Entgeistert starrten die Anderen ihn an. "Das Buch der Schmerzen!?", wiederholte Fischbein mit zittriger Stimme und sah sich sogleich ängstlich um, als würde das Buch jeden Moment hinter einem Regal hervorgesprungen kommen.
"Ja, das Buch der Schmerzen", sagte Hicks düster. "Es liegt in der Schattengruft"
"So viel konntest du in der Zeit lesen?", fragte Rotzbakke ungläubig und Hicks nickte. Er biss sich auf die Lippe. "Nicht nur das. Da war eine Karte..." Astrid verengte ihre Augen und stemmte die Hände in die Seiten. "Und nachdem du die gesehen hast, hast du es verbrennen lassen!?", rief sie aufgebracht. Hicks grinste nun und zog einen Zettel hervor. Er war etwas zerknickt, doch das interessierte niemanden, denn alle beugten sich neugierig über das Blatt Papier.
"A voilá! Die Karte!"
"Die Schattengruft, was könnte damit gemeint sein?", rief Astrid, um den Wind zu übertönen. Hicks sah nachdenklich runter zum Meer. "Ich habe keine Ahnung", gestand er dann. Die Drachenreiter hatten sich sogleich auf den Weg gemacht, um das Buch in Gewahrsam zu nehmen, ehe jemand anderes es tat.
"Laut der Karte müssen wir ... da rein!", das Ende des Satzes sprach Hicks fassungslos aus, als er den riesigen Krater voller Nebel entdeckte, der sich vor ihm auftat. "Was bei Thor ist das!?", fragte Astrid bestürzt.
"Ohnezahn, benutze dein Solar!", befahl Hicks und sein bester Freund gehorchte. Er öffnete sein Maul und nutzte seine Fähigkeit, dann lauschte er. Im nächsten Moment flog er im Sturzflug in das Loch und Hicks hielt sich krampfhaf fest. Nebelschwaden umgaben die Beiden und ohne Ohnezahns Solar hätten sie nichts gesehen. "Leute, kommt runter!", rief Hicks, doch er hatte eine Gänsehaut und sah sich beunruhigt um. Ohnezahn knurrte leise und flog weiter, als die Anderen kamen. "Ich sehe ... nichts!", beschwerte Rotzbakke sich. "Ich seh nicht mal dich Schwesterchen", grinste Taffnuss, woraufhin eine Faust ihn erwischte und aus dem Sattel stieß. "AAAHHH", brüllte er und stürzte in den Nebel, niemand konnte ihn sehen. "Taff!", rief Hicks entsetzt und flog ihm hinterher, doch sie kamen zu spät. "Alles gut bei ihm!?", fragte Astrid besorgt und beugte sich über den Wikinger, welcher bewusstlos zu sein schien. "Verlokieeeet!!", schrie er und sprang lachend auf. "Taff das ist nicht witzig!", knurrte Hicks und sah sich um. "Aber wenigstens sind wir jetzt am Boden. "Da ist ein Eingang!", bemerkte Fischbein und presste sich an Fleischklops.
Hicks ging zielstrebig auf den Eingang zu, Ohnezahn folgte ihm und sah sich um. "Hey, in der Höhle ist es zwar dunkel, aber der Nebel ist hier nicht mehr!", rief Hicks und Ohnezahn entzündete eine Fackel. "Danke Kumpel"
"Das ist gruselig hier", murmelte Fischbein, doch niemand beachtete seine Aussage, denn sie waren in hoher Alarmbereitschaft, als würden sie die Anwesenheit anderer Menschen spüren können. Da stolperte Astrid und im nächsten Moment sank sie zusammen. "Astrid!", Hicks war mit einem Satz bei ihr und stützte sie, während sie wimmernd am Boden kauerte. "Was... was ist!?", fragte Fischbein und zitterte wie Espenlaub. "Ich habe solche Schmerzen", kam es schwach von der Wikingerin. Wenn ein Schmerz Astrid in die Knie zwang, musste er extrem stark sein, denn sie würde nie klein beigeben.
"Ich bleibe bei Astrid, ihr sucht das Buch!", ordnete Hicks an und die Anderen nickten ernst. Jeglicher Humor ist sogar den Zwillingen entwichen und aufmerksam liefen sie durch die Höhle.
"Halte durch, wir kriegen das hin!", beruhigte er Astrid, doch er wusste, dass er das garantiert nicht hinkriegen würde, da er keine Ahnung hatte, was Astrid so quälte. "Ohnezahn, Solar!" Ohnezahn schickte die Schallwelle durch die komplette Gruft und horchte auf. "Was ist denn Kumpel?" Sturmpfeil stellte ihre Stachel auf und sah sich um und Ohnezahn fletschte seine Zähne.
Da trat eine Gestalt aus dem Schatten. "Ach, ich habe mir schon gedacht, euch hier anzutreffen!", grinste der Mann, den keiner kannte. "Ich bin ein Offizier von Viggo", stellte er sich vor. "Und das ich gerade sie mit diesem wundervollen Buch in die Knie zwingen konnte ist wirklich genial!" Hicks ballte die Hände zu Fäusten. "Her mit dem Buch, oder mein Drache befördert dich persönlich nach Walhalla!", warnte er düster. Der Mann lachte. "Und wenn ich das Buch als Schutzschild benutze? Dann wird deine kleine Freundin wohl auf ewig so leiden müssen!" Hicks wusste, dass er so keine Chance hatte. Ergeben senkte er den Kopf. "Oder du gibst mir das Mädchen und ich nehme ihr die Schmerzen und du vernichtest das Buch!" "Was würde Viggo das schon nützen!?", fragte Hicks. "Was interessiert mich schon was Viggo will! Wenn ich das Mädchen heirate brauche ich Viggo nicht!"
Bei den Worten klappte Hicks die Kinnlade runter. "Was heißt hier Heiraten!?", knurrte Astrid. "Finger weg von ihr!", zischte Hicks eiskalt und der Mann lachte. "Och wie süß, eine junge Liebe!"
Astrid wurde rot, denn sie und Hicks waren kein Paar, doch Hicks lies sich von seiner Verlegenheit nichts anmerken.
Plötzlich sprangen Rotzbakke und die Anderen hervor und rangen den Mann zu Boden, während Fischbein sich todesmutig das Buch schnappte und es zu Astrid brachte. "Los, schreib den Schmerz rein!", forderte er sie auf, doch Astrid schüttelte den Kopf. "Ich habe die Schmerzen irgendeiner Krankheit, aber ich weiß nicht welche!" Betroffen sahen Hicks und Fischbein sich an. "Wir fliegen zu Gothi, sofort! Fesselt den Mann, los geht's!"
Das Sonnenlicht blendete die Reiter, als sie aus dem Nebel hinausflogen. Astrid wurde an Sturmpfeil festgebunden, da sie sich kaum festhalten konnte.
"Los, schneller!", rief Hicks, doch ein verzweifeltes "ich kann nicht" von Fischbein machte Hicks klar, dass es eben nicht möglich war so schnell zu fliegen. "Es kann nunmal nicht jeder einen Nachtschatten reiten", fügte Fischbein spitz hinzu und Hicks seufzte. "Ja, okay"
Als sie endlich auf Berk ankamen, landeten Hicks und Astrid direkt bei Gothi.
Astrid erklärte Gothi schwach ihre Schmerzen und die Dorfälteste kramte in einigen Regalen, bis sie ein Buch fand.
"Schreibs rein, los!", drängte Hicks sie und Astrid schrieb langsam und mit zittrigen Fingern ihre Schmerzen hinein. Dann sackte sie bewusstlos zusammen.
Während Hicks und Ohnezahn das Buch lasen und dann vernichteten, ruhte Astrid sich aus. "Das war wirklich das letzte Buch, Kumpel", sagte Hicks, während sie zu Astrids Hütte flogen.
Nach diesen Tagen traten sie die Heimreise an und Astrid ging es wieder besser.
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HTTYD - One Shots
Fiksi PenggemarOne Shots zu Httyd! --- Charakter, Drachen, Inseln und Co gehört Dreamworks, selbsterfundene mir!
