Aber statt meiner Mutter antwortete Mia mir: "Das ist die Königin der Hexen. Die stärkste Hexe von allen. Und somit..."
Weiter kam sie nicht, denn meine Mutter beendete ihren Satz mit den Worten:
"Meine Schwester. Nadja Stormhold ist meine Schwester."
Puh. Ich stieß geräuschvoll die Luft aus. Wieso hatte ich genau diesen Namen gehört, als ich von, ja gut wo war ich eigentlich?
Die Erinnerung an das, was passiert war verblasste immer mehr. Das einzige woran ich mich glasklar erinnern konnte, war dieser Name. Nadja Stormhold. Königin der Hexen. Die Schwester meiner Mom. Meine Tante.
Noch immer sah meine Mutter mich an, ihre Mund versteinert. Sie ließ nicht zu, dass man erahnen konnte, was in ihr vor ging, als mir durch den Kopf schoss, dass ich auch nicht wusste, was das jetzt zu bedeuten hatte. Also fragte ich genau dies meine Mutter, welche mir antwortete, dass wir jetzt eine Audienz brauchen. Und schon verließ sie das Zimmer, wie von der Tarantel gestochen.
Erschöpft sah ich zu Mia, die mich schief anlächelte. Sie erzählte mir von der Schulwoche, die sie hinter sich hatte. Heute war Freitag und Bereits 16 Uhr, ich hatte also einen Tag mehr gebraucht um den Bann zu brechen, doch das wusste ich in dem Moment nicht mehr. Es gab nur wenig Stoff für mich nachzuholen, einzig das Bild, für den Kunst Unterricht hätte an diesem Freitag abgegeben werden sollen. Da ich jedoch nicht da war und fast alle Schüler noch nicht fertig, gab der Lehrer allen noch mal die nächste Stunde Zeit es fertig zu stellen. Also die Stunde am Montag.
Mia erzählte mir auch, dass unsere Freunde täglich nach mir gefragt hatten und auch ein paar mal mit ihr an meinem Bett saßen. Mein Dad musste am Montag wieder zum Stützpunkt, die neuen trainieren, "Rookies" hatte er sie genannt. Deshalb war er die ganze Woche nicht zuhause und kam auch erst drei Wochen später am Wochenende wieder. Aber auch er hatte sich jeden Tag nach mir erkundigt.
Als ich sie jedoch nach Caleb fragte, zögerte sie kurz, bis sie schließlich ihren inneren Kampf aufgab und mir erzählte, dass er nicht hier war. Er sei im Rudelhaus bei Nathan und Jack untergekommen. Mikayla und er klebten immernoch so zusammen wie vorher. Er wusste wohl, dass ich krank war, aber nicht wie schlimm, hatte sich aber auch nicht weiter dafür interessiert.
Nathan hatte sich, laut ihr, auch anders verhalten. Ständig hatte er sich umgesehen, als würde er jemanden suchen, nur um dann enttäuscht auf den Boden zu sehen. Mia sagte er suche wohl verzweifelt seine Mate, weshalb er so unruhig war. Irgendwie tat er mir leid. Das Mate- Ding hatte ich zwar noch nicht richtig verstanden aber ich wusste, dass Mates aneinander gebunden waren und sich beistanden, sich liebten und das passende Gegenstück sein sollten.
Unseren Mate würde ich auch gerne finden.
Das hat noch Zeit, Finja. Ich bin erst 17 und noch nicht bereit mich auf ewig zu binden.
Das weiß ich doch. Es wäre trotzdem schön.
Hoffen wir mal, dass es nicht so ein eingebildeter Typ aus der Schule ist. Oder gar ein Alpha.
Hey Luna sein ist toll!
Wenn du meinst.
Damit beendete ich das Gespräch zwischen Finja und mir. Wenn ich noch nicht einmal richtig verstanden hatte, was es zu bedeuten hatte, eine Mate zu sein, wollte ich damit auch nichts überstürzen. Schon garnicht mit einem Kerl, den ich garnicht kannte. Die Verantwortung ein Rudeloberhaupt zu sein, wollte ich mir auch nicht aufbinden, weshalb ich hoffte, keinen Alpha zu bekommen. Das Gespräch zerrte stark an meinen Kräften und so beschloss ich, erstmal nicht mehr mit Finja zu reden, um mich zu schonen.
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Mate? Werwolf? Bitte was ?!
WerwolfHailey Fields ist ein ganz normales Mädchen. Zumindest dachte sie das immer. Sie und ihr 16 jähriger Zwillingsbruder Caleb wurden etwa 1 1/2 Jahre nach ihrer Geburt Adoptiert, nachdem ihre leiblichen Eltern einen tragischen Unfall Tod starben. Ode...
