Wir hätten doch unten anfangen sollen, denn in jedem Zimmer war ein Badezimmer und die Zimmer waren generell nicht gerade klein. Nika und Daniel waren die ersten die fertig wurden. Darauf hatte ich ihnen aufgetragen den Flur zu putzen. Irgendwie waren alle schneller als ich. Nik und Yuu waren darauf fertig. Sie sollten den Dachboden putzen. Mike hatte mir gesagt, dass dort oben ebenfalls geputzt werden soll. Bevor die beiden anfangen konnten, kamen sie zu uns und zeigten uns was es so besonderes dort gab. Ich schwöre alle fanden es krass. Auf dem Dachboden war nämlich eine Bar auf der linken Seite mit verdammt viel Alkohol. Daneben war ein Couchkreis mit einer Shisha auf dem schwarzem Tisch in der Mitte. Auf der anderen Seite war ebenfalls eine fette couch die zu einer Wand zeigte. Zuerst verstand ich es nicht, da dar kein Fernseher war, bis ich den Beamer sah.
,,Puhh krass'' rief Mika. LED Lichter waren auch überall.
,,Das will ich auch''
,,Ja Mika alle wollen es, aber wir sollten mit dem Putzen weiter machen'' da fingen auch schon alle an zu schmollen und waren kurz böse auf mich. Mit einem verzweifelten Lächeln zog ich alle außer Nik und Yuu runter.
Irgendwann kamen wir endlich unten an. Jetzt mussten wir die Küche, das Wohnzimmer, Badezimmer, Flur und die noch vorhandenen Zimmer säubern. Einige Stunden später waren wir auch damit fertig.
,,Ihr wart wirklich fleißig'' kam es von Mike als er uns alle auf dem Boden erschöpft sah.
,,Das Haus, bzw diese Villa ist auch verdammt rießig'' sagte Yuu verzweifelt und dabei hechelnd.
,,Trotzdem. Eigentlich macht das das Hausmädchen, aber sie ist momentan nicht fähig''
,,Hausmädchen? Ein Hausmädchen.. Omg die tut mir leid.. Macht die das wirklich alles alleine?'' fragte Mika. Mike nickte nur und wir schrien nur verzweifelt auf. Wie??
,,Was ist mit dem Keller?'' murmelte ich fragend. Ich stand mit schmerzen im Rücken und in den Beinen auf. Mein Blick wanderte zu einer Tür die verschlossen war. Wir wollten nach schauen was da hinter ist und den Raum auch putzen, jedoch kamen wir ja nicht hinein.
,,Das lässt ihr mich machen. Ich habe euch Mittagessen gemacht. Ihr könnt in der Küche jetzt etwas essen. Ich weiß nicht warum, aber mein Herr ist sehr vernarrt in dich Elias, darum erlaubt er dir so etwas. Den anderen ebenfalls, da keiner meinem Herr widersprechen möchte''
So saßen wir also in der Küche auf den Stühlen und aßen. Wir waren alle leise und dachten nach. Ich dachte über die Worte von Mike nach. Warum erlaubt er mir so viel? Vernarrt in mich.. Ich verstehe es nicht. Dazu hatte er noch danach gesagt, dass wenn ich nich da wäre alle anderen jetzt eigentlich im Keller liegen würden, aber da waren zwei Probleme. Mike sagte nämlich zuerst wäre der Keller voll und zweitere weil ich Fjedors liebling bin. Ich seufzte und aß weiter mein Fleisch. Es war nicht viel auf dem Teller für uns, aber wir trauten uns nicht noch mehr zu holen, eigentlich bei normalen Sklaven hätten wir gar nichts bekommen.
,,Wir könnten abhauen..'' murmelte Nik. Verwirrt sah ich ihn an.
,,Abhauen?'' fragte ich überfordert. Daran hatte ich wirklich lange nicht gedacht.
,,Stimmt. Dieser Typ ist im Keller und hat bestimmt die Tür geschlossen, da können wir ganz einfach abhauen. Ich war lange nicht bei einem Meister der so naiv war'' stimmte Daniel dem ganzen zu. Geschockt sah ich sie an. Das erinnerte mich an meine letzten versuche abzuhauen. In diesem Moment sagte mein Verstand, mein Herz und auch mein Bauchgefühl das selbe.. Sie wollten das ich hier bleibe. Mein Verstand, wegen meinen letzten versuchen, mein Herz durch die Sehnsucht nach Fjedor und mein Bauchgefühl, da ich es eh nicht schaffen würde.
,,Seit ihr verrückt?!'' rief ich ihnen entgegen. Meine Gefühle hatte ich ab jetzt wohl nicht mehr unter Kontrolle. Beide sahen mich verwirrt an.
,,Natürlich nicht. Wir müssen hier weg und jetzt ist der beste Zeitpunkt" Daniel schlug auf den Tisch und stand auf. Seine trauigen Augen sahen so wütend aus. So anders. Ich stand ebenfalls auf und sah ihn provozierend an.
,,Wir werden nirgends hin gehen'' sprach ich leise. Nik sah schon aus als ob er sich in die Hose macht, jedoch wurde der braunhaarige vor mir noch wütender.
,,Was ist mit dir los?! Fühlst du dich jetzt etwa besser als wir, nur weil dein Meister dich so gut behandelt? Magst du ihn etwa oder was?'' ich wusste irgendwie gar nicht was ich sagen soll.
,,Ich fühl mich nicht besser...'' murmelte ich überfordert.
,,Doch und das sowas von. Dir ist doch egal was wir hinter uns haben und was sie uns noch antun werden. Wenn wir jetzt nicht gehen, vielleicht sterben wir hier oder werden unser Leben lang misshandelt und das ist dann deine Schuld'' entsetzt sah ich ihn an. Will er etwa mir die schuld dafür geben was ihm passiert ist?
Mein ganzer Körper bebte. Historia sah uns sowie die anderen geschockt an, doch keiner sprach ein Wort. Also stimmen sie ihm zu? Es tut so weh... Und da war sie... die erste Träne.
,,Ich gehe auf Meisters Zimmer..'' murmelte ich angeschlagen und ging.
Die ersten Treppenstufen zählte ich mit und versuchte mich so abzulenken, aber es klappte nicht. Nach drei Stufen bekam ich einen heul Krampf. Darauf lief ich los. Warum denken sie das ich ihnen böses will? Ich könnte darauf wetten, dass Fjedor mir irgendwas gegeben oder eingepflanzt hat womit er mich überall finden kann. Wenn ich gehen würde, würden wir alle die Hölle noch mal erleben nur schlimmer. Sie würden uns sofort finden.
Im Zimmer legte ich mich ins Bett und fing an in das Kissen zu weinen. Mit dieser Schuld könnte ich nicht leben. Ich habe doch niemanden was getan. Noch nie in meinem Leben habe ich jemanden den Tod gewünscht oder ihn verletzt, nicht mal meinem Vater. Wobei vielleicht einmal und auch einmal zu meiner Mutter, ich weiß es nicht mehr, aber ich hab wirklich noch nie jemaden verletzt. Extra oder aus freiem Willen. Also warum tut man mir sowas an.
Verheult drehte ich mich auf meinen Rücken und zog meine Ärmel hoch. Sofort sprang mir die große Narbe an meinem Unterarm in die Augen. Da hatte er mich verbrannt... Also warum mag ich ihn so sehr... und warum liebe ich seine Berührungen.. seine nähe, seinen Herzschlag. Warum liebe ich es mit ihm Sex zu haben, aber nicht dieses gewalttätige, sondern den eher romantischen. Wie als ob wir Jugendliche wären die sich in einander so sehr verliebt hätten, dass sie keinen anderen mehr vorm Auge haben.. nur noch den gegenüber. Die schlimmen dinge vergaß ich. Die Vergewaltigungen wurden zu Sex und der Sex zu einer engen Beziehung die ein Sklave und sein Meister eigendlich nicht haben dürften.
Jetzt, in diesem Moment, kann ich mir eingestehen, dass ich ihn Liebe. Und das kann ich auch laut sagen, aber ihm ins Gesicht? Nein das nicht.. das könnte ich nie. Ich bin für ihn besonders, aber auf welcher art?
Würde ich jemals wieder meinen brutalen Vater sehen oder jemand anderen von meinen alten Freunden oder von meiner Familie? Ich habe dieses Verlangen nicht abzuhauen.. also jedenfalls nicht mehr. Das einzige was mich hier raus holen könnte wäre wenn einer von ihnen abhaut und unsere Meister verrät und wenn das nicht passiert vielleicht findet uns die Polizei, aber das ist unwahrscheinlich. Ich würd sagen.. ich komme hier nicht weg. Das hier ist mein neues zuhause und wenn ich nichts falsch mache und brav bin werde ich die schönste Zeit meines Lebens haben... das hoffe ich zumindest.
Wieder drehte ich mich auf meinem Bauch, winkelte mein Bein an und drückte das Kissen an mich.
,,Ich liebe dich.. Fjedor..'' flüsterte ich noch, bevor die Müdigkeit vom Weinen über mich brach.
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
बेतरतीबEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
