Fynn
"Haha! Großer, Mächtiger Alpha! Mit Zuckerguss oben drauf! Ich werd nicht mehr! Haha. Der kleine ist ja lebensmüde!" Mark hielt sich bereits den Bauch vor lachen.
~Ich weiß genau, warum er geschlagen wird... Der Drops ist noch nicht gelutscht. Das ist doch kein Omega. Der ist doch defekt! Der wird schon sehen, was er davon hat! Und dann dieses Grinsen... Wir sind ein Alpha. Unterwirf dich gefälligst!~ Dimitri knurrte in ihm drin. Fynn stimmte voll und ganz zu. Soetwas durfte nicht ungestraft bleiben. So mit einem Alpha zu sprechen. Und das als Omega. Der kleine ging ihn ja mal sowasvon auf die Nerven. Typisch Dark Moon Rudel....
"Danke auch für deine Hilfe! Du willst später mal mein Beta sein? Das ich nicht lache."
Etwas beleidigt, verschränkte Mark seine Arme vor der Brust. "Was hätte ich schon machen können? Außerdem sollte unser zukünftiger Alpha doch selbst mit einem kleinen Omega klarkommen können."
Mark hatte Recht. Wenn er nicht mal so einen mickrigen Omega händeln könnte, wie könnte er dann ein ganzes Rudel anführen?
Fynn merkte garnicht, dass er angefangen hatte, vor sich hin zu knurren. Vor Zorn auf diesen Omega zuckte sogar sein Auge. Bevor er aber weiter in seiner Wut versinken konnte, schritt Sina ein und sprang gerade zu in Fynns Arme.
"So, genug gelabert! Vergessen wir das eben. Wir haben schließlich eine Mission."
Sie zog lachend als wäre nichts gewesen, die drei Jungs ins "Lightning strike". Dort witterten sie allerdings das nächste Problem. Nicolas und seine Freunde...
Fynn und er sahen sich an, wobei bei beiden ihre Wölfe in den Augen zu sehen waren. Neutraler Boden. Sie dürften nicht kämpfen. Der neutrale Boden war wichtig und dürfte nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Er garantierte, dass man zur Schule gehen konnte ohne mit einem Angriff rechnen zu müssen. Auch konnte man ohne Angst vor anderen Wölfen in die Stadt zu shoppen oder wie in ihrem Fall zum feiern. Er atmete tief durch. Nein, dieses Privileg durfte heute nicht aufs Spiel gesetzt werden. Sie setzten sich also etwas entfernt von dem anderen Rudel in die Bar.
Sie alle bestellten sich einen Cocktail, Frederik einen ohne Alkohol, da war der Kellner sehr strickt. Die Happy Houre sollte ja schließlich gut genutzt werden. Sina gab in jedes Getränk etwas Eisenhut. Ohne das Zeug würden die jungen Wölfe den Alkohol zu schnell abbauen und hätten die gewünschte Wirkung verfehlt.
Nicolas machte unterdessen mit einem fremden Mädchen rum. Kate sah traurig zu ihnen. Jeder wusste, dass sie auf ihren Alpha stand aber dieser war nicht auf Beziehungen aus sondern nur und ausschließlich auf Sex. Kate wollte aber alles. Das Händchen halten, in den Arm genommen werden, für einander einstehen,... Sie hoffte sehr darauf seine Luna zu werden und wartete deswegen hoffnungsvoll auf seinen Geburtstag. Jeder, sogar Nick selbst wusste das. Er spielte weiter mit ihr, wie ein Puppenspieler. Noch ein Grund mehr, für Fynn diesen Alpha zu verabscheuen.
Der Abend nahm Fahrt auf. Immer mehr Getränke wurden bestellt. Auch dieser kleine Omega kam kurz vorbei. Er hatte ein blaues Auge und seine Lippe war aufgeschlagen. Es sah so aus als würde er etwas vorbei bringen. Flyer... Er legte sie am Thesen aus, warf seinem Alpha einen kurzen Blick zu und verschwand wieder. Komischer Typ. War das etwa sein Job? Flyer verteilen? Naja schwere Arbeit könnte man Omegas nicht zutrauen, da machte das Sinn. Jeder wusste, dass der Omega keine Eltern mehr hatte. Er tauchte einfach so vor 5 Jahren auf. Allein. Vielleicht versuchte er so sein Taschengeld aufzustocken. Wer weiß.
Sina starte die ganze Zeit zu einem breit gebauten Typen mit dicken schwarzen Locken. Ein Mensch, so wie es sein Geruch sagte. Dieses anschmachten war schon fast peinlich. Als der Kellner ihr dann ein Cocktail, den sie nicht bestellt hatte, vor die Nase stellte mit der Aussage er wäre von genau diesem Typen, wich ihr alle Farbe aus dem Gesicht. "Soll ich zu ihm gehen und mich bedanken?" Was war aus der verlauten Delta geworden? Fynn musste schmunzeln. Diesmal setzte Frederik ein "Wenn er dir den spendiert hat, will er bestimmt gerne mit dir reden. Trau dich und geh hin. Wenn es nicht passt, sag es ihm und komm zurück. Wir sind hier und passen auf."
Sina atmete tief durch, stand auf und ging geradewegs auf den Typen zu. Der lächelte als er sah, daß sie zu ihm kam und sie fingen ein Gespräch an. Den ganzen restlichen Abend war sie bei ihm. Die drei übrig gebliebenen Jungs tranken der weil munter weiter.
"Hey Jungs. Ist da noch frei?"
"Für dich doch immer Tobi." lächelte Fynn den älteren an. Tobias war ein treuer Freund der Gruppe, wenn auch etwas verschlossen. Die Wölfe wussten, dass der Mensch ein paar krumme Dinger drehte. Schließlich kamen sie durch ihn an Eisenhut. Er war ein Dealer, der seinen Job so mittel ernst nahm. Er verkaufte nur so viel, wie er musste um zu überleben. Was er sonst für Geschäfte machte behielt er für sich. Auch wusste niemand wo er wohnte. Nur sein Versteck im Industriegebiet kannten sie. Hier kamen sie hin, wenn sie Eisenhut brauchten. Waren aber auch schon einfach so zum chillen dort gewesen. Der Dealer hatte was unglaublich nettes an sich. Verkaufte an Drogen nur Eisenhut und auch nur solche Mengen, dass man davon keinen Schaden bekommen könnte. Sina hatte sich oft beschwert, dass Tobi ihr nichts verkaufen wollte, weil die Abstände der Käufe angeblich zu kurz waren. Der seltsamste Dealer der Welt.
"Wo warst du die letzten Tage?" Mark mochte Tobias sehr gerne. Er bewunderte ihn geradezu. Fynn wusste auch von einer kleinen Schwärmerei für den tattoowierten Menschen. Mark würde ihm das aber wohl nie gestehen, denn Tobias war durch und durch hetero. So wie er auftrat konnte einfach nur auf Frauen stehen. Diese standen jedenfalls auf ihn.
"Ach. Ich hab einen neuen Job in einer Burlesque Bar als Türsteher angenommen. Mein Kätzchen arbeitet da und hat mir den Job besorgt. Ich wurde die letzten Nächte eingearbeitet und hab heute endlich mal frei. Ich muss aber sagen, das der Job was hat. Die Shows sind spitze und die Getränke erschreckend günstig. Die neue Besitzerin hat den Laden komplett auf links gedreht. Das alte Team aber komplett übernommen. Nur bei den Türstehern war eben noch eine Stelle offen und die hat mein Kätzchen für mich ergattert." Erzählte er stolz. Marks Blick wurde finster. Vergeben... Wahrscheinlich an eine hübsche Tänzerin. Nein, da konnte er nicht mithalten.
"Kätzchen?" fragend blickte Frederik Tobias an. Der kratzte sich am Nacken. "Ja mein Kätzchen. Er hasst es, wenn ich ihn so nenne. Deswegen macht es umso mehr Spaß ihn so zu nennen." "Ihn? Du stehst auf Männer?" Unter Eisenhut wurde Federik immer sehr gesprächig. Ein krasser Kontrast zu seinem nüchternen Wesen. "Was? Wie kommst du da drauf?" Verwirrte Blicke der Wölfe. "Also ja und nein. Aber ganz sicher nicht auf mein Kätzchen. Wenn ein Kerl, dann bitte einen, richtigen. Mein Kätzchen ist wie der Name schon sagt ein kuscheliges kleines Biest. Er ist wie mein kleiner Bruder. Ich hab ihn vor Jahren quasi aufgenommen. Er wohnt zwar irgendwo alleine ist aber oft noch bei mir. Vor allem wenn er Angst hat, weil er wieder irgendeinen Mist angestellt hat. Kätzchen, oder Mieze ist auch sein Name an der Arbeit. Haha. Er hasst es. Aber das Geld muss ja irgendwie rein kommen." Heute war auch er ungewöhnlich gesprächig. Ob auch er schon Eisenhut in sich hatte? Seine Pupillen wießen jedenfalls nichts dergleichen auf.
Marks Augen dagegen begangen zu leuchten. Tobias war bi und stand auf Kerle, die ihn dominieren würden. Kaum zu glauben aber obwohl Mark schmaler und kleiner als Tobias war, war er doch sehr dominant. Auch wenn seine Nervosität ihn oft einen Strich durch die Rechnung machte. Verliebter Trottel. Tobias sah Mark mit großen Augen an, Fynn und Frederik nickten sich zu und verabschiedeten sich kurzerhand mit der Aussage bereits sehr müde zu sein. Mark sah ihnen panisch nach. Auf dem weg nach draußen schnappte sich Fynn noch einen der Flyer. Er war von der Burlesque Bar. Vielleicht sollten Sie da wirklich mal hin. Der Flyer sah jedenfalls gut aus. Außerdem sagten sie Sina bescheid und nahmen sie mit. Die Delta würde auf keinen Fall alleine bei einem Fremden bleiben. Kurzerhand tauschte sie aber schnell die Nummern mit diesem Typen. Strahlend folgte sie ihrem zukünftigen Alpha.
Vor der Bar angekommen, sahen sie sich an.
"Nadann.. Ab nach Hause. Mark wird bestimmt heute nicht daheim schlafen." Die Freunde lächelten sich an. Das war Marks Chance. Hoffenheim würde der die auch nutzen.
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Kleiner Wolf
Hombres LoboLouis ist laut, sagt seine Meinung, ist mutig und auf keinen Fall unterwürfig. Er ist alles was ein Omega nicht ist. Er ist defekt. Sein Rudel hasst ihn und auch das verfeindete Rudel kann ihn nicht sonderlich leiden. Für viele ist er unsichtbar...
