"Hast du was von ihm gehört?", fragte ich Adam mit gesenkter Stimme.
Er schüttelte nur den Kopf.
Enttäuscht seufzte ich. "Ich drehe hier noch durch..."
"Mach dir keine Sorgen Liz.", versuchte er mich zu beruhigen und legte seine Hand auf meine Schulter. "Darian ist der stärkste Mann den ich kenne, er kann auf sich aufpassen."
"Das weiß ich Adam, aber ich wünschte ich wüsste, dass es ihm gut geht. Nach der Aktion mit Nathaniel und seinen ganzen Geschenken, würde ich so einiges dafür geben, wieder mit euch irgendwo unterwegs zu sein. Weit weg von all dem hier...", erklärte ich und zog die Augenbrauen kurz in die Höhe.
Adam lachte nur. "Das Palastleben hat auch seine Vorteile."
"Ja einen wahnsinnigen Prinzen, der über Leichen gehen würde, um meine Vergebung zu erhalten.", prustete ich und dachte an die ganzen Blumen, den Schmuck und alles andere, was Nathaniel mir in den letzten Tagen auf mein Zimmer liefern hatte lassen um sich bei mir für seine Aktion beim Frühstück zu entschuldigen.
Aber so schnell würde ich ihm nicht verzeihen. Ich glaubte daran, dass er tief im inneren nur ein armer kleiner Waisenjunge war, dem der Ruhm zu Kopf gestiegen war, aber das rechtfertigte nicht, dass er mir gedroht hatte, Darian aus dem Weg zu räumen um einen Platz in meinem Herzen zu bekommen.
Also hatte ich mich auch dagegen entschieden, König Gabriel und König Maxim von seinem kleinen "Ausraster" zu erzählen.
Dass Nathaniel darüber mehr als glücklich war, hatte er mir in einem seiner unzählig vielen Briefe geschrieben. Gelesen hatte ich jeden einzelnen. Geantwortet aber auf keinen.
Adam und ich standen nun vor meiner Zimmertüre und ich war unglaublich dankbar, dass er sich die vergangenen Tage die Zeit genommen hatte, mich zu begleiten und immer ein Auge auf mich zu haben.
"Wann fährst du nach Hause zu deiner Familie?", wollte ich wissen und lehnte mich gegen das Holz meiner Tür.
"Wenn du mich nicht mehr brauchst.", antwortete er nur und zwinkerte mir zu.
"Dann geh! Das ist ein Befehl.", sagte ich und meinte es auch so. "Deine Frau und deine Töchter haben Zeit mit dir mehr als verdient. Ich komme klar. Versprochen."
Er winkte nur ab. "Lass uns warten, bis Darian zurück ist. Allzu lange sollte es hoffentlich nicht mehr dauern."
Schief lächelte ich. "Hoffentlich."
Danach verabschiedeten wir uns und ich öffnete die große Tür, die für mich Sicherheit und zu Hause bedeutete.
Kat hatte ein Feuer entzündet und alles für mich vorbereitet. Ich hatte ihr Frei gegeben, nachdem ich gesehen hatte, dass sie sich außergewöhnlich gut mit einem Soldaten, aus Maxims Reich verstand. Sie hatte auch das Recht auf ein Privatleben und ein wenig Spaß.
Sanft malte das Feuer Schatten in mein Zimmer und hüllte alles in eine angehnehme Wärme.
Ächzend schälte ich mich aus meinem Kleid und schlüpfte in eine weite Hose und ein locker sitzendes T-Shirt.
Danach betrat ich meinen Balkon und ließ die kühle Nachtluft auf mich wirken. Hoffnungsvoll blickte ich ein Stockwerk weiter runter, in das Zimmer das Darian bewohnte, wenn er hier war. Aber das Licht blieb aus. Natürlich.
Langsam ließ ich meinen Blick über die dunklen Wellen unter mir gleiten und seufzte.
"Bitte Darian, komm zurück zu mir.", flüsterte ich leise und hoffte, dass der leichte Wind meine Worte zu ihm trug. Wo auch immer er sein mochte.
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Teufelsherz
FantezieDies ist die Legende über eine verschwundene Prinzessin und eine längst vergessene Welt. Eine Welt, die unter der unseren existiert. Eine Welt in der Blut Macht bedeutet. Elizabell hat alles was sich eine junge Frau wünschen kann: Einen Fre...
