Lucia (p.o.v)
Durch einen Nebelschleier nahm Lucia den Kampeslärm war, der draußen tobte. Leider konnte sie sich nicht darauf konzentrieren, den schon in der nächsten Sekunde erfasste sie ein weitere Wehe und sie schrie und bäumte sich auf.
Jack, der darauf bestanden hatte bei der Geburt die Kräuterhexe zu mimen, hockte zwischen ihren gespreizten Beinen und ermutigte sie mit sanften Worten. Auch wenn Lucia sie nicht hören wollte, so konnte sie ihm das auch nicht sagen, denn sie war vollendst damit beschäftigt nicht vor quälendem Schmerz zu sterben. Mephisto beobachtete das Geschehen desinteressiert, wartete nur darauf dass sein dunkler Prinz geboren wurde.
"Komm Lucia, du schaffst das" sagte Jack gerade.
"Halt... Die Klappe" brachte Lucia nur heraus, bevor eine weitere Wehe sie dazu veranlasste erneut zu schreien wie am Spieß.
"Tja, so ist das Leben Lucia. Man bekommt nicht immer das was man will" meinte Jack und legte ihr einen nasskalten Lappen auf die Stirn "Du bekommst das Kind eines anderen, während ich in deinen Augen nur ein Verräter bin, der sich nur um sich selbst schert"
"Eines anderen? Was zum Teufel faselst du, Jack?" fragte Lucia verwirrt und presste schon wieder in die nächste Wehe hinein.
"Ganz einfach. Du hättest eigentlich mich heiraten sollen. Mich lieben sollen. Dies hier sollte mein Kind sein und nicht das von diesem Köter. Ich hätte dir alles geben können was du gewollt hättest aber ich war dir ja anscheinend nicht gut genug. Ich habe dir einfach nicht gereicht. Und das habe ich jetzt davon. Oder besser gesagt, das hast DU jetzt davon. Ich werde mit meinem Meister dieses Land und dann die Welt von dieser Teufelsbrut namens Werwolf befreien, die mir alles genommen hat, was mir lieb und teuer war. Und anfangen werde ich bei deinem ach so geliebten Ehemann und seinem kleinen Rudel aus Missgeburten"
"Nein"
"Oh doch. Und es gibt nichts was du dagegen machen kannst"
Jacks Rede hatte Lucia so dermaßen erschrocken, dass sie gar nicht bemerkte, jedenfalls seelisch nicht, wie ihr Kind geboren wurde. Das kleine Geschöpf strampelte in Jacks Armen und schrie laut gen Himmel. Durch den dichten Nebel der Lucia immer noch umgab, konnte sie sehen wie Jack aufstand und das Baby in ein Tuch wickelte, bevor er es seinem Meister übergab.
"Der junge Prinz, Meister"
"Sehr gut. Er sieht seinem wehrten Vater ja schon sehr ähnlich. Wie dieser wohl schauen wird, wenn sein eigener Sohn ihn ins Verderben stürzt? Es wird eine wahre Freude das mit anzusehen" sagte Mephisto.
Der kleine Junge schrie wie wild und hörte gar nicht mehr damit auf. Er konnte das Böse spüren das von diesem Mann ausging und es behagte ihm ganz und gar nicht. In gewisser Weise beruhigte Lucia das ein wenig. Er mochte die Aura dieses Unsterblichen nicht, er verabscheute das Böse in ihm. Wie konnte er dann selbst böse sein?
"Gehen wir hinauf und demonstrieren seine Macht, indem wir alle Werwölfe töten, die sich rund um das Haus versammelt haben. Dann können wir mit der Ruine des Lichts weitermachen und uns Stück für Stück vorarbeiten" sagte Mephisto und ging mit dem Baby aus der Tür.
Die anderen folgten ihm, auch Jack, der sich noch ein letztes Mal umdrehte, bevor er die Tür hinter sich schloss. Lucia wollte schreien und klagen, weinen und mit verbitterten Schimpfworten um sich werfen, doch ihr fehlte schlichtweg die Kraft dazu.
Dieser Moment würde ihr für immer in die Seele gebrannt werde. Der Moment indem sie ihre ganze Familie tötete, weil sie den falschen Mann geliebt hatte.
Die anhaltenden Schmerzen, die sie weiterhin durchfluteten schienen erstmal Nebensache zu sein. Sie hatte noch nie Kinder bekommen, vielleicht sollte es ja so sein?
Aber warum zum Teufel hörte dieses Pochen nicht auf und wurde immer schlimmer?
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Werwolfsblut
FantasyLucia ist die Tochter eines hart arbeitenden Holzfällers und einer Kräuterhexe (Heilerin). Sie lebt in einem kleinen Dorf umgeben von Wald. Lucias einziges Problem... Sie ist total versessen nach Werwölfen. Ihr Traum ist es ein Werwolf zu sein und...
