Pure Verwunderung spiegelte in meinen Augen, Tränen waren sofort versiegelt. Das verlorene Gefühl namens Hoffnung blühte wieder auf. Tae hatte einen Anruf bekommen? Wieso? Weshalb wurde er angerufen? Was war der Grund?
"E..einen Anruf?" Vom Weinen war meine Stimme noch brüchig. Die Worte kamen nur schwer über meine Lippen. Er nickte. "Von wem?"
"Es war das Krankenhaus, Jagiya."
Krankenhaus? Was wollten sie von ihm? Konnte er nun doch behandelt werden? Gab es doch noch sowas wie Glück in diesem grauenvollen Leben? Er zog mich fester in seine Arme, gab mir einen sanften Kuss auf die Nase und schenkte mir ein kleines und doch so sanftes Lächeln. Mein Herz machte einen Sprung. Tae lächelte und das ehrlich..
"Spanne mich doch nicht so lange auf die Folter..! Sag doch endlich, was sie von dir wollten!", ungeduldig durchdrang ich mit meinen Pupillen die seine. Er schmunzelte nur amüsiert. Er wirkte wieder wie damals, damals vor der Diagnose.
So ausgewechselt..
Gab es wirklich sowas wie eine Hoffnung auf Besserung, gar Heilung..?
"Ist ja gut, ist ja gut, Baby. Sei doch etwas geduldiger.", lachte er nun, sprach aber sofort weiter. "Das Krankenhaus hat angerufen und meinte, dass eine ganz neue Studie ausprobiert wird. Bei Tieren hat sie bereits positiv eingeschlagen. Nun testen sie es an Menschen.", erklärte er und für mich erschien alles wieder in Farben.
Mein Tae konnte geholfen werden? Wenn er bei dieser Studie teilnahm und sie würde funktionieren, dann könnten wir doch zusammen unseren ungeborenen Sohn großziehen, sowie wir es uns immer erträumt hatten.
"Das ist großartig, Tae!", stürmisch umarmte ich ihn und lachte mit Freudentränen in sein Oberteil. Endlich passierte mal wieder etwas Gutes. Das hatten wir verdient..
"Yeee, das finde ich auch! Und weißt du was?" Noch besser konnte es ja nicht mehr werden, weshalb ich nur ahnungslos den Kopf schüttelte und neugierig auf seine Fortsetzung wartete. "Momentan nehmen nicht mal 10000 Leute weltweit an dieser Studie teil, heißt es ist etwas besonderes und um es noch besser zu machen: Ich wäre der erste Teilnehmer in ganz Korea. Ich würde berühmt werden, Kookie!"
Stolz präsentierte er seine Rede, förmlich platzte er vor Aufregung. Ich kicherte nur, weil mich seine fröhliche Art ansteckte. Ich hatte ihn so lange nicht mehr glücklich gesehen, um so schöner und besonderer war dieser Moment. Der Streit von eben war auch völlig vergessen.
Es fühlte sich an, als wenn es bergauf gehen würde. Als wenn das Schicksal Mitleid mit uns gehabt hätte und es nun wieder gut machen wollte.
Dass er nun der erste Koreaner gewesen wäre, war für mich jetzt nicht so wichtig, auch nicht, dass so wenige an der Studie teilnahmen. Für mich zählte einzig und allein der Erfolg, der diese Möglichkeit mit sich bringen würde - einen gesunden Taehyung, das wollte ich.
"Wenn ich berühmt bin, verdienen wir ganz viel Geld. Dann können wir unser eigenes Haus bauen, noch zwei Kinder bekommen und glücklich alt werden. Ist das nicht toll?!" Ich nickte nur lächelnd. Ja, das klang nach einer tollen Idee.
"Ich liebe dich so unglaublich sehr, Tae. Wir schaffen das gemeinsam. Dieser Krebs macht uns nichts kaputt.", waren meine Worte, ehe ich ihn mit voller Liebe küsste.
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𝐈𝐍 𝐓𝐇𝐄 𝐄𝐍𝐃 • ᵗᵃᵉᵏᵒᵒᵏ
FanfictionEine schwierige Zeit bricht in dem Haus des Paars ein. Taehyung geht es über Wochen hinweg schlechter, verliert Appetit und Ausdauer. Er und sein Mann Jungkook gehen zum Arzt, um ihn untersuchen zu lassen und dann die Diagnose. Kim Taehyung leidet...
