Ich seufzte wohlig auf, als das heiße Wasser auf meine Haut traf.
Wie lange hatte ich keine heiße Dusche mehr genommen?
Es schien eine halbe Ewigkeit her...
Dampf vernebelte meine Sicht und ich schrubbte jeden noch so kleinen Zentimeter meines Körpers.
„Lebst du noch?" Ein Klopfen an der Tür. Darian.
„Ich lebe wieder.", antwortete ich und fuhr mir mit den Fingern durch die nassen Haare.
Ein leises Lachen. „Okay. Dann nimm dir alle Zeit der Welt. Du hast es dir verdient."
Ich schmunzelte. Dann drehte ich das Wasser noch ein wenig wärmer und schloss die Augen.
Mit einem Lächeln auf den Lippen wickelte ich mir knapp eine halbe Stunde später das hellblaue Handtuch um den Körper und trocknete mir mit einem zweiten die Haare.
Danach wischte ich über den Spiegel und betrachtete mein Gesicht. Schatten standen unter meinen Augen.
Schnell schüttelte ich den Kopf und versuchte nicht zu bedauern, wie ich inzwischen aussah.
Um mich abzulenken, zog ich mir schnell die Kleidung an, die Darian mir besorgt hatte und verdächtig aussah, als würde sie Marie gehören.
Ein graues, verblichenes Kleid.
Ich seufzte. Ein Kleid war unpraktisch. Zu Hause trug ich gerne Röcke und Kleider, aber hier hatten sie keinen Zweck für mich.
Aber wenn ich nicht nackt gehen wollte, hatte ich keine Wahl. Das, was ich zuvor getragen hatte, hatte Darian vor meiner Dusche eingesammelt und höchstwahrscheinlich verbrannt um Spuren zu verwischen.
Mit einem schlechten Gewissen schlüpfte ich in das fremde Kleidungsstück. Es hatte kurze Ärmel, einen runden Ausschnitt und ging mir bis knapp unter die Knie.
Es deutete meine nicht mehr vorhandenen Kurven an, ohne sie zu verraten.
Kritisch begutachtete ich mein Spiegelbild, während ich meine Haare zu einem unordentlichen Dutt zusammenband.
Meine dunkelroten Haare schimmerten bräunlich im Licht der Badezimmerlampe und meine Haut brannte.
Wahrscheinlich juckte sie nur, weil ich wusste wem dieses Kleid gehörte. Einer Blutsklavin.
Ich wollte gar nicht wissen, was ihr schon alles widerfahren war, während sie dieses Ding getragen hatte.
Mit den Handinnenflächen strich ich über den Stoff, ehe ich das Bad und schließlich auch Darian und mein Zimmer verließ, um den Jungs unten Gesellschaft zu leisten.
Das Holz unter meinen Socken knarrte, als ich die Treppen hinabstieg.
Als ich das warme Licht des Kamins sehen konnte, entspannte ich mich und hoffte, dass wir es heil wieder aus diesem Haus schaffen würden.
Darians Blick traf meinen, als ich das Treppenhaus hinter mir ließ und unwillkürlich fühlte ich mich unwohl.
Seine wunderschönen blauen Augen waren ungewohnt weit aufgerissen und er scannte mich von oben bis unten.
„Darf ich?", fragte ich mit überraschend leiser Stimme und deutete neben ihn auf die Holzbank.
Er antwortete nicht, sondern sah mich weiterhin nur so komisch an.
Adam stieß ihn schlussendlich mit dem Ellbogen in die Seite und er räusperte sich verlegen, während die anderen einen wissenden Blick tauschten.
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Teufelsherz
FantasiDies ist die Legende über eine verschwundene Prinzessin und eine längst vergessene Welt. Eine Welt, die unter der unseren existiert. Eine Welt in der Blut Macht bedeutet. Elizabell hat alles was sich eine junge Frau wünschen kann: Einen Fre...
