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Eine Stunde später konnte ich nicht mehr so sitzen. Es war einfach langweilig und ich wollte unbedingt auch zu gucken. Der Film hört sich so spannend an und ich kann ihn nicht mit gucken. Ich heule.
,,Meister?'' flüsterte ich so leise wie möglich. Fragend sah er mich an.
,,Könnte ich mich neben sie setzen, Meister?'' sofort nickte er und überrascht rutschte ich von seinem Schoß und setzte mich neben ihn, aber so nah wie möglich um so weit weg wie möglich von meiner Mutter weg zu sein. Er griff nach meiner Hand und legte sie sich in den Nacken. Überrascht zog ich meine Hand weg, aber er machte keine Anstallt irgendwas gegen mein zurückweichen zu sagen.
,,Mach weiter, sonst sitzt du wieder auf meinem Schoß und kannst den Film nicht mit gucken'' drohte er mir. Jetzt war ich wirklich verwirrt. Er ist einerseits mega komisch, aber antererseits auch etwas cute. Er schaut einfach dauerhaft so monoton rein und dann wenn mal sowas kommt... Ach man, aber mein Meister verlangt es, also muss ich es machen.

Meine Hand fuhr zu seinem Nacken und tat das gleiche wie vorhin. Ich kraullte ihn. Sofort viel mir auf, dass er sich entspannte und es genoss, obwohl er immer noch monoton den Film ansah. Leicht grinsend sah ich diesmal ebenfalls nach vorn. Nach einer Stunde konnte ich endlich bei den restlichen dreißig Minuten zusehen.

Aber natürlich gab es ein neues Problem, dass mich davon abhielt den Film zu schauen. Denn eine bestimmtes kleines Mädchen kam in den Raum und störte uns beim Film schauen. Meine Augen weiteten sich und ich wäre fast gestorben vor Niedlichkeit.
,,Elia'' sagte sie mit der süßesten Stimme der Welt. Omg... Und da verschwanden meine Probleme plötzlich alle und ich sprang von der Couch. Meine Arme ausgebreitet.
,,Hey kleine'' kicherte ich als die kleine Tochter von Demid und Aria mir in die Arme sprang.
,,Woahhh'' rief sie erfreut und gab mir einen großen Kuss auf die Wange. Ich kicherte einfach nur.

Da kamen auch schon die Eltern von der kleinen. Demids Blick sprach mehr als tausend Worte als er mich sah und ich konnte nicht anders als sofort angst zu bekommen und einige Schritte nach hinten zu gehen. Mit seiner anwesenheit machte er mir viel mehr Angst als Fjedor.
,,Oh der kleine ist ja auch da und du Fjedor ja auch. Seit wann bist du wieder in Russland?'' fragend blickte Demid uns an. Ich ließ darauf die Kleine wieder auf den Boden und kniehte mich neben Fjedors Bein. Die Kleine kam zu mir und setzte sich neben mich auf den Boden. Kichernd wankte sie hin und her. Ab da musste ich auch mit ihr lachen.
,,Ich bin seit einigen Stunden angekommen, Demid'' den Namen seines Bruders sprach er irgendwie wütend aus, aber ansehen tat Fjedor ihn auch nicht. Haben sie streit?

Aria kam zuerst in den Raum und hob ihre Tochter vom Boden auf, bevor sie sich neben meine Mutter setzte.
,,Komm du brauchst nicht auf den Boden sitzen'' brummte Fjedor und wollte mich grad auf die Couch ziehen, als Demid ihm zuvor kam und mich auf die Beine zog.
,,Seit wann bist du den so lieb zu deinen Sklaven'' breit grinsend betrachtete er meine Arme.
,,Aber mit ihm Foltern spielen hat doch bestimmt spaß gemacht und auch der Sex, nh?'' seine Frage brachte alle im Raum zum schweigen und auch den Fernseher der stumm geschaltet wurde.
,,Demid, schatz die Kleine ist auch noch hier. Bitte zügel dich'' Demid zischte genervt, dabei drückte er fester zu. Mit schmerzverzerrtem Gesicht sah ich flehend zu Fjedor.
,,Halt die klappe!'' knurrte er sie an.

Fjedors Gesichtsausdruckt wurde von monoton zu wütend und aggresiv, aber bevor er sich auf Demid stürzen konnte drückte er mich noch näher an sich und biss mir plötzlich so fest in meinen Hals. Sofort kammen mir die Tränen als ich das warme Blut meinem Hals hinter fließen spürte. Wimmernd versuchte ich nicht zu schreien.

Da sprang Fjedor auch endlich verdammt wütend auf. Er zog mich von Demid weg, bevor er diesen voller wucht ins Gesicht schlug. Zischend griff er sich darauf an die Nase.
,,Du Arsch'' knurrte er. Aus seiner Nase kam eindeutig frisches Blut heraus und tropfte auf den Boden. Ich hielt mir nur zitternd die offene Wunde an meinem Hals zu, während meine Mutter sofort schokiert zu mir kam und meine wunde versorgen wollte, aber wie immer war ich verdammt stur und schob sie von mir.
,,Lass mich in ruhe'' sagte ich wimmernd. Ist der ein Vampir oder was? Was beißt der mich plötzlich. Oh shit tut das weh.

,,Du verdammte missgeburt von Bruder'' knurrte Fjedor wutendbrannt. Leicht geschockt sah ich ihn.
,,War ja klar das du mich so nennst du Hurensohn'' sauer stellte sich Demid wieder hin. Seine Augen komplett auf Fjedor fokussiert.

,,Ihr beiden!'' schrie Mr. Weins plötzlich aus dem nichts. Alle sahen ihn darauf überrascht an.
,,Zuerst sowas führt man nicht vor den Augen eines kleinen Kindes und zweitens Demid...'' Mr. Weins blicke töteten gerade seinen ältesten Sohn. Ich schwörs euch
,,...du wagst es den Jungen anzufassen und noch so stark zu beißen, dass er angefangen hat zu bluten?'' wütend stand Mr. Weins auf. Man konnte schon die wütenden Adern auf seiner Stirn sehen.
,,Ich glaube du solltest jetzt gehen. Komm in einer Stunde wieder. Ich hoffe du bist dann etwas mehr bei sinnen''
,,Nagut, ich gehe ja schon'' zischte Demid und ging darauf.

Fjedor drehte sich besorgt zu mir. Zuerst wischte er mir meine Tränen weg, bevor er das Verbandzeug nahm und meine Wunde behandelte.
,,So, kleiner... Und schmerzt es sehr'' wimmernd nickte ich.
,,Ich werde mit Elias in mein Zimmer gehen, euch schon einmal eine gute Nacht'' die anderen verabschiedeten sich ebenfalls bei Fjedor bevor er mich auf den Arm nahm und mit mir den Raum verließ. Oben bei den Zimmern gingen wir an dem Zimmer vorbei wo Historia und Mika schliefen. Zum Glück war die Tür noch etwas offen, so konnt ich die beiden beim schlafen beobachten, doch Fjedor hatte es eilig. So kamen wir schnell an.

Sanft legte er mich in das große Bett. Das Zimmer hier war wie das eine im Hotel in rot gestaltet. Fjedor schloss die Tür und zog sich unterwegs bis auf die boxer aus, bevor er sich zu mich legte und die Decke über uns zog.

Wir sahen uns einfach nur gegenseitig für eine Zeit lang an bis sich seine Hand langsam auf meine Wunde legte.
,,Wenn ich das nächste mal diesen Arsch treffe werde ich ihn ins Grab prügeln'' wütend knirschte er mit seinen Zähnen. Sanft legte ich meine Hand auf seine. Er beruighte sich etwas und rückte näher an mich, bevor er seine Augen schloss und langsam einschlief.

Ich jedoch beobachtete ihn einfach nur. Es tat noch verdammt weh, weswegen es mir nicht einfach fiel zu schlafen.

Einmal Gefangen, Immer Gefangen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt