Finja?
Gab ich schluchzend von mir.
Ja kleines?
Ich lehne ihn morgen ab okay?
Bitte überlege dir das noch einmal. Irgendwas stimmt da nicht. Ich konnte Miro nicht erreichen. Das ist nicht normal.
Sagte sie in einem Ton, der wie Besorgnis klang. Doch genau so etwas, wollte ich nicht hören.
Das, was sie sagte, war mir egal. Ich würde ihn am nächsten Tag ablehnen, sagte ich mir immer wieder mit einem schmerzhaften ziehen in der Brust. Doch eigentlich war mir bewusst, dass Das nicht mehr so einfach war. Ich hatte mich auf ihn eingelassen, mich in ihn verliebt. Abgesehen von den seelischen Schmerzen, die ich nun erleiden musste, bekäme ich auch körperliche nach der Ablehnung.
Den ganzen Vormittag und auch einen Teil vom Nachmittag ignorierte ich Mia und meine Mutter, die versuchten mit mir zu reden. Doch ich wollte nicht. Ich konnte nicht. Ich fühlte mich so leer. Erst als ich nach Stunden aufgehört hatte zu weinen, verließ ich mein Zimmer wieder. Mein Körper konnte keine Tränen mehr produzieren und hinterließ mir, stattdessen, höllische Kopfschmerzen zu meinem Herzschmerz. Die Schmerzen in meinen Händen, von den Schlägen, waren längst vergessen. Einzig die kleinen Schürfwunden, an denen noch Blut klebte, erinnerten daran. In einer halben Stunde, wäre da nur noch Blut. Nathans Blut. Also wusch ich mir die Hände, um es von mir abzuwaschen.
Mom und Mia waren froh mich unten in der Küche zu sehen und umarmten mich. Keiner sprach mich auf das, was geschehen war an, doch ich konnte an ihrem Blick sehen, dass Mom Bescheid wusste. Mia musste es ihr erzählt haben. Bis zum Abendessen ließen die beiden mich auch, der Göttin sei Dank, noch in Ruhe.
Die nächsten Tage liefen nicht besser in der Schule. Ich hatte Nathan nicht abgelehnt. Meine eigene, dumme, kindische Hoffnung, dass Finja Recht hatte, ließ ich es nicht zu, dass sich mein Sturkopf durchsetzte. Jack hatte sich auch zurück gezogen, was ich komisch fand, jedoch in mir das Misstrauen weckte, dass er etwas damit zu tun hatte. Caleb sah immer wieder traurig zwischen Mikayla, Nathan und mir hin und her. Ich war nur zu beschäftigt mit mir selbst, um das zu bemerken.
Die beiden Turteltauben ignorierte ich und gesprochen habe ich in der Zeit mit niemandem. Nicht mal Finja. Tante Megan hatte ich geschrieben, doch bekam, wieder mal, keine Antwort von ihr. Die Schule überstand ich täglich gerade so, am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Es tat weh. So höllisch weh.
Jedes mal wenn er sie berührte, spürte ich das. Es war ein brennender Schmerz, der einem die Eingeweide zusammen zieht, bis man das Gefühl hat nicht mehr atmen zu können. So waren meine Nächte schlaflos, weil ihre es auch waren. Nur in einem anderen Sinne. Und in der Schule ließ Mikayla mich das immer mit ihrem Grinsen wissen. Jack war auch wieder bei seinen alten Freunden. So als wäre nie etwas gewesen.
Die Schüler sahen mich traurig, mitleidig oder Schadenfroh an, wenn ich in den Fluren an ihnen vorbei ging. Ich hörte sie tuscheln. Die Menschen dachten, dass es mir recht geschehe. Was mir denn einfallen würde, mir einfach den heißesten Typen der Schule zu schnappen, da wäre es vorprogrammiert gewesen, dass so etwas passiert. Die übernatürlichen Schüler, hatten Mitleid. Noch nie war es vorgekommen, dass Mates jemand anderen an ihrer Seite haben, ohne eine Ablehnung.
Zuhause dachte ich immer wieder über alles nach, was an diesem einen Tag passiert war. Schließlich kam ich zu einem Entschluss, Finja hatte Recht. Irgendwas stimmte da nicht. Am Samstag vor dem Zwischenfall, hatten wir noch Pläne gemacht für das kommende Wochenende, an dem er meine Eltern kennen lernen wollte und dann das. Und Finja konnte seinen Wolf, Miro, nicht erreichen. Das war, vor allem bei Mates, so gut wie unmöglich, hatte sie mir versichert. Man konnte zwar eine Art Barriere gegen Mindlinks errichten, aber bei Mates, konnten sich die inneren Wölfe immer erreichen. Dies war im Falle eines Notfalls wichtig, sagte Finja. Irgendwas passte da also nicht zusammen.
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Mate? Werwolf? Bitte was ?!
WilkołakiHailey Fields ist ein ganz normales Mädchen. Zumindest dachte sie das immer. Sie und ihr 16 jähriger Zwillingsbruder Caleb wurden etwa 1 1/2 Jahre nach ihrer Geburt Adoptiert, nachdem ihre leiblichen Eltern einen tragischen Unfall Tod starben. Ode...
