Guten Rutsch!
Plymouth
Eldrid zog den Reißverschluss ihrer Jacke bis oben hin zu und verschränkte dann die Arme vor der Brust. Keine Ahnung, wie lange sie schon hier stand und auf das weite Meer hinaus blickte. Es machte keinen Unterschied, ob es fünf oder fünfzehn Minuten waren, ihr kam es wie eine Ewigkeit vor. Sie pustete sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht, die sich durch den Wind dahin verirrt hatten.
Die Wasseroberfläche des Meeres glitzerte, reflektierte die einfallenden Lichter der Bote und spiegelte den aufgehenden Mond wieder. Es war wunderschön. Aber noch schöner wäre es gewesen, wenn es ein wenig wärmer wäre. Doch man merkte nun deutlich, dass der Winter vor der Tür stand.
Mit einem leisen Seufzen auf den Lippen wandte sie den Blick ab und sah sich um. Sie erschrak, als sie den Mann bemerkte, der es geschafft hatte, sich unauffällig neben sie zu stellen.
„Wie lange bist du schon hier?", fragte sie den Gott des Schabernacks.
Sie traute sich kaum, ihm ins Gesicht zu sehen. Immer wieder kamen ihr die Worte seines Briefes in den Sinn und wenn die Kälte des Windes ihre Wangen nicht bereits röten würde, dann würden es ihre Gedanken definitiv tun. Sie war bereit , ihn wieder in ihr Leben zu lassen. Das hatte sie bereits beschlossen, noch bevor Natasha aufgebrochen war. Doch tat sie damit das richtige?
„Nicht lange", erwiderte er leise, sagte dabei jedoch nicht, dass er sie schon beobachte hatte, seit sie am Leuchtturm angekommen war. Den ganzen Tag hatte er auf diesen Moment gewartet.
„Ich habe deinen Brief bekommen", erwähnte sie unnötigerweise, denn ansonsten wäre sie ja kaum hier.
„Danke, dass du gekommen bist." Loki leckte sich kaum merklich über die Lippen und seine Mundwinkel zuckten.
Eldrid trat von einen Fuß auf den anderen und sah ihn immer noch nicht direkt an. „Warum wolltest du mich sehen?"
„Ist dir das immer noch nicht klar?", fragte er, doch erwartete keine Antwort. „Ich möchte gerne mit dir reden."
„Es ist zugegebenermaßen kaum das richtige Wetter für ein Gespräch an der frischen Luft." Nun, zugegebenermaßen gab es kein schlechtes Wetter, doch da sie nicht mit dieser Kälte gerechnet hatte, hatte sie vermutlich auch nicht die beste Entscheidung bei ihrer Kleiderwahl getroffen.
Loki nickte und zeigte mit einer Hand in die Richtung des Leuchtturms. „Wollen wir rein gehen?"
Überrascht zog sie eine Augenbraue hoch. Bis jetzt war sie noch nie im Inneren des Turms gewesen und sie bezweifelte, dass es dort deutlich wärmer war. Doch immerhin war es ein wenig windgeschützter als auf der freien Fläche des Hoes. Also nickte sie. Loki bot ihr seinen Arm an, wie er es schon so oft in der Vergangenheit getan hatte. Als sie noch zusammen waren. Natürlich könnte sie es annehmen, doch wollte sie erst einmal abwarten, was er ihr noch zu sagen hatte. Noch wollte sie nicht vor ihm eingestehen, dass sie ihre Wahl bereits getroffen hatte. Nachdem sie nur knapp den Kopf schüttelte, ließ er seufzend den Arm wieder hängen. Eldrid folgte ihm, als er sich zum Turm in Bewegung setzte.
Dort angekommen, hielt Loki ihr die Tür auf und ließ sie als erstes eintreten. Mit großen Augen sah sie sich um. Es war kleiner, als sie gedacht hätte und so blieb zwischen ihr und dem Gott nicht mehr allzu viel Platz, nachdem auch er hereinkam.
Loki nickte dem Mann, der auf einem kleinen Stuhl am Eingang saß, dankbar zu. Eldrid vermutete, dass er bereit mit ihm gesprochen hatte. Ohne ein Wort deutete der Schwarzhaarige ihr an, die Stufen nach oben zu erklimmen. Schnaufend setzte sie sich in Bewegung. Sie hatte kein Problem damit, spazieren oder joggen zu gehen. Doch Stufen waren der Endgegner ihrer Ausdauer. Dennoch beschwerte sie sich nicht weiter, zu groß war ihre Neugier darüber, was sie erwarten würde.
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Liebe ist ein Dolch *Loki FF*
Fanfic-- Marvel/Loki -- Wenn das Leben einem Steine in den Weg legt, können selbst die besten Beziehungen daran zerbrechen. Egal, wie groß die Liebe auch gewesen sein mag. Doch konnte es eine zweite Chance geben? Würden sie die Probleme lösen können und e...
