18 Marks Geburtstag

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Fynn

Fynn fuhr auf seinem Motorrad direkt nach Hause. Dort ging er geradewegs in die kalte Dusche. Er verstand, warum Mark auf Zuschauer stand. Scheiße Ja! Ein ganz klares Zeichen seiner Dominanz. Fuck! Sofort schossen Fynn Bilder in den Kopf, die ihn hart werden ließen. Die anderen hatten es bestimmt auf Grund des Geruchs nach Sex nicht gerochen. Hoffentlich. Aber Fynn war maximal erregt. Das war aber nicht das schlimmste. Er hatte sich vorgestellt selbst zu dominieren. Er war ein Alpha. Dominanz war da zu erwarten... das schockierende war nur wenn er in seinen Gedanken dominierte. Es war der kleine Omega. In seinem Kopf hatte er das halbe Kamasutra durchgevögelt. Er hatte sich vorgestellt, wie der wohl seinen Namen stöhnte oder wie sich seine weiche Haut wohl anfühlen würde. Wie sich der kleine Omega durch seine Laken reckeln würde. Wie er immer mehr verlangen würde. Scheiße! Er wollte ihn!?
Der Gedanke, löste bei Fynn blankes Entsetzen aus. Er stand definitiv und zu 100% auf Frauen. Ohne wenn und aber. Kalt duschen. Ein Alptraum mit diesem Omega.

Später am Nachmittag machte Fynn sich für Marks Party bereit. Seine Eltern würden vorerst mitkommen. Schließlich waren sie das amtierende Alphapaar. An so einem besonderen Tag mussten sie natürlich präsent sein
"Keine Sorge Sohn. Wir bleiben nur bis nach der Zeremonie. Wenn du also heute noch etwas bestimmtes tun möchtest, dann kannst du das danach noch tun." Alpha Alaric zwinkerte seinem Sohn zu. Er hoffte sehr, dass er seine Jugend in vollen Zügen genießen konnte. Das Amt des Alphas war mit viel Verantwortung verbunden. Fynn sollte die unbeschwerte Zeit nutzen. "Is klar, Paps"
Fynn lächelte. Nur noch 1,5 Monate... Dann würde sich alles ändern.
Fynn lief zu Marks Party. Seine Eltern würden etwas später mit den anderen Gästen kommen.
"Na Alpha? Hab gehört du bist nachdem du uns gesehen hast nach hause gefahren... geht's dir gut?" Mark lächelte Fynn provokant an.

"Was meinst du mit 'du hast gehört'? Warst du auch nicht mehr im Unterricht?" Fynn ging garnicht erst auf die Provokation ein.

"Ehm nein... Tobi und ich sind dann zu ihm und haben weiter gemacht... Es war... krass?"

"Was meinst du?"

"Naja .... Also ich steh auf Tobi und so... Aber das war intensiver. Mein Wolf konnte garnicht genug bekommen. Tobi musste mich geradezu rauswerfen, damit ich mich für die Party fertig machen kann...
Jetzt gerade will ich unbedingt zu ihm.... Ich wollte ihn als meins markieren... verstehst du?"

"Vielleicht seid ihr Gefährten und dein Wolf merkt es bereits? Wäre doch möglich?"

"Ich hoffe es so sehr..... Ahh! Ich dreh noch durch! Noch drei Stunden... Ich schaff das nicht mehr."

"Klar schaffst du das! Komm... wir schauen mal, ob alles fertig ist."

Dankbar sah Mark seinen zukünftigen Alpha an. Er hatte so eine unsagbare Angst. Er liebte Tobias. Heute hatten sie es sich gegenseitig gesagt. Es wäre furchtbar...
Die zwei Wölfe fanden tatsächlich noch etwas zu tun und kurz danach kamen auch schon die ersten Gäste. Mark begrüßte sie alle brav aber sobald Tobias dazu kam, war er das einzige, auf das er sich konzentrieren konnte. Er ergab sich schließlich dem Drang und ging auf ihn zu. Die restlichen Leute würden sich selbst begrüßen müssen. Da hinten stand die Liebe seines Lebens und er wusste das Tobias mindestens genausoviel Angst hatte wie er selbst. Heute Abend würde er seine Mate finden. Tobias aber konnte evtl. leer ausgehen. Mark hätte dann jemand anderen. Und Tobias .... wäre wieder allein. Fest drückte er sich gegen Tobias harte Brust. Für einen Bottom war er erstaunlich breit gebaut. Er atmete tief ein und versuchte sich näher an ihn zu schmiegen. Seine Freunde sahen den beiden aus etwas Entfernung zu.

"Hoffentlich sind sie Mates..."

"Keine Sorge Sina... Selbst der Omega meinte, das es mehr als eindeutig ist, dass sie Gefährten sind."

"Das du dich mal auf Louis beziehen würdest." Frederik schmunzelte. "Ich dachte du kannst ihn nicht ab?"

"Kann ich auch nicht. Er bringt nur Probleme und verhält sich mehr als eigenartig. Mein Wolf würde ihnen gerne ein paar Takte erzählen.... Wenn der so weiter macht, lebt er nicht mehr lange..."

"Jaja Alphachen. Is klar." Sina lachte leise auf.

Bevor Fynn etwas erwidern konnte, kamen Mark und Tobias auf sie zu.
Beide wirkten sehr nervös und hielten sich fest an den Händen.

"Sina? Kann ich dich um einen Gefallen bitten?"

"Immer, Tobi"

"Mein Handy" Er reichte es ihr. "Ich weiß nicht, ob ich nach der Gefährtenernennung noch in der Lage bin ran zu gehen. Entweder ich bin zu Tode unglücklich oder ich bin... naja beschäftigt."

"Klar, verstehe. Aber wer sollte anrufen?"

"Kätzchen. Er sitzt seit heute Nachmittag bei mir auf der Couch und starrt Löcher in die Luft. Ich hab ihn mein Notfallhandy zum anrufen hingelegt. Also für den Fall, dass er heute noch aus seiner Starre fällt und seine Panikattacke bekommt. Normalerweise bekommt er sie erst nach einem Tag aber man weiß ja nie." Traurig lächelte er Sina an.

"Ja klar, kann ich machen. Aber was kann ich dann tun?"

"Nicht viel. Du sollst ihm nur am Telefon sagen, dass ich morgen, egal was ist, wieder komme. Er soll ruhig atmen und sich versuchen zu beruhigen."

"Ich glaube nicht, dass ich ihn über die Ferne beruhigen kann, aber ich werde mein Bestes versuchen."

"Vielen Dank! Ich wollte eigentlich bei ihm bleiben, wisst ihr? Aber er meinte kurz vor der Starre, dass er mich vierteilen würde, würde ich nicht herkommen. Er hat drauf bestanden und jetzt mache ich mir Sorgen."

Fynn seufzte genervt auf. Dieser nutzlose Omega... sogar jetzt, wo er nicht mal hier ist muss er stören.

Der Abend neigte sich der Gefährtenernennung zu und Mark verließ Tobias nach einem langen, innigen Kuss und einem geflüssterten 'Ich liebe dich' und ging zu einer kleinen Bühne, auf der der Alpha bereits auf ihn wartete.

Marks Beine, waren wie Wackelpudding. Der Alpha erzählte etwas von 'wichtiger Abend' und 'Verantwortung' und 'richtiger Beta' aber er hörte garnicht richtig zu. Er starrte nur in Richtung Tobias und betete für ein Wunder.

Auch der Alpha schien das zu bemerken, griff ihn an der Schulter und drehte ihn in seine Richtung. Nun sah Mark dem Alpha in die glühenden Alphaaugen.

"Es wird alles gut werden, Junge! Die Mondgöttin ist gut! Sie hat sich bei ihrer Entscheidung Gedanken gemacht. Egal wer es wird, es wird dich zu hundert Prozent glücklich machen."

Mark war sich nicht sicher, ob er ohne Tobias glücklich sein könnte... Nein, niemals. Das könnte und wollte er nicht. Seine Gefährtin würde ihn nie so glücklich machen können wie er. Daran würde auch sie irgendwann zerbrechen. Der Countdown startete und Marks Hände begangen unkontrolliert zu schwitzen. Sein Mund wurde vom hektischen atmen ganz trocken und das zittern seiner Knochen, ließ ihn leicht schwanken.

"10,

9,

8,

7,

6,

5,

4,

3,

2,

1,...."

Stille. Alle hielten quasi die Luft an. Und dann sah Fynn es. Sein Beta weinte. Unkontrollierbar. Er sah zu Tobias und sackte auf der Stelle in sich zusammen. Nahm sein Gesicht in seine Hände und weinte. Laut. Er ließ den Tränen freien Lauf. Fynn traute sich vorsichtig zu Tobias zu linsen und traute seinen Augen kaum.

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Ich hoffe ihr seid noch bei mir. Noch ca 1000 Gedanken schwirren in meinen Kopf herum. Ich kann garnicht schnell genug schreiben. :D ich hoffe euch gefallen meine Gedanken und habt noch so viel Spaß am Lesen, wie ich am Schreiben. Lasst es mich gerne wissen :)

Kleiner WolfWo Geschichten leben. Entdecke jetzt