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„Wieso denn ausgerechnet heute? Kann das nicht noch ein paar Tage warten?" zum gefühlten zehnten Mal, flehe ich gerade meine Mutter an, mich nicht alleine zu lassen.
„Das kann nicht warten Schatz."
„Okay, dann nimm mich mit." beschließe ich kurzerhand und nehme meine Tasche vom Tisch. Lieber fahre ich mit ihr in die Stadt, treffe dort meine Tante und arbeite, als Aushilfe in ihrem Café, als wieder Stunden mit Ethan alleine zu sein.
Das ging beim letzten Mal schon nicht gut. Wieso dann ausgerechnet heute.
Seufzend dreht sich meine Mutter zu mir um. Ihr blondes Haar, steckt sie zu einem losen Dutt zusammen, bevor sie genervt antwortet.
„Was ist dein Problem Schatz? Früher konntest du es kaum abwarten, bis ich das Haus verlasse und jetzt bettelst du quasi darum, Zeit mit mir verbringen zu dürfen?"
Innerlich verdrehe ich die Augen. Jetzt tut sie wieder so, als wäre ich 13 und gerade in die Pubertät gekommen.
„Wollt ihr weg?"
Erschrocken drehen meine Mutter und ich, uns zur selben Zeit, zum Wohnzimmer um. Ethan steht Lässig im Türrahmen.
Arme überkreuzt, die Haare wild durcheinander. Ohne es auch nur selber zu merken, schlucke ich hart bei seinem Aussehen.
„Ich! Die junge Dame wollte dich gerade fragen gehen ob du nicht Lust hast, einen Ausritt mit Dieter und Javi zu machen."
Heilige.. Ohne mit der Wimper zu Zucken oder mich zu Wort kommen lassen, stürmt meine Mutter aus der Haustür.
Sprachlos stehe ich im Flur. Meine Füße wie angewurzelt, während der Blick von Ethan meinem Körper so intensiv mustert, dass meine Haut sich mit Gänsehaut benetzt.
„Das was deine Mutter gesagt hat, hat sie erfunden oder?"
Mein Blick huscht zu ihm. Zu seinen Augen. In denen ich für eine Sekunde Traurigkeit und Verlust sehen kann. Wenn er nur vor Wochen in meine geschaut hätte, würde es ihm wahrscheinlich genauso scheiß egal sein, wie mir in diesen Moment.
Zumindest denke ich das. Rede es mir selbst ein, um die Schutzmauer nicht einreißen zu lassen.
„Definitiv." sage ich. Drehe mich genauso, wie meine Mutter eben, zur Haustür um und verlasse es.
Versuche es zumindest. Denn in der Sekunde, in der ich an die Türklinke greife, umfasst mich Ethan's starker Arm von hinten und zieht mich zurück.
Hart drückt we mich gegen wand. Weshalb ich laut keuche.
„Lass mich los!"
„Rede endlich mit mir!" verlangt er laut. Verengt seine Augen zu Schlitzen und jagt mir damit wieder einmal ein Schauer mit seiner Stimme über den Rücken.