Plymouth
Der Regen schlug hart auf den Asphalt und der Wind fegte durch die schmalen Gassen der Stadt. Eldrid zog den Kragen ihrer Jacke höher, um ihr Gesicht zu schützen. Schnell lief sie über den Platz und warf einen kurzen Blick nach links und rechts.
Die Geschehnisse in Sokovia waren bereits einige Wochen her. So scheinbar endlos lange Wochen, in denen die Gedanken an Loki sie plagten. Sie dachte, wenn sie die Stadt verlässt, würde es besser werden. Doch so war es nicht. Das Leben auf Midgard war so anders, als auf Asgard. Es war laut, stressig und die Menschen waren auch nicht unbedingt immer die beste Gesellschaft. Dennoch war sie nun hier, in Plymouth, England, und versuchte irgendwie zurecht zu kommen.
Ein paar Tage nachdem Ultron von den Avengers besiegt war, zog sie los. Zuerst wollte sie eigentlich in London bei Jane bleiben, doch die junge Wissenschaftlerin was viel unterwegs und Eldrid wollte sie mit ihrer Anwesenheit nicht von der Arbeit abhalten. Und so landete sie irgendwann in dieser schönen Stadt an der Küste Englands und war vom ersten Moment an verliebt.
Soweit sie wusste war Thor unterwegs, um irgendeinen Traum, den er hatte, auf den Grund zu gehen. Wenn sie an den blonden Donnergott dachte, glitten ihre Gedanken auch automatisch zu dessen Bruder. Manchmal, wenn sie Spätabends in ihrem Bett lag, fragte sie sich, ob das die richtige Entscheidung gewesen ist, mit ihm abzuschließen. Was, wenn sie einen Fehler gemacht hatte? Dann jedoch vielen ihr wieder all die Dinge ein, die er gesagt und getan hatte und sie war sich sicher, dass es für sie keine andere Möglichkeit gegeben hatte. Er würde nicht zu ihr zurückkommen. Und des Weiteren war sie sich auch nicht sicher, ob sie das überhaupt wollen würde. Ihr ging es gut. Und so sollte es auch bleiben.
Eldrid flitzte in ein kleines Café am West Hoe, dessen Eingangstür sie mit einem kleinen Glöckchen ankündigte. Entschuldigend sah sie die Bedienung an, als sie merkte, dass der Boden durch ihre Jacke und ihre Schuhe ganz feucht wurde.
"Das selbe wie immer?", fragte die blonde Frau aber nur und lächelte sie wie jeden Tag freundlich an. Es war eine Frau um die vierzig und eine der wenigen, die ihr auf Midgard wirklich sympathisch waren. Denn sie war auch eine von denen, die Eldrid nicht mit sinnlosem Smalltalk nervten.
Die Dunkelhaarige nickte und fing an, sich aus der tropfenden Jacke zu befreien, bevor sie sich an einen Tisch am Rande des Raumes setzte. Es war in der letzten Zeit mehr oder weniger ihr Stammplatz geworden, mit einem guten Blick aus dem Fenster und durch den ganzen Raum.
Bevor sie New York verließ, hatte sie mit Tony und Pepper überlegt, wie sie am besten Geld verdienen könnte, um eigenständig zu leben. Immerhin hatte sie keinen Beruf gelernt oder konnte irgendwas, was hier auf Midgard anerkannt wurde. Bis auf eine Sache.
Nachdem Tony ihr die Wunder des Internets gezeigt hatte und ihr ein wirklich großzügiges Startkapital zur Verfügung stellte, hatte sie sich ein eigenes Geschäft aufbauen können. Dank ihrer Kenntnisse über diverse Kräuter und deren Wirkung, stellte sie nun ihre eigenen Produkte her. Salben, Lotionen, ja sogar kleine Tränke. Sie waren nicht wirklich stark, doch die Menschen schienen darauf wirklich anzuspringen, insbesondere die Touristen, die diese Stadt besuchten. Nachdem Pepper ihr bezüglich des Marketings und der Erstellung einer Onlineseite geholfen hatte, lief es wirklich gut. So gut sogar, dass sie bereits plante hier einen eigenen kleinen Laden zu eröffnen.
So viel hatte sich verändert, dachte sie, als die Bedienung ihr eine große Tasse Kaffee, und eine dieser fantastischen Waffeln zum selbst belegen, brachte.
Eldrid goss die Schokolade über die Waffel und sah dann einen Moment aus dem Fenster. Sie war dabei, nach vorne zu blicken. Doch was dann?, fragte sie sich und nahm einen großen Schluck des heißen Kaffees.
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Liebe ist ein Dolch *Loki FF*
Fanfiction-- Marvel/Loki -- Wenn das Leben einem Steine in den Weg legt, können selbst die besten Beziehungen daran zerbrechen. Egal, wie groß die Liebe auch gewesen sein mag. Doch konnte es eine zweite Chance geben? Würden sie die Probleme lösen können und e...
