Kapitel 34

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Überall waren Stände aufgebaut, es gab ein Riesenrad und ein paar andere Fahrgeschäfte. Die Leute tummelten sich überall und wenn es dunkel werden würde, sah es dort bestimmt wunderschön aus, mit den ganzen Lichterketten, die überall verteilt hingen.

"Wow." Sagten Mia und ich gleichzeitig. Dieses Date schien interessant zu werden und war definitiv etwas neues.

"Freut mich, dass es euch gefällt." Gab Nathan von sich und auch Lucas Stimmung schien wieder Bergauf zu wandern. Verträumt sah sich dieser um und ich konnte ihn etwas genauer Betrachten.

Er hatte hellblonde Haare, aber nicht so blond, dass sie gefärbt aussahen. Seine Augen strahlten in einem hellen Blau. Er hatte markante Gesichtszüge und breite Lippen. Er sah attraktiv aus aber er kam nicht an Nathan ran. Oh nein, was dachte ich denn da? Blödes Mate Band.

Mein Mustern von Lucas dauerte Nathan wohl zu lange, denn er ließ ein dunkles Knurren erklingen, weshalb ich ihn böse ansah. "Hast du irgendein Problem? Ich kann auch gerne meine Mutter anrufen damit sie uns abholt." Sagte ich deshalb mit einem wütenden Unterton zu ihm.

Sofort hob er abwehrend die Hände. Er nuschelte etwas unverständliches, bevor er mich wieder normal ansah. In seinen Augen lag so viel Liebe, dass es mir schon fast leid tat ihm nicht das selbe entgegen bringen zu können. Aber eben nur fast.

Ich fragte die beiden Jungs, was wir denn jetzt machen sollten, denn das war die einzige Möglichkeit mich von Nathans eindringlichen Blick los zu reißen. Dieser sah kurz zu seinem Freund, ehe die beiden sich breit angrinsten, uns an die Hand nahmen und uns hinter ihnen her zogen.

Wir verbrachten den ersten Teil des Abends an den Schießbuden. Die Jungs legten sich wirklich ins Zeug mit den Bällen, oder den Spielzeuggewehren, die Ziele zu treffen und schenkten uns immer ihre Preise.

Mia hatte ein großes Kuscheltier bekommen, das wohl ein Einhorn darstellen sollte. Für mich sah es eher aus wie ein rosa Flausche-Ball. Lucas hatte ihr auch allerlei Kleinkram geschenkt, wie etwa künstliche Blumen, Plastik Spielzeug für Kinder und ein paar weitere kleine Kuscheltiere.

Meine Ausbeute sah ähnlich aus, nur war mein großes Kuscheltier ein Pandabär. Ich hatte auch mehr Blumen als Mia, aber weniger Plastik Spielzeug. Während die Jungs versuchten Eindruck zu schinden unterhielten wir uns mit ihnen. Nathan und ich verstanden uns gut und auch bei Lucas und Mia hatte es wohl "Klick" gemacht.

Als es allmählich zu dämmern begann, schleppten uns beide zu dem Riesenrad. In eine Gondel passten nur zwei Personen rein und so ging ich mit Nathan und Mia mit Lucas. Unsere "Ausbeute" mussten wir am Boden zurück lassen, da in der Gondel hierfür einfach kein Platz war.

Am höchsten Punkt des Riesenrades blieb dieses stehen. Lucas und Mia in der Gondel hinter uns, ein Stück weiter oben. Es war zwischenzeitlich richtig dunkel geworden, aber die Lichter waren noch nicht angegangen und so konnte man kaum etwas sehen.

Mitten in unserem Gespräch, legte Nathan plötzlich seinen Finger auf seine Lippen, was mich zum Schweigen brachte, bevor er sich zu mir rüber lehnte, den Blick auf das was unter uns lag gerichtet und sagte:"Schau."

Ich wandte meinen Blick von seinen perfekten Lippen ab und sah vor mich. Überall gingen die Lichter an den Ständen an, danach die Lichterketten und zum Schluss das Riesenrad. Vor uns erstreckte sich ein riesiges Lichtermeer und der einzige Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, war Wow.

Wow. Allerdings, Schwester.

Oh Finja. Von dir habe ich den ganzen Abend nichts gehört. Alles in Ordnung?

Mate? Werwolf? Bitte was ?!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt