Kapitel 40: Grausam

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Dieses Kapitel ist aus Shawns Erzählungs Sicht geschrieben. Es gibt keine (p.o.v)

"Vor vielen vielen Jahren, noch zur Zeit des Großvaters meines Großvaters Großvater.
Da erhob sich der König aus den Schatten des menschlichen Daseins und regierte unser Volk.
Doch sein Herz war schwarz wie die Nacht selbst. Er hasste die Menschen für das was sie ihm in seinem früheren Leben angetan hatten.
Sie hatten ihn eingesperrt. Manchmal tagelang. Hatten ihn gefoltert und gequält, ihn beinahe verbluten lassen. Denn sie wussten, dass er nicht sterben würde.
Egal was man ihm antat, er erwachte immer wieder zum Leben. Er war ein Unsterblicher"

"Ich dachte die Unsterblichen wären nur ein Mythos"

"Nein, sie wahren sehr echt mein Sohn.
Jedenfalls, rissen sie ihn in Stücke, warfen ihn den Wölfen lebendig zum fraß vor oder banden ihm Steine an die Füße und versenkten ihn im See.
Er kam immer zurück.
Aber als er zum Werwolf wurde, schwor er Rache an seinem Dorf. Er sammelte alle seine Truppen und attackierte das Dorf. Er tat alles mit ihnen, was sie mit ihm gemacht hatten. Quälte sie und folterte sie bis in den Tot.
Wenige Zeit später, als das Dorf komplett ausgelöscht war und die leeren Häuser in Flammen standen, entdeckten sie eine Überlebende. Ein Wolfsbiss hatte sie verwandelt und sie trug die selbe Fellfärbung wie die des Königs.
Er nahm sie als seine Gefährtin, beanspruchte sie für sich, denn sie war jung und hübsch und hatte wie er eine besondere Gabe. Sie war genauso unsterblich wie er es war.
Jahre vergingen und der König bekam niemals genug von seiner Rache.
Erst war es nur ein Dorf.
Dann begannen er und seine Gefährtin Halbblüter umzubringen. Schlussendlich sahen sie jeden der ihnen nicht aufs Wort gehorchte als Feind"

"Sie wurden machtsüchtig?"

"Sie wollten die mächtigsten Werwölfe des Landes werden. Unsere Vorfahren hatten keine andere Wahl als sich ihnen zu beugen.
Doch einer meiner Vorfahren, einer deiner Vorfahren, hatte genug von diesem König und seiner Braut.
Er sammelte Anhänger, Wölfe und Menschen die genug hatten. Im Verborgenen schmiedeten sie einen Plan um den König in eine Falle zu locken. Sie planten den König zu töten. Aber wie tötet man einen Unsterblichen?"

"Mit Feuer"

"Ganz genau meine Sohn.
Unsterbliche sind sehr empfindlich gegenüber dem heißen Element. Sie brennen wie Zunder.
Eines Nachts entzündeten sie das Haus des Königs und seiner Gefährtin. Innerhalb weniger Minuten stand das ganze Gebäude in Flammen.
Der König verbrannte qualvoll in den Flammen, doch seine Gefährtin schaffte es hinaus. Aber durch den Verlust ihres Mannes war sie so verzweifelt, dass sie zurück in die Flammen lief, um an seiner Seite zu sterben.
Das ist nun 100 Jahre her. Und seither haben wir Angst, dass es sich wiederholen könnte"

"Aber Lucia würde sowas niemals tun. Dafür ist ihr Herz zu groß und ihre Seele zu rein"

"Vielleicht. Aber was ist mit dir?"

"Mir?"

"Fenris, unser Vorfahr war derjenige der das Haus in Brand steckte. Dadurch dass er die Unsterblichen tötete, übertrug sich ein Teil dessen Kraft auf ihn"

"Was soll das bedeuten?"

"Dass das vielleicht der Grund ist weshalb Lucia deine Gefährtin ist. Weil du einen kleinen Teil des Königgens in dir trägst"

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