Als sich Fynn löste, leckte er kurz über die Wunde und platzierte einen kleinen Kuss darüber.
Er war immernoch geladen. Laut knurrte er auf "Du gehörst mir!" Mit diesen Worten packte er Louis und zog ihn hinter sich her. Er ließ sich den Schlüssel von Sinas Auto geben, mit dem sie hergekommen waren und stapfte mit einem wimmernden Omega an der Hand aus der Bar.
Eigentlich hatte Louis erreicht was er wollte. Fynn war wieder dominant und nicht mehr so verweichlicht. Eigentlich alles gut. Eigentlich... Die Wunde tat arschweh und blutete immernoch stark. Fynns grobes Verhalten ihm gegenüber löste bei Louis ein unbehagliches Gefühl im Bauch aus. So mochte er seinen Alpha auch nicht... Hatte er übertrieben? Vielleicht etwas... Jetzt musste er eben die Konsequenzen ertragen.
Fynn knurrte die ganze Zeit unentwegt weiter. Die ganze Heimfahrt. Er sagt kein Wort. Louis auch nicht. Der fiebte und wimmerte nur. Fynn fuhr aggressiv. Er hatte bereits ein Stoppschild überfahren und war durch eine 30er Zone mit 60 gebrettert. Louis hasste diese Fahrweise, traute sich aber nichts zu sagen. Stadessen liefen ihm stumm die Tränen die Wange hinunter.
Zuhause angekommen parkte Fynn erstmal die Einfahrt zu. Er stürzte regelrecht aus dem Auto zur Beifahrertür und riss Louis grob aus Sinas Auto. Dann schmiss er den ungewöhnlich stillen Omega über seine Schulter und ging großen Schrittes Richtung Haus.
Nele die in der Tür stand, machte abrupt Platz, als sie Fynns angepissten Gesichtsausdruck sah. Mitleidig sah sie zu Louis, der gerade ins Zimmer getragen wurde.
In seinem Zimmer angekommen schmiss Fynn Louis auf sein Bett. Ein ohrenbetäubendes Gebrüll verließ seine Kehle. "Du gehörst mir Omega! Hast du verstanden?! Nur mir!" Louis Lippen schlotterten. Der Plan war ja mal sowasvon nach hinten losgegangen...
Louis überlegte fieberhaft, was er nun tun könnte um Fynn zu besänftigen. Bei dem stand sein Wolf nämlich schon in seinen Augen.
Louis kannte das Rudelleben noch nicht so lang. Eines aber hatte er bereits oft gehört. Er sollte unterwürfig sein... Na schön... wenn das half... Er legte sich also auf den Rücken und präsentierte Fynn seinen Hals. Er sah ihm nicht in die Augen sondern schloss sie. "Alpha. Es tut mir leid. Ich gehöre nur dir. Immer."
Bei Fynn löste dieses Bild aus, dass sich bei ihm ein Schalter umlegte. Er schnüffelte an Louis Hals. Nahm Louis Gesicht in die Hand und streichelte mit seinem Daumen seine Wange. "Öffne deine Augen Louis."
Louis tat wie ihm gehießen. Wenn auch sehr zaghaft. "Es tut mir so leid Baby. Ich wollte dir keine Angst machen." In Fynns Augen sammelten sich Tränen. Er hatte die Kontrolle verloren und seinen Mate verletzt. Das hätte nicht passieren dürfen. Niemals. Auch wenn Louis ihn nicht mehr wollte, hatte er dazu kein Recht.
Louis sah seinen Alpha an und lächelte beschwichtigend. Er wusste, dass Fynn ihm nie etwas tun würde. Also nichts schwerwiegendes... "Alles gut mein Alpha. Ich bin selber schuld. Ich hab dich provoziert." "Nein Baby... Soweit hätte ich es nicht kommen lassen dürfen. Auch wenn... Auch wenn du mich nicht mehr willst... Das gibt mir nicht das Recht dich so zu behandeln..."
Louis kicherte. "Ach mein dummer Alpha. Ich will keinen anderen. Das hab ich nur gesagt um dich zu reizen. Ich wollte nur, dass du wieder wie früher wirst. Du hast dich in letzter Zeit so verhalten, als wäre ich ein rohes Ei. Ich wollte nur, dass du mich wieder wie früher behandelst... Aber das ist wohl nach hinten los gegangen... Tut mir leid."
Zaghaft stand Louis wieder auf und küsste Fynns Nase. Der stand da und verstand die Welt nicht mehr. "Das alles nur damit ich dich wieder wie früher behandle? Warum hast du nicht einfach mit mir gesprochen?" "Na weil du nicht zugehört hast!"
Fynn schnaubte "Kann schon sein..." gab er peinlich berührt zu und kratzte sich den Nacken. Dabei viel ihm plötzlich etwas ein. "Dein Nacken! Wir müssen ihn sofort verbinden!" Er rannte ins Bad, holte seinen Erste Hilfe Kasten und kam zurück ins Zimmer. "Ja, du Blödi hast ganz schön zugebissen!" "Tja, hätte meine kleine Tanzmaus mich nicht so geärgert, wäre das nie passiert. Apropos. So tanzt du nur noch für mich! Verstanden?"
Louis gluckste. "Verstanden."
Sie lächelten sich an und Fynn verband Louis Wunde. "Sollte die Morgen noch nicht besser aussehen müssen wir zum Arzt..."
"Ach... Das wird schon. Morgen ist alles wieder weg. Kannst du jetzt bitte mit mir kuscheln? Mein Wolf möchte sich mit dir versöhnen und ich will das auch."
Das ließ sich Fynn nicht zweimal sagen. Er sprang aufs Bett und zog die Decke weg, damit sich Louis zu ihm legen konnte, was der sogleich glücklich tat. Da hatte sein Plan also doch geklappt. Also irgendwie. So halb.
Was keiner der beiden und auch keiner der Freunde in der Bar bemerkt hatten, waren die drei Wölfe, die sie beobachtet hatten und anschließend jemanden angerufen hatten.
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Irgendwie bin ich nicht ganz so zufrieden mit diesem Kapitel... Es ist aber wichtig für die weitere Geschichte...
Also.... Naja
Ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen
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Kleiner Wolf
Manusia SerigalaLouis ist laut, sagt seine Meinung, ist mutig und auf keinen Fall unterwürfig. Er ist alles was ein Omega nicht ist. Er ist defekt. Sein Rudel hasst ihn und auch das verfeindete Rudel kann ihn nicht sonderlich leiden. Für viele ist er unsichtbar...
