New York
Eldrid saß am langen Tisch des Besprechungsraums und spielte mit einem der Stifte, die vor ihr lagen. Nachdem Bucky ihr am Vortag seine Geschichte erzählt hatte, hatten sie doch tatsächlich noch ein recht angenehmes Gespräch führen können. Sie verstand ihn nun auch ein wenig besser, auch wenn seine Reaktion bei ihrem ersten Treffen ihr noch immer Unwohlsein bereitete. Bucky stand momentan unter Beobachtung der Avengers. Sie hoffte wirklich, dass er eine Möglichkeit finden würde, mit seinen Aussetzern klar zu kommen, die anscheinend recht häufig vorkommen. Sicherlich war er kein schlechter Mensch, kein schlechter Mann. Das konnte sie bei ihrem Gespräch erkennen. Was er getan hatte, schien ihm beinahe mehr zuzusetzen als ihr.
Der Außenminister General Ross räusperte sich und zog damit ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich. Er stand vor dem langen Tisch des Besprechungsraums, in dem sich auch einige seiner Bodyguards befanden. Der Anzug den er trug, schien bei weitem nicht billig zu sein, doch das war für einen Mann in seiner Position auch nicht verwunderlich. Da Eldrid sich nach ihrem Zusammentreffen mit Bucky darüber informiert hatte, welche Position Ross genau inne hatte, wusste sie auch, welche Bereiche in seine Zuständigkeit fielen. „Vor fünf Jahren hatte ich einen Herzinfarkt beim Golfspielen", fing der ältere Mann mit Schnauzer an und stützte sich leicht am Tisch ab. „Ich bin umgekippt. Gerade, als ich zum Schwung ausholen wollte. Es erwies sich als die beste Runde meines Lebens, denn nach dreizehn Stunden Operation und einem dreifachen Bypass..."
Eldrid unterbrach ihn: „Ich habe keinerlei Ahnung, wovon Ihr da sprecht. Also bitte, kommt auf den Punkt." Man merkte ihr an, dass sie keinerlei Interesse an diesem Gespräch hatte und sie machte sich auch nicht die Mühe zu sein.
Der General zog eine Augenbraue nach oben und betrachtete Eldrid einen Moment eingehend, ehe er den Mund verzog und schließlich nickte. „Gut, wie Sie wollen. Dann fassen wir uns kurz. Stark hat mir bereits berichtet, dass Sie über die Geschehnisse informiert sind, die sich im Zusammenhang mit den Avengers ereignet haben. Das Sokovia-Abkommen, befürwortet von 117 Staaten, legt fest, dass die Avengers nach allem keine private Organisation mehr sein sollen", während er sprach, überrechte ihm einer seiner Bodyguard einen Stapel gebundenes Papier. Dies legte er direkt vor Eldrid auf den Tisch. „Sie können es sich gerne in Ruhe durchlesen. Reden Sie meinetwegen mit Rogers oder Stark darüber. Aber schicken Sie es mit bis Ende der Woche unterschrie-"
„Genug", knurrte Eldrid und schob das Abkommen von sich. „Ich gehöre weder den Menschen an, noch den Avengers. Ich werde diese Übereinkunft nicht unterzeichnen."
„Das Gremium besteht darauf."
Eldrid lachte freudlos und stand auf. „Nennt mir einen vernünftigen Grund, warum mich dies interessieren sollte. Wollt Ihr mich als Bedrohung sehen? Dann bitte. Nehmt mich fest. Doch wisset, ich habe der Menschheit nie einen Schaden zugefügt und habe es auch in Zukunft nicht vor."
„Nun, da wäre immer noch die Sache mit ihrem Verlobten", fing Ross an und zog einen Mundwinkel nach oben. Er wirkte siegessicher in ihrer kleinen Auseinandersetzung, doch das würde ihm auch nicht mehr viel bringen. Loki zu erwähnen versetzte Eldrid einen unangenehmen Stich.
„Ehemaliger Verlobter", knurrte sie und starrte ihn wutentbrannt an. Sie konnte nicht verstehen, was er sich hier herausnahm, „für dessen Handlungen ich weder verantwortlich bin, noch zur Rechenschaft gezogen werden kann."
Eldrid stapfte zur Tür. Für sie war diese Unterhaltung vorbei. Ross seufzt und fuhr sich mit Daumen und Zeigefinger über seinen Schnauzer „Und was wollen Sie dann?"
„Frieden", seufzte sie kraftlos und bliebt kurz stehen, die Hand auf der Türklinke. „Ich will einfach nur in Ruhe leben können, so wie ich es möchte."
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Liebe ist ein Dolch *Loki FF*
Fanfiction-- Marvel/Loki -- Wenn das Leben einem Steine in den Weg legt, können selbst die besten Beziehungen daran zerbrechen. Egal, wie groß die Liebe auch gewesen sein mag. Doch konnte es eine zweite Chance geben? Würden sie die Probleme lösen können und e...
