Ich stellte mich ihr gegenüber.
"Gut aber glaub ja nicht dass ich dich schonen werde!",zischte ich.
"Dass ich nicht lache! Du hattest noch nie auch nur den Hauch einer Chance gegen mich. Wenn dann sollte eher ich dich schonen.",lachte Elena hochnäsig.
"Wir werden schon noch sehen", murmelte ich leise.
Ihr überhebliches Grinsen würde ihr schon noch vergehen.
Schnell sprang ich die zwei Schritte vor und schlug ihr mit der Faust direkt ins Gesicht. Schockiert sah sie mich an, Blut tropfte ihr aus der Nase.
"Du kleines Miststück!", knurrte sie und setze zu einem Haken an. Ich wich grinsend aus. Wie vorhersehbar.
Sofort folgten mehrere Schläge, aber ich ging einfach rückwärts. Kein einziger traf mich. Noch vor kurzem hätte sie mich besiegt. Aber nicht heute. Heute war ich besser. Stärker.
"War das schon alles?",fragte ich mit einem breitem Grinsen.
"Nicht im geringsten!", bellte sie und stürmte wieder los.
Beim nächsten Schlag - ein schneller Jap - packte ich ihr Handgelenk, drehte es nach außen und machte einen Schritt nach vorne. Meine linke Faust krachte ihr gegen den Kiefer. Sie stöhnte auf, taumelte rückwärts.
Ich nutze die Gelegenheit, setzte weitere Schläge nach. Sie stolperte - blieb aber auf den Beinen. Also trat ich ihr die Beine weg.
Sie fiel. Doch selbst am Boden funkelte sie mich hasserfüllt an. Für einen kurzen Moment meinte ich, Tränen in ihren Augen glitzern zu sehen - oder war es Zorn? Doch dann war da wieder ihr eiskalter Blick. So viel Stolz, so wenig Kontrolle.
"Das wirst du bereuen", schrie sie.
An ihrem Dekolleté flammte eine Rune auf - das Symbol für Geschwindigkeit leuchtete gleißend weiß.
Natürlich. Engelsrunen. Fairness war nicht gerade ihre Stärke. Sie wusste ganz genau, dass meine Engelsseite versiegelt war, ich keine der Engelsrunen anwenden konnte.
Im Bruchteil einer Sekunde war sie verschwunden. Reflexartig warf ich mich auf den Boden. Ein Luftzug streifte meinen Rücken - knapp verfehlt. Ich rollte mich ab, kam auf die Füße.
Elena stand nun da, wo ich eben noch gelegen hatte - aber nicht lange. Sie setzte sich sofort wieder in Bewegung.
Ich sprang zur Seite und hob meine Arme zum Schutz. Ihre Faust traf mich am Unterarm, dann folgten weitere Schläge - blitzschnell und brutal. Ich musste standhalten. Zurückweichen war keine Option.
Also stemmte ich mich mit aller Macht gegen ihre Angriffe. Tatsächlich brachte ich sie ins Wanken.
Jetzt.
Ich analysierte ihr Schlagmuster, wartete auf eine Lücke - dann setzte ich alles auf eine Karte.
Ein schneller Schritt nach links, nur noch mit dem rechten Arm geschützt, positionierte ich einen Haken mit links. Sie wich aus, wie erwartet. Ich riss das rechte Knie hoch - voll ins Gesicht.
Ein dumpfer Aufprall, ein überraschter Laut.
Perfekt.
Mit einer fließenden Bewegung griff ich nach ihrer Schulter, zog sie an mir vorbei und warf sie auf den Boden.
"Wie kannst du mich bitte treffen? Ich bin doch viel zu schnell für dich!" Verwirrung und Zorn standen ihr ins Gesicht geschrieben.
"Tja ich habe eben auch trainiert.",sagte ich ruhig.
"Du kleine miese Schlange irgendwas hast du doch gedreht! Gibs zu!", fauchte sie.
"Du willst doch nur nicht wahrhaben, dass du verloren hast.", entgegnete ich.
Innerlich bebte ich. Das hier war ein Sieg. Mein erster. Gegen sie.
Kurz betrachtete ich sie, wie sie vor mir lag. Schwach. Zitternd. Und trotzdem so voller Hass. Sie tat mir fast schon Leid.
"Das wird Rache geben!", knurrte sie.
"Jaja", murmelte ich nur, schnappte mir meine Sachen und ging zur Tür.
Auf dem Weg zückte ich mein Handy - 'Eine neue Nachricht von Luke' stand da. Ich grinste. Vielleicht wurde dieser Tag ja doch noch zu meinem.
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Nephilim - Verfluchte Herkunft
FantasyDie Aufgabe der Halbengel ist es schon seit Ewigkeiten die Welt vor Monstern zu schützen. Doch was wenn dein Vater ausgerechnet Luzifer ist? - Genau das ist Samanthas Realität. Oder viel mehr ihr Fluch. Von den Engeln wurde sie versiegelt, von den H...
