Eine große Hand berührte sanft meine Wange. Die Fingerspitzen wanderten meine Jawline entlang, dabei fuhren sie sanft zu meinen Lippen hinunter und zogen meinen Kopf etwas in die Richtung von ihm. Er lächelte mich an, während er mir von meinen Lippen etwas Schokolade wischte.
,,Du kleckerst" hauchte er mir an meine Lippen, denen er so nah kam, dass sie sich fast schon berührten. Doch er behielt einen gewissen Abstand den ich so sehr überwinden wollte. Seine Lippen und diese Augen zogen mich einfach in einen so starken Bann, dass ich einfach nicht mehr nachdenken konnte.
Und dann machte er doch den ersten Schritt und küsste mich. Seine nähe genoss ich sofort in vollen Zügen. Genau jetzt und hier wollte ich ihn. Die Probleme einfach vergessen.. einfach alles vergessen und seine Zärtlichkeit spüren auch wenn sie wahrscheinlich nicht lange anhalten würde. So lösten wir uns auch von einander. Ich mit so einer gier in den Augen, während seine nur kalt schimmerten.
,,Du bist aber sehr gierig, mein kleiner" Fjedors Hand legte sich auf meinen Hals und wanderte nach hinten zu meinem Nacken. Das Gefühl von Dominanz ließ mich zufrieden aufseufzen. Fest griff er dann zu und zog mich zu sich.
,,Wir sollten gehen. Wir holen dir von dem Laden neben an etwas süßen und gehen dann nach hause. Wir haben ja unerwünschten Besuch bekommen" sein Blick gefiel mir zuerst nicht, doch ich wusste irgendwie, dass es nicht mir schaden würde, also nickte ich verstehen. Fjedor bezahlte unsere Sachen, nahm mich an die Hand und zusammen liefen wir zum Laden gegenüber von dem Cafe. Fjedor kaufte mir viel süßes, aber warnte mich vor, dass ich nicht zu viel auf einmal essen soll.
Später kamen wir auch Zuhause an und wer hätte gedacht Iwan war da. Mit einer sehr schlechten Laune betrat Fjedor das Haus. Im Wohnzimmer traffen wir dann auch auf die anderen.
Hanni stand neben dem Tisch mit verschränkten Armen. Sie sah nicht wirklich begeistert aus. Außerdem sah man ihr an, dass sie kurz davor war Iwan und den beiden hinter ihm den Hals umzudrehen. Ikuto und Oh Yun saßen nur auf dem Sofer gegenüber von Iwan. Eher entspannt und unbesorgt. Währenddessen spielte Śemso mit dem weichen, süßen Haar seines Eigentums. Lejla sah hingegen weniger begeistert aus. Sie hatte wohl schlechte Erinnerungen mit Iwan, aber irgenwie erkannte man, dass das leichte spielen mit ihren Haaren, was von Śemso kommt, gefällt. Es beruhigte sie etwas.
,,Oh, da ist ja der Herr des Hauses'' Iwan stand mit einem breiten grinsen im Gesicht auf und kam zu uns rüber. Reflexartig machte ich einige Schritte zurück, dabei verschwand ich hinter Fjedor. Iwan wollte zuerst Fjedor in die Arme nehmen, doch dieser machte nur abwertende Bewegungen als Zeichen, dass er ihn nicht anfassen soll.
,,Beruhig dich doch, Fjedor. Dann lass ich das einfach'' er setzte sich wieder auf seinen Platz.
,,So wie war es den so im Cafe mit dem süßen hier?'' Fjedors Augen wurden zu schlitzen. Angespannt zog er mich zu einem freien Platz. Setzte sich und zog mich wie immer auf seinen Schoß. Sein Kopf legte sich sanft auf meiner Schulter. Ich spürte sofort wie sich die wärme in meinem Bauch ausbreitete und mich verlegen machte. Die Arme meines Meisters legten sich um meinen Bauch.
,,Gut, ich würd aber gern wissen was du in der Gegend verloren hast" misstrauisch begutachteten alle Anwesenden denn alten Mann vor ihnen.
,,Ein guter Freund von mir war in der nähe unterwegs, etwas klären..''
,,Und was?'' zischte Hanni Iwan an. Der lachte nur leise.
Ich weiß genau, dass er damit Dima meint und dieses 'etwas klären' is auf mich bezogen. Verdammt. Ich hoffe er sagt jetzt nichts falsches. Er darf mich nicht verraten. Das würde ärger geben.
,,Er war bei einem bestimmten Jungen..'' sein Blick fiel auf mich. Er ersticht mich förmlich mit seinem Blick. Sofort wurde mir heiß und nervös.. verdammt nervös.
,,Mein Freund hat über eine bestimmte sache mit ihm geredet und ihn versucht ein Angebot zu machen. Natürlich nahm er das Angebot an'' fuhr er fort, dabei vergrößerte sich sein grinsen. Mir währenddessen blieb nur der Mund offen.
W-Waas?? Das kann der doch nicht so sagen. Hat Dima ihm gesagt das ich zugestimmt habe? Oder verarscht er Fjedor und die anderen um mich gegen sie aufzuhetzen. Egal was es ist, ich bin in großen Schwierigkeiten wenn sie erfahren, dass er mich meint.
,,Darf ich fragen, Iwan, welches Angebot? Oder ist es etwa ein Geheimnis?'' Ikuto lehnte sich leicht vor und blickte Iwan mit interessierten Augen an.
,,Nein nein, nicht doch. Es ist kein Geheimnis. Es betrifft euch ja ebenfalls''
,,Oh wie interessant, dann erzähl uns doch etwas davon''
,,Natürlich''
Sanft strich mir plötzlich Fjedor übers Bein. Es beruhigte mich etwas, denn das Gespräch mit Iwan machte mich nervös, ließ mich zittern.
,,Was ist den los, mein kleiner'' flüsterte mir Fjedor sanft ins Ohr.
Langsam wurde es mir etwas zu viel. Ich war kurz davor in Tränen auszubrechen. Mir floss der Schweiß die Schläfen hinunter. Lange würde mein neues Geheimnis nicht geheim bleiben, den Iwans Lippen fingen sich wieder an zu bewegen. Er fing an von dieser Sache zu erzählen. Doch irgendwie konnte ich seinen Worten nicht folgen.
,,Beruhig dich, sonst bekommst du gleich noch eine Panikattacke'' seine Worte halfen mir nicht. Meine Atmung wurde schneller. Ich hatte einfach so große Angst, dass er mich bestraft. Ich wollte doch Zärtlichkeit und nicht schmerzen spüren.
Ich habe so sehr Angst.. Ich würd mich so gern jetzt vergraben..
Eine kleine Hand berührte plötzlich meinen Oberschenkel. Erschrocken sah ich in die unterschiedlich farbigen Augen meiner Schwester. Sie sah mich nur kurz lächelnd an, bevor sie ihre Hand von mir nahm und die Gläser in ihrer anderen Hand auf den Tisch legte.
,,Schütte mir etwas Wasser ein, junge Dame'' Historia nickte. Ihre Hände nahmen die große Flasche und schüttelten Iwan etwas in eines der vielen sauberen Gläser. Anschließend gab sie ihm das Glas, fragte dann noch ob noch jemand etwas trinken möchte, doch niemand wollte. Darum ging sie.
Ich sah wieder zu Iwan. Endlich hatte ich mich beruhigt. Mein Körper zitterte nicht mehr und ich hatte einen klaren Kopf, dank meiner Schwester. Ich muss doch mein versprechen brechen und Fjedor von eben erzählen, dass ist die einzige Möglichkeit nicht wie ein verblutender Hund im Keller zu enden.
,,Meister..'' flüsterte ich Fjedor zu, doch er reagierte nicht drauf. Es schien mir so als ob er mich ignoriert.
,,..Fjedor damit meine ich ihren Jungen'' beendete er plötzlich seinen Satz. Was?
Iwans Hand, die vorher in seiner Hosentasche verweilt hatte, kam zum vorschein. Sofort erkannte ich etwas silbernes aufglänzen und ehe wir uns versahen war eine silberne Waffe auf uns gerichtet.
,,Du solltest wirklich besser auf den kleinen aufpassen'' sagte Iwan belustigt.
Hey leute, wie gehts so?
Sorry für das lange warten. Wie ich schon in den Kommentaren vor einigen Tagen geschrieben habe, war ich in der Prüfungsphase und tja.. Ich fand halt keine Zeit und wirklich lust hatte ich auch net. Und auch srry, dass ich nach dem Kommi so lange gebraucht habe.
Jz is aber das 65 Kapitel da. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Dann wünsch ich euch noch ein schönes restliche Wochenende oder halt nen schönen Sonntag <3
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
RandomEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
