Damit ließ sie mich in Ruhe und ich konnte endlich schlafen. Dachte ich zumindest. Doch dann packte mich die Aufregung und ich lag noch sehr lange wach.
Am nächsten Morgen wachte ich auf, da mich die Sonnenstrahlen direkt ins Gesicht trafen. Müde rieb ich mir die Augen, bevor ich zu meinem Wecker sah. Die Uhrzeit erschreckte mich und so griff ich sofort zu meinem Handy um es zu überprüfen aber es war wahr, 15:34Uhr. Shit wieso hatte ich so lange geschlafen ? Wieso hatte mich keiner geweckt ?
Schnell lief ich ins Bad und duschte mich, dann putze ich Zähne und ging auf die Toilette. Meine Haare flocht ich mir zu zwei Zöpfen. Nur mit einem Handtuch bekleidet lief ich zu meinem Kleiderschrank und holte mir frische Sachen, die ich über ziehen konnte. Dann ging ich die Treppen herunter und suchte meine Mutter, doch statt ihr, fand ich einen Zettel.
Hallo meine Süße,
Mia sagte du hättest nicht gut geschlafen, deshalb dachten wir, du solltest ausschlafen. Ich bin jetzt einkaufen gefahren und hole dann Mia von der Arbeit ab. Wir sehen uns dann später mein Liebling.
Ich liebe dich,
Mom
In dem Moment hörte ich das Auto von meiner Mutter die Einfahrt rauf fahren. Im nächsten Moment kamen die beiden lachend mit Einkaufstüten herein. Ich half ihnen den Einkauf herein zu tragen und zu verstauen. Mia sah auf die Uhr und meinte wir sollten uns fertig machen gehen.
Bevor Mia im Bad duschen gehen konnte, sagte ich ihr, dass wir ihr ein Outfit ausgesucht hatten und sie es anziehen sollte, wenn es ihr gefällt. Dann nahm ich meine Sachen und zog mich um. Meine Zöpfe öffnete ich und fuhr mit meinem Fingern durch die nun offenen, gelockten Haare.
Ich stellte mich vor den Spiegel und betrachtete mich. Mein Kleid war weinrot, ging mir bis zur Mitte der Oberschenkel und fiel ab der Hüfte locker, den Saum verzierte schwarze Spitze. Der obere Teil war ebenfalls in dem selben Rot und zwei breite Träger gingen mir über die Schultern. Über dem Teil lag schwarze Spitze als Musterung und ein schwarzer Gürtel lag um meine Taille, er trennte den oberen Teil von dem unteren. Ich trug schwarze hochhackige Stiefeletten und meine schwarze Lederjacke dazu. Ein paar altgoldene Ohrringe, die mit Ketten und ein paar Perlen versehen waren, zog ich mir noch an und suchte dann eine Handtasche für Mia und mich. Bei mir wurde es eine kleine, schlichte, schwarze zum umhängen und für Mia das passende Gegenstück in weiß.
Diese füllte ich schnell mit meinem Schlüssel, meinem Geldbeutel und meinem Handy. Dann setzte ich mich an meinem Schminktisch und trug mir Mascara und einen dünnen Eyeliner Strich auf.
Mia kam währenddessen auch aus dem Bad raus und sah sich im Spiegel an, die Sachen standen ihr gut. Sie sah sich auch selbstbewusster als noch vor ein paar Wochen im Spiegel an und man konnte spüren, dass Sie zufrieden mit dem Ergebnis war.
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr beschlossen Mia und ich bereits nach unten zu gehen und Zeit mit meiner Mom zu verbringen, da wir noch etwa 15 Minuten hatten. Wir fanden meine Mutter dann auch im Garten, wie sie in etwas, das aussah wie eine große schwebende Wasserblase, rein sprach
Nachdem wir uns hinter ihren Liegestuhl gestellt hatten sahen wir dass sie gerade mit Nadja, ihrer Schwester sprach. Als diese uns bemerkte, begrüßte sie uns und auch erst da, schien meine Mutter uns zu bemerken.
Auf meine Frage hin, was sie da tut, sagte sie nur "Telefonieren, auf Hexenart." Mit einem schmunzeln im Gesicht.
Daraufhin wandte sie sich wieder ihrer Schwester zu und die beiden Sprachen wieder über irgendetwas. Ich glaube meiner Mutter tat es ganz gut, dass sie Kontakt zu einer nicht menschlichen Person hatte. Über die letzten Jahre hatte sie sich nur mit Menschen anfreunden können, da in unserer Umgebung, in der wir immer wohnten, keine übernatürlichen Wesen waren.
Das Klingeln an der Haustür holte mich wieder aus meiner Gedankenwelt zurück und zu spät bemerkte ich dadurch, dass Mia bereits nicht mehr neben mir stand, sondern zur Tür ging, um sie zu öffnen. Ich folgte ihr und sobald sie die Tür öffnete hörte ich Nathan sprechen.
Trotz Wolfsgehör, konnte ich nicht verstehen, worüber die beiden sprachen. An Mias Körperhaltung jedoch, sah ich, dass sie angespannt war. Je näher ich kam, desto mehr sprach Fetzen konnte ich verstehen.
Es klang so als würde sich Nathan über etwas aufregen, er sagte Dinge wie "Hexe" und "Rouge". Ich spürte, dass meine Mutter hinter mir her kam und lief weiter zur Tür, um mich hinter Mia aufzustellen. Wütend funkelte ich Nathan an.
"Gibt es ein Problem?" Fragte ich ihn schnippisch.
Erst da fiel mir auf, dass er nicht alleine war. Sein Freund Lucas stand neben ihm. Abfällig betrachtete er Mia was mich nur noch wütender machte. Mia entschied sich als einzige, mir zu antworten, indem sie sagte "Lucas weigert sich mit mir heute Abend auszugehen."
Ich richtete mich an die beiden Jungs und erwiederte:"Na wenn das so ist, dann geht wohl keiner von uns heute." und wollte ihnen schon die Tür vor der Nase zumachen, als Nathan seine Hand dazwischen schob und Lucas hilfesuchend an sah. Dieser rollte mit den Augen und flüsterte etwas das so klang, wie "Ich hab was gut bei dir."
Dann wandte er sich wieder an Mia und sagte ihr, dass wenn sie mitgehen würde, er auch kommen würde. Nach einem kurzen Blickkontakt zwischen uns beiden, nickte Mia und wir verabschiedeten uns von meiner Mom und gingen mit den Jungs zu ihrem Auto. Als Lucas vorne bei dem Beifahrersitz einsteigen wollte, gab Nathan ihm mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass er mit Mia auf den Rücksitz sollte. Daraufhin knurrte dieser, setzte sich aber schlussendlich doch nach hinten.
Ich sah zu Nathan und erinnerte ihn an die Regeln - nicht anfassen, wenn ich es nicht erlaube. Daraufhin nickte er nur grimmig als Antwort und stieg ein. Ich tat es ihm gleich und schon fuhren wir los.
Im Auto herrschte eine unbehagliche Stille. Mia war als meine moralische Unterstützung mitgekommen und dann musste dieser Vollidiot ihr auch noch sagen, dass er nicht mit ihr ausgehen wollte. Es war ja kein Einzeldate, sondern ein Gruppendate. Er sollte sich nicht so anstellen. Nathan war sauer, wegen der Regeln und ich war wegen der gesamten Situation sauer.
Finja in meinem Kopf, kämpfte schon die ganze Zeit gegen mich an, da sie am liebsten, während der Fahrt, auf Nathans Schoß gesessen hätte. Sie wollte ihn berühren, mit ihm kuscheln und noch allerlei anderes machen. Das Einzige was sie davon abhielt, war ich. Und das war auch gut so, denn ich wollte das ganze nicht. Ich spürte zwar, dass mich irgendetwas an ihm anzog, aber dennoch wollte ich mich nicht einfach meinen Trieben hingeben. Ganz anders als Finja.
Nach einer längeren Zeit des Schweigens, brach ich die Stille, indem ich fragte, wo wir denn überhaupt hinfahren würden. Nathans Antwort brachte leider kein Licht ins Dunkel, denn alles was ich zu hören bekam war ein "Lass dich überraschen, Prinzessin".
Alleine dieser Satz, brachte mich schon dazu die Augen zu verdrehen und meinen Kopf an die Scheibe zu legen. Auf den Kosenamen, den er mir verpasst hatte, wollte ich gar nicht näher eingehen.
Eine etwa 10-minütige Fahrt von meinem zu Hause aus später, standen wir an einem großen Parkplatz. Na ja nichts erinnerte hier noch an einem Parkplatz. Überall waren Stände aufgebaut, es gab ein Riesenrad und ein paar andere Fahrgeschäfte. Die Leute tummelten sich überall und wenn es dunkel werden würde, sah es dort bestimmt wunderschön aus, mit den ganzen Lichterketten, die überall verteilt hingen.
"Wow." Sagten Mia und ich gleichzeitig. Dieses Date schien interessant zu werden und war definitiv etwas neues.
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Hallo!
Tut mir leid für die sehr lange Verspätung, aber ich habe es um ehrlich zu sein in dem ganzen Trubel einfach vergessen. Wir hatten ein volles Wochenende und etwas Stress. Hier ist aber ein Kapitel und ich verspreche, dass im Laufe des Tages noch eines kommt, das ich erst noch bearbeiten muss. Ich bin nur froh, dass ich ein paar Kapitel schon vorgeschrieben habe 😅
Tut mir wirklich leid!
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Mate? Werwolf? Bitte was ?!
WerewolfHailey Fields ist ein ganz normales Mädchen. Zumindest dachte sie das immer. Sie und ihr 16 jähriger Zwillingsbruder Caleb wurden etwa 1 1/2 Jahre nach ihrer Geburt Adoptiert, nachdem ihre leiblichen Eltern einen tragischen Unfall Tod starben. Ode...
