die anderen halfen auch mit oder besorgten Feuerholz oder Essen in der ewig weit entfernten Stadt...
Einige Tage ging das so. Louis sagte die ganze Zeit keinen Ton.
Am vierten Tag war Louis wieder fit. Das merkte Fynn daran, dass der Omega morgens heimlich erneut abhauen wollte.
Fynn war darüber alles andere als erfreut. "Warum haust du immer ab? Willst du mich nicht oder was ist los?"
Louis sah seinen Mate geschockt an. "Natürlich will ich dich! Aber du bist ohne mich besser dran. Ich bringe nur Tot und Ärger! Wenn du mich ablehnst, kannst du vielleicht jemand anderen, besseren finden."
Louis wurde zum Ende hin immer leiser
"LEUTE?!" schrie Fynn durch das Haus. Die anderen kamen angerannt.
"Nehmt Geld aus meinem Geldbeutel und schlaft heute mal in einem Hotel in der Stadt. Ich muss hier meinem kleinen Omega zeigen, dass man nicht ständig vor seinem Alpha davon läuft..."
Die anderen verstanden und fingen wortlos und schnell an zu packen und verließen geradezu fluchtartig die Hütte. Fynn behielt währenddessen seinen Omega fest im Blick, der sich sichtlich unwohl fühlte.
Als sich die Tür hinter ihren Freunden schloss, stellte sich der Alpha vor den Omega.
"Wem gehörst du Louis?"
Louis zögerte aber Fynns Blick zwang in geradezu zu antworten.
"D..Dir... aber-"
"Und wem gehöre ich?"
Louis Blick war fragend. Wem sollte so ein starker Alpha auch schon gehören
"Dir mein Dummerle. Ich gehöre dir und du mir. So ist das. Ich will dich. Schon lange. Wir gehören zusammen und ich werde dich niemals ablehnen. Du bist so großartig, wunderschön, lustig, schlau, stur, mutig, manchmal zickig und dann wieder so unendlich süß. Mit dir wird es bestimmt nie langweilig. Ich schätze jede Facette an dir." Er drücken den Omega auf das Bett.
Unsicher sah Louis hoch zu Fynn.
"W..Was wird das Fynn?"
Ein funke Reue spiegelte sich in Fynns Augen. "Ich wollte das eigentlich viel romantischer machen aber ich will dich nicht mehr verlieren deswegen muss das jetzt sein. Bitte verzeih mir."
Louis kam garnicht dazu zu antworten, da kam Fynn schon zu ihm runter, lehnte sich vor und schon spürte er einen scharfen Schmerz zwischen Schulter und Hals. Fynn biss ihn. Er akzeptierte ihn als Mate! Der Alpha drückte seinen Omega an sich. Er spürte eine tiefe Zufriedenheit in sich. Als wäre er endlich angekommen. Er zog seine Zähne aus dem Fleisch und leckte mit seiner Zunge entschuldigend über die Wunde. Er drückte Louis nochmal und ging dann etwas zurück um seinem Omega ins Gesicht zu sehen.
Louis weinte. Auch er hatte es gespürt. Dieses Gefühl der Verbundenheit. Gleichzeitig bekam er große Angst und verspürte Traurigkeit. Er weinte dicke Tränen. "Jetzt bist du verloren... Du hättest mich ablehnen müssen... Warum hast du das gemacht? Ich bin eine Missgeburt. Verflucht. Ich hätte nie einen Mate finden sollen."
"So mein Kleiner. Jetzt schieben wir mal die ganzen Selbstzweifel bei Seite...
Wie findest du mich? Bin ich es wert, dein Mate zu sein?"
Louis legte seinen Kopf schief. Was meinte Fynn denn damit? "Hä? Natürlich du Dummi. Du bist einfach perfekt." Fynn lachte laut "Den Dummi hab ich mal überhört. Und nein ich bin alles andere als perfekt. Ich hatte nie eine echte Beziehung, war als Frauenheld bekannt, bin lange nicht so schlau wie du, bin stur, höre nicht immer zu, treffe vorschnell Entscheidungen... Die Liste ist lang....
Wir alle haben Fehler. Nicht nur du. Es ist wichtig, daß wir lernen mit ihnen zu leben und sie zu akzeptieren. Ich finde deine Kräfte erstaunlich. Sie sind magisch und definitiv nichts, was man verstecken müsste. Du bist einzigartig und das macht dich für mich perfekt."
Louis lächelte. Das war so ziemlich das netteste, was je jemand zu ihm gesagt hatte...
Und da spürte er es. Er spürte, dass Fynn die Wahrheit sagte. War das das Mateband?
"Ich bin keine einfache Person. Das weißt du?"
"Ohh, das weiß ich. Für einen kleinen Omega bist du ziemlich aufmüpfig... aber das liebe ich an dir." Flüsterte Fynn.
Sie sahen sich verliebt in die Augen. Fynn legte seine Hand an Louis Wange und begann sie mit seinem Daumen zu streicheln. Langsam kam er dem Gesicht des Omegas näher. Er spürte bereits seinen Atem auf seiner Haut. Fynns Herz schlug wie wild.
Er legte langsam und vorsichtig seine Lippen auf die des Omegas und übte leichten Druck aus. Zu seiner Überraschung erwiderte Louis den Kuss. Immer stürmischer wurde der Kuss. Fynn schnappte sich Louis und setzte ihn breitbeinig auf seinen Schoß. Den Kuss hatten sie dabei nich unterbrochen. Sachte stieß Fynn mit seiner Zunge an Louis Lippe und bat um Einlass. Louis öffnet daraufhin zaghaft die Lippen und schon wurden aus den süßen Küssen ein heißer Zungenkuss. Fynns Hände wanderten an Louis Arsch und kneteten diesen durch. Louis stöhnte in den Kuss und drückte seinen Schritt gegen den des Alphas. "Seit ich dich als meinen Mate erkannt habe, wollte ich das tun." Flüsterte Fynn die Worte an Louis Mund.
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Kleiner Wolf
Manusia SerigalaLouis ist laut, sagt seine Meinung, ist mutig und auf keinen Fall unterwürfig. Er ist alles was ein Omega nicht ist. Er ist defekt. Sein Rudel hasst ihn und auch das verfeindete Rudel kann ihn nicht sonderlich leiden. Für viele ist er unsichtbar...
