"Nein", sagte ich. "Ich wollte nur das Ambar geht"
Matteo sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Er glaubte mir nicht.
Aber ich wollte mich jetzt nicht weiter rechtfertigen.
"Du hast am Telefon davon geredet, dass Nina enttäuscht wäre", wechselte Matteo das Thema. "Was ist denn passiert?"
"Mhh", machte ich. Die Wahrheit wäre an dieser Stelle wohl nicht so angebracht.
'Hey, Matteo, Nina ist sauer, weil ich keine Zeit für ihre Schwärmereien habe. Ach, sie ist übrigens in dich verliebt und nicht in Gaston. '
Innerlich lächelte ich. Nein, das war definitiv nicht das beste.
"Es geht um einen Jungen", antwortete ich deshalb nur. "der, naja, sehr wichtig für sie ist und ich war halt irgendwie nicht da für sie. Ach egal"
"Um Gastón?", fragte Matteo nach.
"Nein, nein. Es geht um einen anderen", erklärte ich. Und zwar um dich. Aber Ich brachte es nicht übers Herz, diese Worte auszusprechen. Damit würde ich meine beste Freundin verlieren.
Matteo sah mich verwirrt an. "Aber ich dachte..."
"Ja, dass sie Gaston mag, ich weiß", unterbrach ich ihn. "Aber Gaston mag so wieso ein anderes Mädchen. Ist es da denn noch wichtig?"
Wie gut, dass Matteo nicht wusste, dass Felicity und Nina die selbe Person waren. Aber irgendwie war es seltsam, so zu tun, als wüsste ich es auch nicht. Ich log ihn an. Indirekt.
"Woher weißt du das?", fragte ein noch verwirrterer Matteo.
"Es stimmt doch oder?"
"Jaja", murmelte er. "Er will, dass ich ihm helfe, Felicityfornow kennen zu lernen. Aber wie soll ich Felicity dazu zu bringen hinter dem Bildschirm hervorzukommen?"
"Ich weiß es nicht", sagte ich nachdenklich.
"Weißt du, ich habe da eine Idee", meinte Matteo und starrte mich an. Peinlich berührt senkte ich den Blick. "Ich wollte mir einen Account erstellen und Felicity anschreiben. Was hältst du von?"
Ich war dagegen. Ich wollte nicht, dass er Nina anschrieb. Ich wollte nicht mal, dass sie sich näher kamen. So schnell es ging, versucht ich diese Gedanken aus meinem Kopf zu bekommen.
Würde ich ihn davon überzeugen, Felicity anzuschreiben, dann wäre wohl alles wieder okay zwischen Nina und mir.
Aber Nina würde anfangen, sich Hoffnung zu machen. Es würde sie kaputt machen, wenn sie wüsste, dass Matteo in Ambar verliebt war oder dass er gerade bei mir war. Ich war hin und her gerissen.
"Mach es", seufzte ich. Ich sollte nicht an mich denken. Mach Nina glücklich, Luna. Das war doch das wichtigste, dachte ich.
"Schreib sie an"
"Ja, das werde ich", sagte Matteo entschlossen. "Warte, ich mach es einfach jetzt"
Schnell zog er sein Handy aus der Hosentasche und tippte darauf herum. Nach einer Weile nickte er. "Gut, jetzt brauch ich einen Benutzernamen"
Ich grinste. "ChicoFresa", schlug ich vor.
Matteo lachte. "Naja, das wäre jetzt nicht meine erste Wahl gewesen, aber ich nehme es trotzdem"
"Gut zuletzt ein Passwort", murmelte er. Danach sah er mich ein paar Sekunden an und lachte kurz auf.
"Was hast du genommen?", fragte ich neugierig.
"Das ist ein Geheimnis", Matteo grinste mich breit an. Dann sah er zurück zu seinem Handy. "Also: Hallo Felicity. Ich mag deine Posts"
Ich schüttelte schockiert meinen Kopf. "Nein, doch nicht so einfach. Es ist schließlich N.. Felicity! Sei doch mal ein bisschen kreativ"
"Hey", gespielt empört sah er mich an. "Ich bin immer Krea..." Mit hochgezogenen Augenbrauen sah ich ihn an. "Na gut.", knickte er ein. "Dann schlag du doch was vor"
"Hallo Felicity,
Bisher habe ich mich noch nicht getraut, dich anzuschreiben", schlug ich vor, doch Matteo unterbrach mich sofort. "Wie bitte? Ich habe mich nicht getraut? Was ist das denn für ein Mist?"
"Och komm schon", widersprach ich. "Das ist kein Mist, das ist süß. Und jetzt unterbrich mich nicht. Also: Bisher habe ich mich noch nicht getraut, dich anzuschreiben. Ich liebe deine Posts über alles. Du berührst mich sehr mit dem, was du schreibst und ich würde mich sehr freuen, wenn du mir antworten würdest. M."
Zweifelnd schnaubte Matteo. "Das würdest du ihr schreiben?"
Ich lächelte und stahl ihm kurzerhand sein Handy. Empört schnappte er nach Luft. Aber ich tippte nur schnell den Text ein und drückte auf Senden.
"So, jetzt hast du es ihr auch geschrieben", grinste ich.
"Du bist Schuld, wenn sie nicht antwortet", Matteo lächelte. Dann sah er auf seine Uhr. "Ich sollte jetzt Mal gehen"
Ich nickte. "Ja. Es ist schon spät. Aber sei bitte leise. Wegen meine Eltern und so"
Matteo lachte rau. "Ach, das Mondmädchen mit den Geheimnissen. Hätte ich fast schon wieder vergessen"
Ich rollte nur mit den Augen.
An der Tür bedankte ich mich, dass er gekommen war. Er sagte nur, dass das selbstverständlich wäre und dann zog er mich zu sich und umarmte mich.
Diese Umarmung genoss ich mehr, als den gesamten Abend.
Ich fühlte mich so sicher in seinen Armen, geborgen.
Die Wärme, die er ausstrahlte, ließ mich meine Probleme vergessen. Da waren nur noch er und ich.
Außerdem roch er gut. Ich wusste nicht wonach, aber es war einfach ... er.
Matteo war für mich da. Er wollte, dass ich glücklich war und ich wollte, dass selbe von ihm.
Aber der Unterschied war, dass es für mich nichts Erleichternderes gab, als den Gedanken, dass es Matteo gut ging.
Er bedeutete mir so unglaublich viel. Ich hatte den richtigen Matteo kennengelernt und in diesem Moment bereute ich auch nicht, dass er hier war, dass ich mit ihm sprach, dass meine Gedanken um ihn kreisten.
Ich konnte nur daran denken, dass er mich glücklich machte.
Und dass er Ambar liebte. Daran dachte ich auch.
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9. Dezember :D
Wollte das Kapitel unbedingt noch heute veröffentlichen. Also Entschuldigung für die Fehler in jeglicher Hinsicht 😂☝️xD
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Look behind you #Lutteo
FanfictionHab die Geschichte vor ner halben Ewigkeit geschrieben, als ich eine Soy Luna Obsession hatte. Don't judge und keine Sorge, es wird im Laufe der Geschichte besser :)) ‐---------------- "Mach die Augen auf und sieh endlich hinter dich" Lunas beste F...
