Bei der Vollbremsung flog Fjedor nach hinten in den gegenüber liegenden Sitzen und ich vor seine Füße, auf den Boden.
„Sebastian!!" schrie er wütend. Nach dem bremsen hörte man einen Schusswechsel. Erschrocken drückte ich mich näher an den Boden.
Der Russe zückte seine Waffe. Kurz wartete er ab, dann öffnete er die Tür des Wagens und schoss selber. Dabei hatte er anscheinend nicht bemerkt das auch hinterm Wagen Personen mit Schusswaffen standen. Ich hörte einen weiteren Schuss, dieser war auf Fjedor gerichtet, der ihn am Bein traf.
Der Blonde fiel auf die Füße, aber halten ließ ihn das nicht, den er schoss weiter und verwundete die Personen die ihn angeschossen hatten. Zumindest kann ich das so weit beurteilen.
Plötzlich viel ein knall und Fjedor fiel zu Boden. Erschrocken schaute ich zu ihm.
„Keine Sorge, Elias. Er ist nicht tot" sagte eine mir vertraute Stimme.
„Dima!" rief ich.
„Ja, ich bin es" er schaute mich mit mono blick an. Der Braunhaarige an der Tür hilt seine Waffe in der Hand und hatte zuvor mit dieser Fjedor Ohnmächtig geschlagen.
„Und jetzt komm, wir haben nicht viel Zeit" rief er zu mir. Ich stand mit schmerzen im ganzen Körper auf.
Als ich aus dem Auto stieg musste ich gut aufpassen mein Gleichgewicht vor Übelkeit nicht zu verlieren.
„Komm ich hilf dir" Dima kam auf mich zu, dann hob er mich im Braut Style hoch, nachdem ich fast auf die Fresse gefallen wäre.
„Danke" murmelte ich noch bevor ich in das Land der Träume fiel. Ein grinsen von Dimas Seite aus konnte ich noch sehen bevor ich wirklich weg war.
Als ich wieder in der Realen Welt landete, vernahm ich von meiner rechten Seite ein leises Schnarchen. Etwas verwirrt und überrascht schaute ich auf meine rechte Seite und ertappte Dima beim Schlafen. Ein kleines kichern konnte ich nicht zurückhalten.
„Wie süß" flüsterte ich niedlich berührt. LEUTE ICH BIN NICHT SCHWUL. Es kann sein das ich...wie oft? Erstes mal im Hotel...zweites mal war ich glaube... heute morgen, oder? Ach keine Ahnung. Kommen wir mal wieder zurück zum Thema. Es kann sein das ich zwei oder drei mal durchgenommen wurde, das heißt aber nicht sofort das ich gay bin, obwohl ich eher Jungs Attraktiver fin-... Wait! Das hab ihr nicht gehört.
(Srry wenn Elias andauert mit euch redet 😂😂😂 finds dezent lustig, okay weiter gehts👏🏻)
„Was glotzt du so?" fragte mich, der verschlafene Dima und stand kurz darauf auch auf, um sich dann etwas zu strecken.
„Ähm...hab ich das?" peinlich berührt schaute ich schnell zur Seit, auf den Boden.
Ich glaube ab spätestens jetzt solltet ihr verstehen das ich nicht verliebt, noch Schwul bin.
Wieder in Gedanken vertieft merkte ich nicht das neben mir die Tür auf ging. Erschrocken schaute ich zu Dima der an der Tür steht und mich fragend anschaute. Ich nickte, wer würde den bitte ablehnen, wen ein mega starker Typ mit 120 kilos dich zu einen beliebigen Ort trägt, ohne das man den Boden berühren müsste.
Der braunhaarige griff sofort mit der einen Hand meinen Oberkörper und mit der anderen meine Beine. So trug er mich entspannt in die große Villa. Die Umgebung war auch etwas anders. Sodas ich befürchte das wir nicht mehr in Argentinien sondern in Brasilien waren.
„Ähm...Dima darf ich dich was fragen" schüchtern schaute ich zur Seite.
„Hm?" kam es nur knapp von ihm
„Sind wir vielleicht in Brasilien?" fragte ich direkt und schaute ihm jetzt ernst in die Augen. Seine dunkelbraunen Augen blitzten kurz auf.
„Du bist klug! Als Antwort, ja wir sind in Brasilien. Hier ist der Sicherste Ort" erklärte er mir. Etwas überrascht das ich es wissen durfte lehnte ich mich an ihn an. Oh man bin ich hundemüde, obwohl ich eben gefühlt Stunden geschlafen habe.
Gerade als wir an dem Eingang dieser Villa ankamen, öffnete sie sich. Überwältigt das sie sich von alleine öffnet, schaute ich hinein und bemerkte das sie sich doch nicht alleine geöffnet hat. Mies. Es stand ein grauäugiges Mädchen vor uns. Sie lächelte uns sanft an. Dann machte das Mädchen einen Schritt zur Seite und ließ uns hinein.
Als sich Dima endlich entschloss einzutreten, gingen wir auch hinein. Wer hätte es gedacht.
Drinnen angekommen, kam schon ein frisch geduschter Jackson Smith die Treppen runter gerannt.
„Ohh schön das ihr endlich da seit" freundlich lächelte uns der große zu. Ich könnte schwören das sich sein freundliches Grinsen, kurz in ein dreckiges verwandelte. Ich ignorierte es einfach.
„Und? Was hat der liebe und freundliche Fjedor mit dir alles gemacht?" fragte der Braunhaarige Jackson während er auf uns zu kam. Etwas misstrauisch drückte ich mich etwas leichter an Dima. Er bemerkte das und half mir. Omg mein Schutzengel steht endlich vor mir.
„Herr Smith Elias ist etwas erschöpft von der Fahrt. Könnte ich ihn in sein Zimmer bringen. Sie können ja später noch mit ihm reden" sagte der Braunhaarige Dima überzeugend.
„Hmm.. okay bring ihn hoch in sein Zimmer. Den rest können wir ja heute Abend besprechen und klären" stimmte Jackson Dima zu. Glücklich seufzte ich innerlich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hab ich Ein mulmiges Gefühl bei Jackson Smith.
Nickend ging Dima an Jackson vorbei, die Treppen hoch, weiterhin mit mir in den Armen.
Als wir oben waren schaute sich Dima kurz nach meinem neuem Zimmer um. Als er die Tür fand ging er hin und öffnete sie. Er setzte mich auf das Bett und zog mir meine Schuhe aus.
„Das ist dein Zimmer ab sofort"
„Ist wirklich schön. Fast schon so sehr das ich am liebsten hier bleiben würde" beim letzten Satz schluckte Dima etwas schwer.
Verwirrt schaute ich ihn an.
„Was soll das Gesicht?" fragte ich mit einem leicht gezwungenen Lachen. Er schluckte wieder.
„Werde ich überhaupt nachhause kommen?" fragte ich betrübt. Mir kamen leicht die Tränen, aber ich versuchte mit aller kraft jetzt nicht zu weinen.
„Im Schrank sind Sachen für dich, am besten ziehst du die Sachen aus die du da an hast. Wenn es ein Problem gibt, ruf mich" er hat das Thema einfachmal so gewechselt.
„Dima?" fragte ich schwer. Er antwortet nicht.
„Dima?" fragte ich wieder. Wieder nichts.
„Dima schau mich an?" sagte ich schon mit glasigen Augen. Er antwortet wieder nicht, aufsehen wollte er auch nicht. Als ich das vierte mal seinen Namen sagen wollte, stand er plötzlich auf, mit dem Blick auf den Boden gerichtet, ging er dan zur Tür.
„Wenn was ist ruf mich oder eine der Bediensteten hier" sagte er noch kalt, bevor er hinter der Tür verschwand und mich alleine ließ.
Mir rollten die Tränen über die Wange. Auch wenn ich meinen Vater und meine Mutter hasse, will ich nachhause mit meiner Schwester. Trotz der Gefahr das ich eines Tages wegen Blutergüsse, blaue Flecken und Knochen Brüche im Wohnzimmer umkippe und sterbe, will ich nachhause.
Wie ein stück elend saß ich da auf dem Bett und weinte wegen allem. Meiner Familie, meiner Zukunft, meines Zustands, meines Peches, wegen meinen Freunden, Mika Historia. Einfach wegen allem.
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Einmal Gefangen, Immer Gefangen
DiversosEin Junge namens Elias, von dem die Mutter in frühen Jahren verschwand, lebt mit seinem Vater und seiner Zwillingsschwester zusammen. Seit dem seine Mutter weg ist, wird er von seinem Vater geschlagen, gedemütigt und beleidigt. Jedoch kann er gegen...
