f ü n f u n d f ü n f z i g

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Verwirrt ziehe ich meine Augenbrauen zusammen. Crystal und ich telefonieren eigentlich kaum, da wir uns ja meist zuhause sehen. Genau deshalb kommen sofort Sorgen in mir auf, dass ihr etwas passiert sein könnte. Schnell rufe ich sie zurück, doch sie geht nicht an ihr Handy.

„Mist.", murmele ich.

Jetzt bekomme ich es doch ein wenig mit der Angst zu tun. Ich beschließe nach unten in die Küche zu gehen, da meine Mutter gerade das Mittagessen kocht und mir vielleicht helfen kann.

„Hey Mom.", begrüße ich sie.

„Du warst ja schnell mit Auspacken.", staunt sie. „War's schön bei TJ?"

Sie lächelt mich an und ich nicke nur hastig.

„Ja, schon, aber uhm...Crystal hat mich gestern mehrmals angerufen, was ich vorhin erst gesehen habe und sie geht gerade nicht mehr an ihr Handy. Weißt du was da los sein könnte?", wechsele ich das Thema.

„Oh.", die Blonde legt das Gemüse, das sie gerade gewaschen hat, beiseite. „Wahrscheinlich war es nur wegen des Rückflugs. Sie ist ja heute aus Kansas zurückgekommen. Dein Vater holt sie gerade ab und sie sollten mittlerweile schon auf dem Heimweg sein. Wenn sie hier sind, kannst du sie ja nochmal fragen was sie wollte. Mach dir keine Sorgen."

Sie legt mir ihre Hand auf die Schulter und lächelt mich aufmunternd an.

„Stimmt...das hatte ich voll vergessen.", ich seufze. „Sicherlich hast du recht."

Ich erwidere das Lächeln und meine Sorgen verfliegen ein wenig. Trotzdem habe ich vor Crystal später darauf anzusprechen.

„Ich muss kurz noch meinen Rucksack ausräumen, dann helfe ich dir.", meine ich danach und meine Mutter schmunzelt.

„Dachte ich mir doch, dass du noch nicht fertig bist. Geh nur."

Und schon verschwinde ich wieder nach oben. Nachdem ich damit fertig bin, unterstütze ich wie versprochen meine Mutter bei den restlichen Vorbereitungen fürs Essen und gerade als wir mit allem fertig sind, höre ich, dass die Haustür aufgeschlossen wird.

Freudig begrüße ich meinen Vater und Crystal. Mein Vater freut sich sehr mich zu sehen, aber Crystal wirkt unüblich angespannt. Selbst während dem Mittagessen ändert sich das nicht. Sie ist die ganze Zeit kurz angebunden, wenn sie etwas gefragt wird und abgesehen davon schweigt sie. Was aber noch viel komischer ist, ist, dass ich dauernd ihren Blick auf mir spüre. Mir wird richtig mulmig dabei.

Habe ich irgendwas angestellt? Was ist nur los mit ihr?

Als wir aufgegessen haben und das Geschirr verräumt haben, zieht Crystal mich dann plötzlich zur Seite.

„Wir müssen reden. Jetzt.", sagt sie.

Ich schlucke und werde nervös.

„Uhm...okay.", ich nicke und folge ihr auf ihr Zimmer.

Währenddessen wirkt die Blonde richtig aufgewühlt und ich werde immer besorgter. Schließlich bittet sie mich mich aufs Bett zu ihr zu setzen.

„Was ist los Crystal?", frage ich sie, während ich mich neben ihr niederlasse.

Luft ausstoßend fährt sich Crystal übers Gesicht und guckt mich dann mit bitterer Mine an.

„Ich...ich habe etwas ganz Schlimmes herausgefunden...über TJ.", sie schluckt.

Mir sackt sofort mein Herz in die Hose.

„W-Was...?", mir versagt die Stimme, da ich absolut nicht weiß wie ich darauf reagieren soll.

Lies | TaddlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt